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Bachlauf in der Harz Natur mit Nebel und Nadelbäumen

Der Nationalpark Harz

Die sagenumwobene Bergwildnis!

Wanderweg im Nationalpark Harz mit Blick auf den Brocken

Nationalpark Harz – zwischen Bergwildnis und alten Sagen

Nebelverhangene Gipfel, schroffe Felsen und uralte Geschichten prägen den Harz. Mitten in diesem Mittelgebirge schützt der Nationalpark Harz eine vielfältige Landschaft aus Wäldern, Mooren und Gebirgsbächen. Die ältesten Harzer Gesteine sind rund 500 Millionen Jahre alt; vor etwa 300 Millionen Jahren wurde das damalige Gebirge aufgefaltet. Spätere Hebungen, Verwitterung, Erosion und die Eiszeiten hinterließen die Landschaft, die du heute auf deinen Wanderungen erkundest.

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Zwischen Bergwäldern und Hexengeschichten

Der Name Harz geht auf „Hart“ zurück, eine alte Bezeichnung für Bergwald – passend zu einer Region, deren Geschichte eng mit ihren Wäldern verbunden ist. Zwischen Felsen, Mooren und abgelegenen Tälern ranken sich Sagen um Hexen, Teufel, Berggeister und verborgene Schätze.

Besonders eng mit diesen Erzählungen verbunden ist der Brocken: Mit 1.141 Metern ist er der höchste Berg des Harzes und zugleich ein markantes Ziel im Nationalpark. Johann Wolfgang von Goethe verarbeitete den sagenumwobenen „Blocksberg“ und die Walpurgisnacht in seinem Faust. Wer heute zum Gipfel wandert, folgt damit auch den Spuren deutscher Literaturgeschichte.

Nebeliger Brocken im Nationalpark Harz mit Nadelwald

Der Harz – ein Fußabdruck der Fantasie

Von oben betrachtet erinnert die Form des Harzes mit etwas Fantasie an einen riesigen Fußabdruck. Ob hier einst ein Riese Rast gemacht hat? Eine passende Vorstellung für eine Landschaft, deren eigenwillige Formen schon beim Blick auf die Karte neugierig machen.

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Drei Bundesländer, eine vielseitige Wanderregion

Der Harz erstreckt sich über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Nationalpark Harz schützt einen Teil dieser Mittelgebirgslandschaft in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Auch außerhalb des Schutzgebiets lohnt sich das Erkunden: Alte Bergwerke erzählen von der Arbeit unter Tage, historische Wege verbinden die Orte miteinander. Relikte der ehemaligen innerdeutschen Grenze erinnern zudem an ein prägendes Kapitel deutscher Geschichte.

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Willkommen im wilden Harz

Ob zu Fuß auf dem Harzer-Hexen-Stieg oder mit der Brockenbahn hinauf zum Gipfel: Du entscheidest, wie du die Region entdeckst. Plane unterwegs Zeit für Aussichtspunkte und kleine Abstecher ein – manchmal beginnt der spannendste Teil einer Tour genau dort, wo du kurz innehältst.

Infografik Nationalpark Harz mit Blick auf den Brocken.

Nationalpark Harz – ein Wald im Wandel

Auf nahezu 25.000 Hektar bietet der Nationalpark Harz Raum für natürliche Entwicklung. Rund 97 Prozent der Fläche sind Waldfläche – dazu gehören auch abgestorbene Bestände, zwischen denen neues Leben heranwächst. Ein geschlossener grüner Wald erwartet dich deshalb nicht überall: Gerade das Nebeneinander von alten Stämmen, Totholz und jungen Bäumen macht den Wandel sichtbar.

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Vom Buchenwald zur Brockenkuppe

Beim Aufstieg zum Brocken durchquerst du unterschiedliche Lebensräume. Vereinfacht lassen sich drei Bereiche unterscheiden:

  • Bis etwa 700 Meter – Buchenwälder: In den tieferen Lagen ist die Buche von Natur aus die prägende Baumart. Alte Bäume und naturnahe Bäche bieten Schwarzstorch⤴, Schwarzspecht und Wildkatze geeignete Lebensräume.

