Naturpark Altmühltal: Wo Bayern die Toskana küsst und Dinosaurier Urlaub machen
- 14. Nov. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Stellen Sie sich vor, ein übereifriger Göttervater hätte in einem Weinrausch Bayern und die Toskana zusammengeschüttet – herzlich willkommen im Naturpark Altmühltal, die bayerische Toskana, Mittelmeergefühl in Deutschland.
Mit fast 3.000 Quadratkilometern ist dieses Paradies größer als so manches mittelalterliche Fürstentum. Hier treffen schroffe Kalkfelsen auf sanfte Wacholderheiden, die so herrlich duften, als hätte jemand den Himmel persönlich mit Kräutern gewürzt.
Ob Sie als „Fossilien-Junkie“ den Steinbruch stürmen oder als Genuss-Wanderer die Stille suchen – das Altmühltal ist alles, nur nicht langweilig.

Geologische Wunder im Naturpark Altmühltal: Jurassic Park zum Anfassen
Das Altmühltal ist ein Fenster in die Urzeit. Hier, wo heute Wanderer schnaufen, hinterließen einst Dinosaurier ihre Spuren.
Archaeopteryx & Co: In den weltberühmten Solnhofener Plattenkalken wurde der Urvogel Archaeopteryx entdeckt. Das Beste? Sie müssen kein Profi sein! In Besuchersteinbrüchen können Sie selbst nach Ammoniten und Fischsauriern klopfen.
Das Felsentheater der „Zwölf Apostel“: Bei Solnhofen ragen spektakuläre Formationen auf, die wie eine Prozession versteinerter Riesen wirken. Ein absolutes Highlight auf dem Altmühltal-Panoramaweg.
Eiszeitliche Spuren: Die Altmühl ist ein gemütlicher Zeitgenosse. Sie fließt durch ein vor 10.000 Jahren geformtes Tunneltal. In den idyllischen Auen sagen sich heute Biber und Eisvögel „Gute Nacht“.

Aktiv & Unterwegs: Von Radweg-Romantikern und Paddel-Profis
Im Altmühltal bewegt man sich im Rhythmus der Natur – mal rasant, mal tiefenentspannt.
Radeln wie die Römer
Der Altmühltal-Radweg (166 km) ist Kult. Er führt von der Quelle bis zur Donau und ist so beliebt, dass mancherorts mehr Räder als Einwohner gezählt werden. Pro-Tipp: Nutzen Sie den Bahn-Rücktransport – so können Sie mit dem E-Bike glänzen, ohne sich beim Rückweg verausgaben zu müssen. Jetzt Tour planen und Freiheit auf zwei Rädern genießen! 👉 Hier geht es zur Etappenübersicht & GPS-Daten 🔗
Wandern mit Panorama-Garantie
Der Altmühltal-Panoramaweg (200 km) bietet Fotomotive am laufenden Band. Von römischen Ruinen bis zu Burgen, die so fotogen sind, dass selbst Instagram-Muffel schwach werden. Besonders imposant: Die Burg Prunn, der „steinerne Flügelaltar“ über dem Tal. Entdecken Sie die Faszination des Panoramawegs! 👉 Hier geht's zu Etappen & Tourenplanung 🔗
Entschleunigung auf dem Wasser
Die Altmühl fließt langsamer als ein Biergartenbesucher nach der dritten Maß. Perfekt, um im Kanu das Tal hinunterzugleiten und dabei die Seele (oder die Füße) baumeln zu lassen.

Kulinarik & Kultur: Wo die Landschaft schmeckt
Wer aktiv ist, darf schlemmen. Die Region setzt auf „Heimat auf dem Teller“:
Altmühltaler Lamm: Zartes Fleisch von Schafen, die als lebende Landschaftspfleger die Wacholderheiden Altmühltal offenhalten.
Flüssiges Gold: Ob würziger Wacholder-Schnaps oder Bier aus jahrhundertealten Klosterbrauereien – hier schmeckt man die Tradition.
Geschichte erleben: Besuchen Sie die Willibaldsburg in Eichstätt oder das Dinosauriermuseum Denkendorf. Hier ist Geschichte nicht staubig, sondern „urkomisch“ groß. Lust auf eine Zeitreise zwischen Rittersaal und Saurierskelett? 👉 Alle Infos zu Öffnungszeiten & Museen 🔗

