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Nebel im Elbsandsteingebirge, Nationalpark Sächsische Schweiz

Der Nationalpark Sächsische Schweiz: Ein Reiseführer ins Märchen aus Stein

Nationalpark Sächsische Schweiz im Nebel mit Basteifelsen

Das Elbsandsteingebirge – eine Landschaft, die wie aus einer anderen Welt wirkt

 

Das Elbsandsteingebirge ist eine der außergewöhnlichsten Felslandschaften Europas. Hier ragen zerklüftete Sandsteintürme aus tiefen Schluchten, als hätte die Natur selbst eine gigantische Steinskulptur geschaffen. Wasser, Frost und Verwitterung haben über Millionen Jahre eine Landschaft geformt, die gleichzeitig wild, mystisch und überraschend filigran wirkt.

Highlights & Fakten auf einen Blick

  • Felsen-Nationalpark: Auf rund 94 km² schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz Sandsteinfelsen, Wälder und tief eingeschnittene Schluchten.

  • Grenzüberschreitende Naturregion: Sächsische und Böhmische Schweiz bilden gemeinsam eine etwa 710 km² große Landschaft. Die beiden Nationalparks schützen Teile dieser Region, ergänzt durch weitere Schutzgebiete.

  • Besondere Artenvielfalt: Felswände bieten dem Wanderfalken⤴ Brutplätze; kühle Schluchten beherbergen seltene Pflanzen. Auch der Luchs⤴ wird in der grenzüberschreitenden Region vereinzelt nachgewiesen.

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Warum die Sächsische Schweiz besuchen?

Ob Wandern auf dem Malerweg⤴, Klettern an zugelassenen Sandsteinfelsen oder ruhige Naturbeobachtungen: Die Region bietet vielfältige Erlebnisse. Damit ihre empfindlichen Lebensräume erhalten bleiben, gilt im gesamten Nationalpark Wegegebot. In der Kernzone darfst du ausschließlich markierte oder mit Wegweisern gekennzeichnete Wege benutzen.

Panorama vom Elbsandsteingebirge mit grünen Wäldern, Dorf und Felsformationen bei Sonne.
Karte vom Nationalpark Sächsische Schweiz | Elbsandsteingebirge

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL · Gestaltung: Vagabundo.online, Wichtig: Die Grafik ist eine touristische Übersichtskarte, keine navigationsgenaue Wanderkarte. Für konkrete Touren GPS bzw. eine aktuelle Wanderkarte verwenden.

Wandern und Genuss im Nationalpark Sächsische Schweiz 2026

Highlights 2026: Wandern, Natur & Kultur im Elbsandsteingebirge

Mit zertifizierten Nationalparkführern entdeckst du besondere Aussichtspunkte, regionale Geschichten und die Pflanzenwelt der Sächsischen Schweiz. Diese Angebote ergänzen deine Wanderplanung um fachkundige Begleitung.

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Geführte Entdeckertouren: 3. April bis 1. November 2026

  • Schrammsteine für Spätaufsteher >: Durch Schluchten und hinauf zu aussichtsreichen Felsriffen führt diese etwa vier- bis fünfstündige Wanderung.

  • Felsenwelt im Abendlicht >: Die rund dreistündige Tour ab Rathen verbindet Abendstimmung mit Ausblicken auf Lilienstein, Königstein und Elbtal.

  • Kräuterexkursion bei Hinterhermsdorf: Von Mai bis Oktober lernst du bei ausgewählten Führungen Wildkräuter, Heilpflanzen und ihre traditionelle Verwendung kennen.

Die kostenpflichtigen Touren erfordern eine verbindliche Anmeldung bis zum Vortag direkt beim jeweiligen Nationalparkführer.

Kulturtipp Rathen: Der Kurort bietet auch Anknüpfungspunkte für eine literarische Spurensuche rund um Literaturnobelpreisträger Karl Gjellerup.