  • Etwa 700 bis 1.100 Meter – Misch- und Bergfichtenwälder: Zunächst treffen Buche, Fichte und Bergahorn aufeinander. Oberhalb von etwa 800 Metern beginnt das natürliche Reich der Bergfichte. Zu den Bewohnern dieser Waldlandschaften gehört der scheue Raufußkauz.

  • Ab rund 1.100 Metern – offene Bergheide: Hier erreicht der geschlossene Wald seine natürliche Grenze. Niedrige Sträucher, Gräser und Kräuter trotzen zwischen Granitblöcken dem rauen Brockenklima.

Diese Höhenstufen beschreiben die natürlichen Vegetationsverhältnisse; frühere Forstwirtschaft und der heutige Waldwandel verändern das Bild vor Ort.

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Rückzugsraum für seltene Arten

Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten finden im Nationalpark geschützte Lebensräume. An geeigneten Felswänden brütet wieder der Wanderfalke⤴.

Eine botanische Besonderheit wächst ganz oben: Die weiß blühende Brocken-Anemone kommt in Deutschland natürlicherweise nur auf der Brockenkuppe vor. Gemeinsam mit weiteren spezialisierten Pflanzen macht sie die Bergheide zu einem besonders wertvollen Lebensraum.

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Der Brocken im Harz – Gipfelerlebnis zwischen Natur und Geschichte

Wer zum Brocken wandert, entdeckt neben der Berglandschaft auch einen geschichtsträchtigen Ort. Brockenbahn, ehemalige Grenzanlagen und die Anfänge der Fernsehtechnik erzählen von ganz unterschiedlichen Kapiteln seiner Vergangenheit. Gerade diese Verbindung macht den Gipfel zu einem besonderen Ausflugsziel im Nationalpark Harz.

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Brockenwetter – Nebel, Schnee und kräftiger Wind

Auf der frei stehenden Brockenkuppe herrscht ein ausgesprochen raues Klima. Der Harzer Tourismusverband nennt rund 300 Nebeltage und etwa 178 Tage mit Schneedecke pro Jahr als langjährige Richtwerte. Wie häufig Nebel und Schnee tatsächlich auftreten, schwankt von Jahr zu Jahr.

Auch der Wind erreicht außergewöhnliche Stärken: Am 24. November 1984 wurde eine Böe mit rund 263 km/h gemessen. Die klimatischen Bedingungen werden häufig mit denen auf Island oder in deutlich höheren Alpenlagen verglichen.

Für deine Brockenwanderung bedeutet das: Selbst im Sommer können Kälte, kräftiger Wind und eingeschränkte Sicht die Tour prägen. Prüfe vor dem Aufbruch die Gipfelvorhersage und mögliche Wetterwarnungen. Wind- und Regenschutz sowie eine zusätzliche wärmende Schicht gehören deshalb ins Wandergepäck.

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Infografik zum Brocken im Nationalpark Harz mit Wetterdaten.
Hexen, Goethe und die Walpurgisnacht
Infotafel Der Brocken: Hexen, Goethe, Forschen & Reisen

Hexen, Goethe und die Walpurgisnacht

In der Nacht zum 1. Mai treffen sich der Überlieferung nach die Hexen auf dem „Blocksberg“. Bis heute lebt der Mythos Walpurgis⤴ in den Harzorten weiter: mit Kostümen, Hexenfiguren und Festen rund um die sagenhafte Nacht.

Johann Wolfgang von Goethe bestieg den Brocken erstmals am 10. Dezember 1777. Die Eindrücke seiner Winterwanderung inspirierten später die Walpurgisszene im Faust und machten den Berg auch literarisch berühmt.

