Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord - Wo Wälder rauschen und Traditionen atmen
- Vagabundo
- 4. Sept. 2023
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. März
Mit 4.200 km² ist der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord Deutschlands größtes Naturpark-Gebiet – eine Symphonie aus dichten Tannenwäldern, blühenden Bergwiesen und tiefen Tälern, die sich über sieben Landkreise und 114 Gemeinden erstreckt. Seit 25 Jahren (Jubiläum 2025!) verbindet er Naturschutz, nachhaltigen Tourismus und lebendige Kultur.

Der Turm selbst ragt über 30 Meter in den Himmel und wirkt, als hätte man eine alte Burgruine wieder zusammengesetzt. Von oben öffnet sich ein Panorama, das zu den stärksten im Schwarzwald gehört: Rheintal, Vogesen, die sanften Wellen der Schwarzwaldberge – ein Blick, der sich mit jedem Schritt um die Plattform verändert und nie langweilig wird.
Auch wenn der Turm aktuell wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, bleibt er ein markanter Fixpunkt jeder Tour auf der Hornisgrinde. Die Grinde‑Hütte direkt daneben sorgt für warme Suppe, kaltes Bier und kurze Pausen, bevor es weitergeht – vielleicht hinunter zum sagenumwobenen Mummelsee, vielleicht weiter auf dem Westweg, vielleicht einfach nur ein paar Schritte über die offenen Moorflächen, die im Abendlicht glühen.
Für Wanderer, Fotografen und Schwarzwald‑Fans ist der Hornisgrinde‑Aussichtsturm ein Pflichtstopp – ein Ort, der Orientierung bietet und gleichzeitig zeigt, wie wild und weit der Nordschwarzwald wirklich ist.
Kerndaten zum Hornisgrinde‑Aussichtsturm
Standort: Gipfelplateau der Hornisgrinde, 1.164 m ü. NN – höchster Berg des Nordschwarzwalds.
Turmhöhe: über 30 m.
Baujahr / Einweihung: 1910, Grundsteinlegung zuvor „in aller Stille“.
Historischer Anlass: Der Schwarzwaldverein wollte nach Fertigstellung des Westwegs (1900) einen markanten Aussichtspunkt schaffen.
Aussicht: Schwarzwaldkämme, Rheintal, Vogesen – an klaren Tagen ein 180°‑Panorama, das wie gemalt wirkt.
Status: Derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
Preis: 1 € pro Person (wenn geöffnet).
Umfeld: Direkt daneben die Grinde‑Hütte (Bewirtung), Westweg‑Etappe, Mummelsee in unmittelbarer Nähe.
Landschaftswunder: Von Mooren, Schluchten und Baumkronen
Wildseemoor: Deutschlands größter Moorkolk im Herzen des Kaltenbronn – ein mystisches Hochmoor mit knorrigen Spirken und schwarzen Wasserseen. Der 5,5 km lange Holzsteg führt durch eine urzeitliche Landschaft, wo Wollgras im Wind tanzt.
Baumwipfelpfad Sommerberg: Auf 1,25 km Länge schlängelt sich der Pfad bis zu 20 m hoch durch Buchen und Tannen. Der 40 m hohe Aussichtsturm bietet Blick bis zu den Vogesen! Tipp: Bei Nebel wirken die schwebenden Hängebrücken wie ein Märchenpfad.
Teufelsmühlen-Schlucht: Bei Bad Teinach stürzt der Würzbach über moosbedeckte Granitstufen. Der Premiumwanderweg "Teinacher" (11,9 km) führt durch diese enge Klamm – Trittsicherheit erforderlich!