Bekannte Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz

  • Basteibrücke: Sandsteinbögen und weite Ausblicke machen sie zum Wahrzeichen der Region. Die benachbarte Basteiaussicht erhielt 2023 eine neue Aussichtsplattform. Für besondere Lichtstimmungen lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen.

  • Festung Königstein: Eine der größten Bergfestungen Europas thront rund 240 Meter über der Elbe. Historische Gebäude, Ausstellungen und der weitläufige Wallgang verbinden Geschichte mit eindrucksvollen Panoramablicken.

  • Kirnitzschtalbahn: Die historische Straßenbahn fährt von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall. Die Endstation eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen am Malerweg.

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Schmilka: Bio-Genuss an der Elbe

Im Grenzort verbinden sich traditionelles Handwerk und Bio-Gastronomie:

  • Bio-Mühlenbäckerei: Frisches Holzofenbrot, Brötchen und Kuchen aus handwerklicher Herstellung. Führungen geben Einblicke in die historische Mühle; aktuelle Termine und Teilnahmebedingungen beim Anbieter prüfen.

  • Braumanufaktur: Ungefilterte Bio-Biere aus eigener Herstellung kannst du im Biergarten des historischen Mühlenhofs genießen.

  • Bio-Hotel Helvetia: Direkt an der Elbe gelegen, verbindet das Hotel Übernachtungen mit Bio-Küche im Restaurant StrandGut und einer Terrasse mit Flussblick.

Passendes Produkt: deuter AC Lite 24 ⤴ – Wanderrucksack mit 24 Litern Volumen, belüftetem Rückensystem und Regenhülle für deine Tagesausflüge.

Infografik: Highlights im Nationalpark Sächsische Schweiz
Nebel im Nationalpark Sächsische Schweiz Elbsandsteingebirge
Praktische Tipps für den Nationalpark Sächsische Schweiz

Praktische Tipps für deinen Besuch

 

Übernachten

Pensionen und Ferienwohnungen in Hinterhermsdorf bieten Ausgangspunkte für deine Wanderungen. Der Ort trägt seit 2009 als erste Gemeinde der Sächsischen Schweiz den Titel „Nationalparkgemeinde“.

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Anreise

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ab Dresden bringt dich die S1 nach Kurort Rathen oder Bad Schandau. Für den Basteiaufstieg ab Rathen setzt du mit der separat zu bezahlenden Fähre über die Elbe.

  • Mit dem Auto: Nutze ausgewiesene Parkplätze, für die Bastei beispielsweise den P+R-Parkplatz an der Zufahrt bei Rathewalde.

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Ausrüstung

Griffige Wanderschuhe, Regenjacke, ausreichend Trinkwasser und eine kleine Verpflegung gehören ins Gepäck. Lade digitale Karten vorab zur Offline-Nutzung herunter.

Eine wetterfeste Papierkarte wie die KOMPASS Wanderkarte 761 „Elbsandsteingebirge“ ⤴ im Maßstab 1:25.000 ergänzt die Orientierung auf dem Smartphone – ganz ohne Akku.

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Fazit: Wo Steinpoesie auf Wildnis trifft

Die Sächsische Schweiz verbindet eindrucksvolle Felslandschaften mit Waldwegen, regionaler Kultur und weiten Elbblicken. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt ihren Reiz auch jenseits der bekanntesten Aussichtspunkte.

Genieße die Landschaft mit offenen Augen und respektiere ihre empfindlichen Lebensräume. Eine durchdachte Tourenplanung und rücksichtsvolles Verhalten helfen dabei, Naturerlebnis und Naturschutz miteinander zu verbinden.

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Weiterführende Informationen

Stand dieses Abschnitts: 20. Oktober 2026. Prüfe Wegesperrungen, Wetter und Verkehrsverbindungen vor deiner Tour erneut.

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Aufstieg, Aussicht & Tipps für die perfekte Tour im Elbsandsteingebirge.
🏞 Hier geht’s zur Wanderung Lillienstein

Grüne Felsenschlucht mit Fluss und Bäumen im Nationalpark Sächsische Schweiz.