Pilgern im Zeichen der Muschel: Der Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt
Für alle, die beim Wandern auch den Gedanken freien Lauf lassen wollen, bietet das Teilstück des Jakobswegs (ca. 90 km) eine spirituelle Reise durch Franken.
Seit 2008 führt die Route von der alten Pilgerstadt Nürnberg durch den Landkreis Roth bis ins barocke Eichstätt. Markiert durch die charakteristische gelbe Muschel auf blauem Grund, durchqueren Sie:
Den schattigen Lorenzer Reichswald.
Das glitzernde Fränkische Seenland.
Die tiefen Schluchten und massiven Kalkfelsen Bayern des Altmühltals.
Ob der heilige Jakobus nun per Boot oder durch treue Jünger nach Spanien gelangte – auf diesem Pfad spüren Sie die Jahrhunderte alte Kraft der Wallfahrt. Mit gutem Schuhwerk sind die sanften Steigungen ein Genuss für Körper und Geist.
Fazit: Warum das Altmühltal Ihr nächstes Ziel ist
Weil es Wanderer mit Aha-Effekten überrascht, Radler mit Panorama verwöhnt und Geschichtsfans zum Staunen bringt. Hier ist Bayern nicht nur weiß-blau, sondern vor allem steinreich und urgemütlich.
PS: Falls Sie beim Klopfen tatsächlich einen Archaeopteryx finden – behalten Sie es für sich, die Museen sind da sehr eigen!
Die ultimative Packliste für Fossilienjäger
Wenn Sie in den Steinbrüchen von Solnhofen oder Eichstätt nach dem „Glücksfund“ suchen, sollten Sie diese Dinge dabei haben:
Werkzeug:
Geologenhammer: Ein flacher Meißelhammer ist ideal. (In vielen Besuchersteinbrüchen kann man diese auch leihen).
Flachmeißel: Hilft, die Kalkplatten sauber zu spalten.
Schutz & Sicherheit:
Schutzbrille: Absolut Pflicht! Splitternder Kalkstein ist scharf wie Glas.
Feste Handschuhe: Schützen vor scharfen Steinkanten.
Festes Schuhwerk: Die Steinbrüche sind oft uneben und staubig.
Für den Fund:
Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie: Um die zerbrechlichen Platten für den Heimweg sicher einzuwickeln.
Stift & Klebeband: Zum Beschriften (Datum/Fundort).
Verpflegung:
Viel Wasser und Sonnenschutz! In den hellen Steinbrüchen wird es im Sommer extrem heiß, da der Stein die Hitze reflektiert.
3-Tages-Tour: Das "Best-of" Altmühltal-Panoramaweg
Diese Route führt Sie durch das Herzstück des Tals zu den spektakulärsten Highlights.
Start: Treuchtlingen | Ziel: Eichstätt | Gesamtstrecke: ca. 45–50 km
Tag 1: Von Treuchtlingen nach Pappenheim (ca. 15 km)
Highlight: Der Aufstieg zur Burg Pappenheim. Schlendern Sie durch die historische Altstadt.
Gefühl: Sanftes Ankommen im Tal, erste tolle Ausblicke auf die Altmühlschleifen. Lust auf den ersten Gipfelsturm? Planen Sie jetzt Ihren Weg zur Burg! 👉 Hier geht es zur Routenplanung & Etappendetails 🔗
Tag 2: Von Pappenheim nach Solnhofen/Dollnstein (ca. 16 km)
Highlight: Die "Zwölf Apostel". Diese bizarren Kalksteinfelsen sind das Postkartenmotiv des Altmühltals.
Aktivität: Machen Sie einen Abstecher in einen Steinbruch in Solnhofen, um Ihre Packliste direkt auszuprobieren! Bereit für die „Zwölf Apostel“ und urzeitliche Schätze? 👉 Hier geht es zur Routenplanung & Etappendetails 🔗
Tag 3: Von Dollnstein nach Eichstätt (ca. 15 km)
Highlight: Der Weg führt durch urige Wacholderheiden.
Ziel: Einmarsch in die Barockstadt Eichstätt. Krönender Abschluss ist der Besuch der Willibaldsburg und des Jura-Museums, um zu sehen, wie die Profi-Funde aussehen. Planen Sie jetzt Ihre Route in die Barockstadt! 👉 Hier geht es zur Routenplanung & Etappendetails 🔗






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