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Das Brockengespenst – dein Schatten im Nebel

Steht die Sonne hinter dir und fällt dein Schatten auf eine Nebelwand oder Wolkenschicht, kann eine scheinbar riesige Gestalt entstehen: das Brockengespenst. Bewegte Nebelschwaden lassen den Schatten besonders unheimlich wirken. Manchmal umgibt ihn zusätzlich ein farbiger Lichtkranz, die sogenannte Glorie.

Johann Esaias Silberschlag beschrieb die Erscheinung 1780 auf dem Brocken. Sie lässt sich unter passenden Bedingungen auch auf anderen Bergen beobachten.

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Naturforscher und frühe Brockenreisende

Bereits im 16. Jahrhundert erforschte der Arzt und Botaniker Johannes Thal die Pflanzenwelt des Harzes. Seine 1588 nach seinem Tod erschienene Sylva Hercynia zählt zu den frühesten wissenschaftlichen Regionalfloren. Darin beschrieb er mehr als 30 Pflanzenarten aus dem Brockengebiet.

Mit den wachsenden Besucherzahlen entstanden Unterkünfte auf dem Gipfel. 1736 wurde das Wolkenhäuschen als Schutzunterkunft errichtet. 1799 folgte das historische Brockenhaus, ein Gasthaus am Standort des späteren Brockenhotels. Es ist vom heutigen Nationalpark-Besucherzentrum gleichen Namens zu unterscheiden.

Brockenbahn – mit Dampf durch den Nationalpark Harz

Mit der Eröffnung der Brockenbahn 1899 wurde der Gipfel für deutlich mehr Menschen erreichbar. Die Bahn prägte damit die Entwicklung des Brocken-Tourismus entscheidend.

Heute zählt die Fahrt zu den bekanntesten Erlebnissen im Harz. Von Drei Annen Hohne benötigt der Zug ungefähr 50 Minuten bis zum Brockenbahnhof auf 1.125 Metern Höhe. Von dort erreichst du den Gipfelbereich nach einem kurzen Anstieg. Die genaue Fahrzeit hängt von der gewählten Verbindung ab.

Auf der Bergstrecke kommen überwiegend Dampflokomotiven zum Einsatz. Ihr Stampfen, die engen Kurven und die wechselnden Ausblicke machen schon die Anreise zum Teil deines Brocken-Abenteuers.​

Brockenbahn Dampflok im Nationalpark Harz mit Infos zur Fahrt
Ausstellungstafel Der Brocken im Nationalpark Harz

Fernsehtechnik und Kalter Krieg auf dem Brocken

In den 1930er-Jahren entwickelte sich der Gipfel zu einem bedeutenden Standort früher Fernsehtechnik. Das heutige Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus vermittelt unter anderem die Rundfunk- und Fernsehgeschichte des Berges.

Mehr dazu erfährst du unter TV-Revolution ⇨.

Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde der Brocken 1961 zum militärischen Sperrgebiet. Grenzanlagen, Überwachungstechnik und Abhörstationen bestimmten fortan das Bild der Kuppe.

Am 3. Dezember 1989 erreichten Tausende Menschen mit ihrem friedlichen Protest die Öffnung des Gipfels. Nach jahrzehntelanger Abriegelung war der Brocken wieder öffentlich zugänglich.

Später wurden zahlreiche militärische Anlagen zurückgebaut und versiegelte Flächen renaturiert. So erzählt die Brockenkuppe heute zugleich von deutscher Teilung, friedlichem Aufbruch und der Rückkehr empfindlicher Lebensräume.

Der Brockengarten – Hochgebirgspflanzen über dem Harz

Direkt auf der Brockenkuppe liegt der 1890 gegründete Brockengarten. Er zählt zu den ältesten alpinen und arktischen Gärten Europas.

Rund 1.500 Pflanzenarten aus Hochgebirgen der ganzen Welt wachsen hier unter den rauen Bedingungen des Brockens. Die Anlage verbindet botanische Forschung mit dem Schutz seltener und bedrohter Pflanzen.

Für deinen Besuch: Regulär kannst du den Garten von Mitte Mai bis Mitte Oktober bei begleiteten Führungen entdecken. Dabei erfährst du, wie die Pflanzen mit Kälte, Wind und kurzen Sommern zurechtkommen.