Kirnitzschtal

Flyer zum Nationalpark Sächsische Schweiz | Elbsandsteingebirge

Felsenwege & Zeitreise: Naturwunder Sächsische Schweiz

In der Sächsischen Schweiz treffen eindrucksvolle Landschaften auf bewegte Geschichte. Wer zu den Schrammsteinen aufsteigt, erlebt steile Pfade, Eisenleitern und weite Ausblicke. Andernorts erzählen ehemalige Felsenburgen und historische Zufluchtsorte davon, wie eng Menschen mit dieser Landschaft verbunden waren.

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Zwischen Tafelbergen, Schluchten und Felsentoren

  • Tafelberge & Täler: Höhenunterschiede von bis zu 450 Metern sorgen im Elbsandsteingebirge für markante Landschaftswechsel und abwechslungsreiche Wanderungen.

  • Schwedenlöcher & Kuhstall: Während die Schwedenlöcher durch eine enge Felsschlucht führen, beeindruckt der Kuhstall am Neuen Wildenstein als mächtiges natürliches Sandsteintor.

  • Pflanzen am Fels: Birken und andere genügsame Gehölze finden selbst in schmalen Felsspalten Halt und prägen die kargen Standorte.

Ein Stück Geschichte unterwegs: Im Dreißigjährigen Krieg sollen Bauern ihr Vieh im Kuhstall verborgen haben. Später begeisterte das Felsentor auch den Landschaftsmaler Caspar David Friedrich.

Geschichte zum Anfassen: Burgen, Festungen & Zufluchtsorte

Zwischen Sandsteintürmen und tiefen Schluchten entdeckst du Spuren einer bewegten Vergangenheit:

  • Königstein & Hohnstein: Aus der mittelalterlichen Burg Königstein entstand ab 1589 eine mächtige Landesfestung. Burg Hohnstein diente dem Schutz von Handelsstraßen und der Grenze zur Mark Meißen.

  • Die Schwedenlöcher: Die schwer zugängliche Felsschlucht bot der Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges Zuflucht. Hinter den heutigen Wanderwegen steckt damit auch eine Geschichte von Flucht und Überleben.

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Kultur & Kunst: Unterwegs auf den Spuren der Romantik

Die Landschaft des Elbsandsteingebirges inspirierte Künstler über Generationen – und lädt bis heute dazu ein, genauer hinzuschauen.

  • Der Malerweg⤴: Adrian Zingg hielt die Region im 18. Jahrhundert in Zeichnungen und Druckgrafiken fest. Im 19. Jahrhundert schuf Caspar David Friedrich seine berühmten Landschaftsbilder. Der heutige Wanderweg verbindet zahlreiche ihrer Motivorte.

  • Basteibrücke: Die steinerne Brücke von 1851 erzählt von der frühen touristischen Erschließung der Felsenwelt.

  • Bergsteigertradition⤴: Der 1911 gegründete Sächsische Bergsteigerbund prägt die regionale Kletterkultur. Wichtige Grundlagen ihrer besonderen Regeln formulierte Rudolf Fehrmann 1913.

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Aufstieg, Aussicht & Tipps für die perfekte Tour am Pfaffenstein.
🏞 Hier geht’s zu Vagabundo am Pfaffenstein➜

Flyer: Geschichte und Kultur im Nationalpark Sächsische Schweiz
Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz | Elbsandsteingebirge

Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz

Von der entspannten Talwanderung bis zur anspruchsvollen Stiegentour: Wähle deine Route passend zu Kondition, Erfahrung und Wetter. Besonders bei Touren mit Leitern und schmalen Felstritten lohnt sich ein genauer Blick auf die Wegbeschreibung.

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Das Wichtigste für deine Wanderung

  • Wegenetz: Über 400 Kilometer Wanderwege erschließen den Nationalpark.

  • Orientierung: Wegweiser sowie farbige Punkte und Striche helfen dir, der geplanten Route zu folgen.

  • Bergpfade: Ein grünes Dreieck auf grauem Grund kennzeichnet häufig anspruchsvollere Wege, die Trittsicherheit erfordern.

  • Kletterzustiege: Schwarze Dreiecke auf weißem Grund markieren Zugänge zu Kletterfelsen – keine regulären Wanderwege.

  • Zeitplanung: Treppen, Leitern und Höhenunterschiede können auch kurze Strecken zeitaufwendig machen.

Für Wasser, Proviant und Regenjacke bietet beispielsweise der deuter Trail 24 ⤴ mit 24 Litern Stauraum Platz. Eine abnehmbare Regenhülle gehört zur Ausstattung.

Die schönsten Wandertouren in der Sächsischen Schweiz

 

Der Malerweg ➜ – 116 Kilometer in acht Etappen

Der Fernwanderweg verbindet bekannte Felsreviere mit abwechslungsreichen Tal- und Höhenwegen.
Höhepunkte: Basteibrücke, Schrammsteine, Großer Winterberg und Brand-Aussicht.
Gut für: Eine mehrtägige Wanderreise oder ausgewählte Tagesetappen.

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Schrammsteine – unterwegs auf dem Gratweg

Hier gehören steile Stiegen, Leitern und schmale Felspassagen zum Wandererlebnis.
Anspruch: Je nach Route mittel bis anspruchsvoll; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

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Bastei und Schwedenlöcher – die klassische Rundtour

Start: Kurort Rathen
Gehzeit: Je nach Variante etwa zwei bis drei Stunden, zuzüglich Pausen.
Die Runde verbindet Basteibrücke, Schwedenlöcher und Amselgrund. Zahlreiche Treppen machen sie anstrengender, als die kurze Strecke vermuten lässt.

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Kuhstall & Lichtenhainer Wasserfall

Vom Lichtenhainer Wasserfall wanderst du bergauf zum Felsentor Kuhstall.
Für Familien: Mit wandererfahrenen, trittsicheren Kindern geeignet. Die enge, steile Himmelsleiter ist eine zusätzliche Herausforderung.

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Großer Winterberg – Aufstieg ab Schmilka

Der zweithöchste Berg der Sächsischen Schweiz verlangt beim direkten Aufstieg eine gute Kondition.
Charakter: Waldreiche Bergwanderung mit stellenweise steilen Abschnitten – passend für alle, die gern Höhenmeter sammeln.

Flyer zu den besten Abenteuertouren im Elbsandsteingebirge.
Infografik Natur Hautnah im Nationalpark Sächsische Schweiz

Natur hautnah: Uhu & Schwarzstorch

Auch der Uhu⤴ und der scheue Schwarzstorch⤴ finden im Nationalpark Sächsische Schweiz wertvolle Lebensräume. Begegnungen bleiben besondere Glücksmomente: Beobachte die Tiere mit Abstand und respektiere ihre Rückzugsorte.

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Orientierung vor Ort

Im Nationalpark Zentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau erhältst du Wandervorschläge und Hinweise zu möglichen Wegeinschränkungen. Die interaktive Ausstellung vermittelt außerdem spannende Einblicke in Natur und Landschaft der Region.

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Gute Ausgangsorte für deinen Wanderurlaub

  • Bad Schandau: Praktisch für abwechslungsreiche Touren mit Bahn, Bus und Kirnitzschtalbahn.

  • Kurort Rathen: Gut gelegen für Wanderungen zur Bastei und durch die Schwedenlöcher.

  • Schmilka: Ausgangspunkt für den Großen Winterberg und längere Touren in der Hinteren Sächsischen Schweiz.

  • Hohnstein: Passend für Wanderungen ins Polenztal und zur Brand-Aussicht.

Wegweisung & Markierung in der Sächsischen Schweiz

Die grünen Wegweiser zeigen dir Ziele in Weiß und besondere Wegnamen in Gelb. Entfernungen werden als Gehzeiten in Stunden angegeben. Berücksichtige zusätzlich dein Wandertempo sowie Pausen und Fotostopps.