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Auf den Brocken wandern – Wege und Ausgangspunkte

Welche Strecke zu dir passt, hängt von deiner Kondition, dem Startort und der geplanten Rückkehr ab:

  • Goetheweg⤴: Von Torfhaus führen rund neun Kilometer einfache Strecke durch Moorlandschaften und ehemalige Grenzbereiche zum Gipfel. Abschnittsweise begleitet dich die Brockenbahn.

  • Drei Annen Hohne⤴: Ein Ausgangspunkt für Brockenwanderungen, der sich mit der Anreise per Schmalspurbahn verbinden lässt.

  • Ilsetal⤴: Der Heinrich-Heine-Weg führt von Ilsenburg entlang der Ilse und anschließend steil bergauf. Der lange Aufstieg verlangt gute Kondition.

  • Harzer Hexen-Stieg⇨: Die Hauptroute des Fernwanderwegs zwischen Osterode und Thale führt über den Brocken – ideal, wenn du den Gipfel in eine mehrtägige Wanderung einbauen möchtest.

Plane den Rückweg gleich mit: Wer hinaufwandert und mit der Bahn zurückfahren möchte, sollte Fahrplan und Anschluss zum ursprünglichen Ausgangspunkt vorab prüfen.

Infogrfik Der Brockengarten, Hochgebirgspflanzen über dem Harz
Gipfel Highlights, was gibt es oben zu entdecken infoblatt

Gipfel-Highlights – das erwartet dich auf dem Brocken

Am höchsten Punkt steht die Brockenuhr: ein Ring mit rund 30 Metern Durchmesser und 48 bronzenen Wegweisern. Sie zeigen dir Richtung und Entfernung bekannter Städte und markanter Landschaftspunkte.

Im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus kannst du deine Entdeckungen vertiefen. Von der Dachterrasse reicht der Rundblick bei klarer Sicht weit über den Harz und sein Vorland.

Für eine kleine Erkundungsrunde bietet sich der etwa 1,6 Kilometer lange Brocken-Rundweg an. Informationstafeln erläutern unterwegs die Natur und Geschichte der Kuppe – eine gute Ergänzung zu deinem Aufstieg.

Hinweis zum Brockenhotel: Hotel und zugehöriges SB-Restaurant sind derzeit geschlossen. Für 2027 plant der Betreiber die Eröffnung der neuen Timberjacks Brocken Lodge.

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Der Brocken – ein Gipfel mit vielen Perspektiven

Ob zu Fuß über den Goetheweg⤴, als Etappenziel auf dem Harzer Hexen-Stieg⇨ oder mit der Brockenbahn: Nimm dir oben Zeit, statt gleich wieder aufzubrechen. Zwischen Gipfelrunde, Ausstellungen und wechselnden Ausblicken lässt sich der Berg aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.

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Für unterwegs lässt sich eine deuter Raincover I⤴ klein verstauen: Die Regenhülle passt auf Rucksäcke mit etwa 20 bis 35 Litern Volumen und schützt das Gepäck zusätzlich vor Nässe.​

Radwanderung von Wernigerode zum Brocken

Harz-Abenteuer – mein Aufstieg von Ilsenburg zum Brocken

Vom rauschenden Ilsetal hinauf zum Brockengipfel: Auf dieser Wanderung habe ich den Nationalpark Harz als Landschaft voller Gegensätze erlebt. Zwischen moosbewachsenen Felsen, steilen Wegen und den sichtbaren Spuren des Waldwandels zeigte sich die raue Seite des Mittelgebirges. Mein Reisebericht nimmt dich mit auf einen Aufstieg, der Naturerlebnis und sportliche Herausforderung verbindet.

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Auf dem Heinrich-Heine-Weg durch das Ilsetal

Mein Abenteuer begann in Ilsenburg. Schon hinter dem Ort ließ ich den Alltag zunehmend zurück. Der Weg führte mich entlang der Ilse, deren Wasser an den Ilsefällen über moosige Felsen rauscht. Hier bekam die Wanderung ihren ganz eigenen Rhythmus: Wasserrauschen, Schritte und der Blick auf den nächsten Wegabschnitt.

Mit dem weiteren Aufstieg wurden die Wege steiler. Zwischen knorrigen Bäumen und Felsblöcken war schnell zu spüren: Diese Brockenwanderung verlangt Ausdauer – und belohnt unterwegs mit weit mehr als nur dem Gipfelziel.

Für längere An- und Abstiege können verstellbare Trekkingstöcke hilfreich sein. Die LEKI Legacy⤴ bestehen aus Aluminium und lassen sich an Körpergröße und Gelände anpassen.​

Wandern im Harz Nationalpark: Von Ilsenburg zum Brocken.
Wandern im Harz: Panorama und Nebel auf dem Brocken Gifel.

Auf dem Brocken – zwischen Nebel und Panorama

Nach dem Aufstieg von Ilsenburg ist der Gipfel erreicht. Ob sich dort ein weiter Blick öffnet oder Nebelschwaden die Umgebung verhüllen, bleibt dem Brockenwetter überlassen. Gerade dieser Wechsel macht den Aufenthalt spannend.

Mit etwas Glück zeigt sich sogar das Brockengespenst – eine besondere Zugabe, die sich bei keiner Wanderung einplanen lässt.

Auch der Blick auf die umliegenden Waldflächen gehört zum Gipfelerlebnis. Abgestorbene Fichten und nachwachsende Bäume zeigen unterschiedliche Stadien der Waldentwicklung. Welche wichtige Rolle Totholz⇨ dabei spielt, lohnt einen genaueren Blick.

Mountainbiken im Harz – mit Fahrtechnik und Rücksicht

Steile Anstiege, lange Abfahrten und wechselnde Untergründe machen den Harz zu einem abwechslungsreichen Mountainbike-Revier. Auf losem Schotter zählen kontrolliertes Bremsen und eine vorausschauende Linienwahl mehr als Geschwindigkeit.

Im Nationalpark Harz darfst du auf den meisten ausgeschilderten Wanderwegen Rad fahren. Beachte jedoch die gesperrten Abschnitte und gib Wandernden Vorrang. Für die Tourenplanung bieten sich die ausgewiesenen Strecken der Volksbank-Arena Harz an.

Mein Tipp für Biker: Wähle eine Strecke, die zu deinem Fahrkönnen passt. Wird eine Passage zu schwierig oder unübersichtlich, ist Absteigen die bessere Entscheidung.

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Felslandschaften und ruhige Abendmomente

Auch außerhalb des Nationalparks lohnt sich das Erkunden: Die Teufelsmauer bei Blankenburg verbindet markante Sandsteinformationen mit schmalen Felspassagen und Aussichtspunkten. Für solche Wege ist Tageslicht die beste Wahl.

Wer anschließend Sterne beobachten möchte, sucht sich einen gut erreichbaren Platz abseits heller Ortsbeleuchtung. Wie viel am Himmel sichtbar wird, hängt von Bewölkung, Mondlicht und Standort ab. Im Nationalpark bleibst du auch bei Dunkelheit auf den ausgeschilderten Wegen.

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Mein Fazit für deine Harz-Reise

Der Harz muss nicht perfekt sein, um in Erinnerung zu bleiben. Plane genügend Zeit ein, wähle deine Touren bewusst und lass Raum für Pausen. Oft sind es gerade die unscheinbaren Momente unterwegs, die eine Reise besonders machen.

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Downhill Wandern im Nationalpark Harz am Brocken
Heinrich Heine Steinmonument, Büste, 1797, 1856, weite Harzlandschaft.

Heinrich-Heine-Denkmal auf dem Brocken – Erinnerung an die „Harzreise“

Auf der Brockenkuppe erinnert das Heinrich-Heine-Denkmal an den Dichter und seine Wanderung im September 1824. Es ist ein lohnender Zwischenstopp für alle, die neben der Natur auch die literarischen Spuren des Berges entdecken möchten.