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Farbige Wanderwegmarkierungen

Punkte und Striche kennzeichnen die Bedeutung der Wanderwege:

  • Blau: überregionale Wanderwege

  • Rot: regionale Wanderwege

  • Grün & Gelb: örtliche Wanderwege

Diese Farben geben keinen Schwierigkeitsgrad an.

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Weitere wichtige Wegezeichen

  • Schwarzer Pfeil beziehungsweise schwarzes Dreieck auf weißem Grund: Kennzeichnet einen Kletterzustieg. Diese Zugänge führen zu Kletterfelsen und sind keine regulären Wanderwege.

  • Grünes Dreieck auf grauem Grund: Markiert einen Bergpfad, der anspruchsvoller sein kann und Trittsicherheit erfordert.

  • Schwarzes X auf weißem Grund: Hier ist der Weg gesperrt und darf nicht benutzt werden.

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Wer unterwegs mit einer Papierkarte arbeitet, kann sie mit einem Kartenkompass wie dem SILVA Ranger ⤴ ausrichten und die Richtung bestimmen – unabhängig vom Smartphone-Akku.

Sicher unterwegs im Nationalpark Sächsische Schweiz
Infografik zum Boofen im Nationalpark Sächsische Schweiz

Boofen in der Sächsischen Schweiz – kurz & kompakt

Boofen bezeichnet das traditionelle Übernachten ohne Zelt, häufig unter einem Felsüberhang. Es gehört zur Geschichte des sächsischen Klettersports und ist im Nationalpark an klare Voraussetzungen gebunden.

Im Nationalpark Sächsische Schweiz stehen 58 gekennzeichnete Boofen außerhalb der Kernzone zur Verfügung. Vom 16. Juni bis 31. Januar darfst du dort ausschließlich in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Felsklettern übernachten, sofern der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird. Vom 1. Februar bis 15. Juni ist das Freiübernachten vollständig untersagt. Diese saisonale Regelung gilt seit 2026 dauerhaft.

Feuer bleibt tabu: Auch Teelichter, Kerzen, Grillen, Campingkocher und Rauchen sind in den Boofen verboten. Verhalte dich leise und nimm sämtliche Abfälle wieder mit.

Im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz ist Biwakieren ohne Zelt grundsätzlich gestattet. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete wie der Pfaffenstein, in denen auch das Freiübernachten verboten ist.

Alternative am Forststeig: Ausgewiesene Biwakplätze ermöglichen während ihrer Öffnungszeiten das Zelten. Trekkinghütten bieten weitere Übernachtungsmöglichkeiten; daneben dürfen keine Zelte aufgestellt werden. Für die Nutzung der Hütten und Biwakplätze benötigst du ein Trekkingticket.

Entstehung des Elbsandsteingebirges – vom Meeresgrund zur Felsenlandschaft

Das Elbsandsteingebirge erstreckt sich beiderseits der Elbe zwischen Pirna in Sachsen und Děčín in Tschechien. Seine markanten Felsen erzählen eine Geschichte, die vor rund 100 Millionen Jahren in einem Meer begann.

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Wie der Sandstein entstand

Während der Kreidezeit lagerten sich über lange Zeiträume mächtige Sandschichten ab, die sich später zu Sandstein verfestigten. Örtlich erreichten die Ablagerungen mehrere Hundert Meter Mächtigkeit.

Nach dem Rückzug des Meeres veränderten Hebungen und Bruchbewegungen den Gesteinskörper. Entlang von Klüften und Schichtfugen konnten Wasser und Verwitterung besonders gut angreifen. Die Elbe und ihre Nebenflüsse schnitten Täler ein; widerstandsfähigere Felspartien blieben stehen.

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Die drei „Stockwerke“ der Landschaft

Bis heute lässt sich dieser Aufbau vielerorts erkennen:

  • Unten: das Elbtal und tief eingeschnittene Seitentäler.

  • Darüber: die sogenannten Ebenheiten – vergleichsweise flache Landschaftsbereiche.

  • Oben: Tafelberge und zerklüftete Felsreviere.

Einzelne Basaltkuppen erinnern zusätzlich an frühere vulkanische Aktivität. Wasser prägt die Landschaft dabei unterschiedlich: Manche kleineren Täler führen nur zeitweise einen Bach, während andere Schluchten dauerhaft feucht bleiben.

Infografik zum Nationalpark Sächsische Schweiz | Elbsandsteingebirge
Tour vom Gelobtbach zum Zirkelstein
Wanderung im Nationalpark Sächsische Schweiz: Gelobtbach bis Zirkelstein.

Vom Gelobtbach zum Zirkelstein – Bachschlucht trifft Gipfelblick

Diese Wanderung in der Sächsischen Schweiz verbindet das waldreiche Gelobtbachtal mit einem markanten Aussichtsfelsen bei Schöna. Zum Naturerlebnis gehören auch steile Abschnitte – Trittsicherheit und eine passende Routenplanung sind deshalb wichtig.

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Die Highlights der Tour

  • Gelobtbachtal: Der Bach und sein Wasserfall prägen den bewaldeten Talabschnitt an der deutsch-tschechischen Grenze. Besonders bei Nässe verlangen die steilen Zugänge Aufmerksamkeit.

  • Zirkelstein: Der kleinste Tafelberg der Sächsischen Schweiz bietet eine weite Rundsicht. Zum Gipfel gelangst du über Treppen und Eisenleitern.

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Kurzinfos für deine Planung

  • Tourgebiet: Gelobtbachtal und Umgebung von Schöna.

  • Aussichtsziel: Zirkelstein.

  • Anspruch: Je nach Streckenverlauf anspruchsvollere Pfade und ein steiler Gipfelaufstieg.

  • Mit Kindern: Nur bei geeigneter Routenwahl und entsprechender Wandererfahrung.

  • Start und Rückweg: Vorab anhand einer konkreten Tourenbeschreibung festlegen; der Gelobtbach allein bezeichnet keinen eindeutigen Ausgangspunkt.

Natur am Wanderweg zum Zirkelstein

Auf den Waldabschnitten lohnt es sich, zwischendurch innezuhalten: Vogelstimmen, wechselndes Licht zwischen den Bäumen und kleine Entdeckungen am Wegesrand gehören ebenso zur Wanderung wie der Gipfelblick.

Je nach Jahreszeit verändert sich die Atmosphäre – vom frischen Frühlingsgrün bis zum bunten Herbstlaub. Wildtierbeobachtungen bleiben Glückssache. Solltest du unterwegs Rehe➜ oder andere Waldbewohner entdecken, beobachte sie ruhig aus der Entfernung und lasse ihnen Raum zum Zurückziehen.

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Infografik zum Zirkelstein Wanderweg im Nationalpark Sächsische Schweiz
Zirkelstein im Nationalpark Sächsische Schweiz mit Sage

Zirkelstein – ein Felsen mit Geschichte

Bereits 1592 wurde der Zirkelstein als „Circkelstein“ erwähnt. Der markante Felsen bei Schöna ist damit seit Jahrhunderten namentlich dokumentiert.

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Die Sage von Rübezahls verlorenen Zähnen

Eine regionale Sage erzählt, dass der Berggeist Rübezahl im Elbsandsteingebirge gegen den Großen Zschirnstein stieß und beim anschließenden Sturz zwei Zähne verlor. Diese sollen als Zirkelstein und Kaiserkrone bei Schöna liegen geblieben sein.

Die Erzählung findet sich bereits in Johann Georg Theodor Grässes „Sagenschatz des Königreichs Sachsen“ von 1874 – ein kleiner Einblick in die Sagenwelt hinter den bekannten Wanderzielen.

Nebel über dem Nationalpark Sächsische Schweiz Elbsandsteingebirge
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