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Heines tatsächlicher Weg durch den Harz

Heine erreichte den Brocken von Harzburg kommend. Nach einer Übernachtung auf dem Gipfel führte ihn sein Weg hinunter nach Ilsenburg. Der heutige Heinrich-Heine-Weg erinnert an diesen Abstieg und wird von Wandernden auch in umgekehrter Richtung genutzt.

Seine Reiseeindrücke verarbeitete Heine in „Die Harzreise“, die 1826 erschien. Naturbeschreibungen, Begegnungen und ironische Beobachtungen verbinden sich darin zu einem besonderen Blick auf die damalige Reisekultur.

Auch im Ilsetal nahe den Ilsefällen steht ein eigener Heine-Gedenkstein – eine weitere Station für Literaturfreunde entlang der Wanderstrecke.

Für die Lesepause unterwegs passt Heinrich Heine: „Die Harzreise“ – Reclam-Ausgabe⤴ ins Gepäck. Anmerkungen und Worterklärungen erleichtern den Zugang zum historischen Text.

Aussicht beim Wandern im Harz Nationalpark

Zur Rosstrappe bei Thale – schwebender Start ins Abenteuer

 

Mit dem Sessellift über das Bodetal

In Thale bringt mich der Sessellift 244 Höhenmeter hinauf Richtung Rosstrappe. Unter meinen Füßen öffnet sich der Blick über das Bodetal – ein luftiger Auftakt für meinen Ausflug.

An der Rosstrappe wartet ein Panorama aus steilen Felswänden, bewaldeten Hängen und dem tief eingeschnittenen Tal. Thale wirkt von oben beinahe wie eine Miniaturlandschaft. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zum Brocken.

Wandern im Harz: Rosstrappe, Schurre und Brunhildes Sprung.

Der legendäre Hufabdruck der Rosstrappe

Ein kurzer Weg – und ich stehe vor der berühmten Vertiefung im Granit. Der Sage nach sprang Brunhilde auf ihrem Pferd vom Hexentanzplatz über die Schlucht. Bei der Landung soll der gewaltige Hufabdruck entstanden sein.

Ihr Verfolger Bodo stürzte dagegen in die Tiefe. In einen schwarzen Hund verwandelt, bewacht er der Überlieferung nach Brunhildes verlorene Krone im Bodekessel. Eine Geschichte, die vor dieser Felskulisse besonders lebendig wirkt.

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Abstieg über die Schurre ins Bodetal

Anschließend führt mein Weg über die Schurre bergab. In 18 Spitzkehren zieht sich der steile Pfad durch felsiges Gelände und Geröllhalden hinunter ins Bodetal. Hier ist konzentriertes Gehen gefragt: Die Strecke hat alpinen Charakter und verlangt Trittsicherheit.

Im Tal geht es weiter zur Teufelsbrücke – Zeit für eine Pause und einen Blick auf die rauschende Bode.

Für deine Planung: Prüfe vor der Tour die aktuellen Weghinweise und mögliche Sperrungen bei der Bodetal-Information Thale.

Zurück im Bodetal – ein stimmungsvoller Abschluss

Nach dem Abstieg und der Pause an der Teufelsbrücke klingt mein Ausflug im Bodetal aus. Die Felswände ragen über mir auf – aus dem luftigen Panorama ist wieder eine ganz andere Perspektive geworden.

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Mein Fazit:
Sessellift, Granitfelsen und alte Sagen machen die Rosstrappe zu einem abwechslungsreichen Ausflugsziel bei Thale. Der anspruchsvolle Schurre-Abstieg ergänzt die Tour für trittsichere Wandernde.

Für dein Stempelheft:
Die Stempelstelle Nr. 71 der Harzer Wandernadel findest du oben am Abzweig zur Schurre, neben der Informationstafel des Regionalverbands Harz.

Wandern im Harz: Bodetal mit Stempelstelle 71
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