Top-Aktivitäten: Wandern, Trekking & Radabenteuer
Wandern für jeden Typ
AugenBlick-Runden: 14 Panorama-Rundwege mit markanten Aussichtspunkten (Tisch + Panoramatafel). Highlight: Engelsberg-Runde (Bühlertal) – 5,1 km durch Streuobstwiesen mit Blick auf die Hornisgrinde.
GeoTouren: Zeitreisen durch die Erdgeschichte! Die Tour "Wo aus Wasser Steine werden" (Calw) enthüllt 300 Mio. Jahre alte Sandsteinformationen.
ALBTAL.Abenteuer.Track: Deutschlands erste Crosswander-Route (46,8 km) mit Kletterpassagen und Flussdurchquerungen – für Abenteurer.
Vom richtigen Rucksack bis zu wetterfester Kleidung – der Wanderausrüstungs Guide hilft dir bei der perfekten Vorbereitung deiner Tour.
Trekking & Radeln
Trekking-Camps: 18 waldintegrierte Zeltplätze (z.B. "Späneplatz" in Gengenbach). Buchbar via Online-Plattform – nur Tagesverpflegung mitnehmen (Wasserquellen vor Ort!).
Naturpark-Radweg: 280 km rund um den Park! Etappe Freudenstadt–Hausen führt zur Großvatertanne (300-jähriger Riese) und ins Brauereidorf Alpirsbach.
Mountainbike-Paradies: 5.500 km markierte Trails – vom Flowtrail Baiersbronn bis zum anspruchsvollen "Gipfelsturm" bei Baden-Baden
Der Fahrradwelt Guide – Technik, Abenteuer und Freiheit auf zwei Rädern nimmt dich mit in die Welt des Radfahrens und zeigt dir, wie vielseitig das Fahrrad sein kann.
Kulinarik: Von Naturpark-Wirten und Wildspezialitäten

Konzept | Highlights | Tipp |
Naturpark-Wirte | 50 Gastronomen kochen mit ≥6 regionalen Gerichten (Zutaten aus dem Park!). Menü: Wildschweinrücken mit Haselnuss-Pesto (Gasthaus Zur Eiche, Hausach). | "Schmeck den Schwarzwald!"-Menü buchen |
Naturpark-Märkte | 20 Märkte von Mai–Okt. Nächstes Highlight: Jubiläumsmarkt in Bad Teinach-Zavelstein (6. Juli 2025) mit Honig, Räucherfisch und Holzspielzeug. | Probier "Wilde Sau"-Salami vom Schwarzwaldwild! |
Straußwirtschaften | Ausgezeichnete Weingüter wie s’Wilde Weingut (Sasbachwalden) – Riesling von Steillagen mit Käseplatte vom Heumilchhof. | Reservieren! Nur saisonal geöffnet. |
Nachhaltigkeit & Bildung: Vom Kindergarten bis zum Klimaschutz
Naturpark-Kindergärten: 16 Einrichtungen wie der Deutsch-Französische Naturkindergarten (Baden-Baden). Kinder retten Kröten, pflanzen Wildblumen und backen in Holzöfen.
Naturpark-Schulen: Projekt "Vom Baum zum Brett" in Kaisersbach: Schüler fällen Bäume, sägen Bretter und bauen Nistkästen.
Artenschutz: Freiwillige pflegen Wildblumenwiesen in Lautenbach (Projekt "Ehrensache Natur") – Lebensraum für Schmetterlinge und Heuschrecken.
Klimaprojekte: Initiative "Klimafit" fördert CO₂-Reduktion in Betrieben – unterstützt vom Land BW.

Der vom Schwarzwaldverein betriebene Turm wurde 1952 auf 16,2 Meter erhöht und ist heute Teil eines kleinen Ensembles aus Wanderheim, Höhengasthaus und Drachenflugstartplatz. Wer hier oben steht, spürt die Mischung aus Romantik, Sage und Naturkraft – und versteht, warum die Teufelsmühle zu den beliebtesten Zielen im Nordschwarzwald gehört.
Kerndaten zur Teufelsmühle
Lage: Hausberg von Loffenau, zwischen Alb- und Murgtal
Höhe: 908 m ü. NN
Aussichtsturm:
Baujahr: 1910 (nach Brand einer Schutzhütte 1909)
Material: Buntsandstein
Höhe: Ursprünglich 10 m, seit 1952 16,2 m
Betreiber: Schwarzwaldverein Bad Herrenalb
Wanderheim: Anbau von 1958, heute Selbstversorgerhaus mit 21 Schlafplätzen
Panorama: Vogesen, Pfälzerwald, Rheinebene, Nordschwarzwald
Besonderheiten: Drachenflugstartplatz, Höhengasthaus, Heidelbeer- und Pilzgebiete
Praktische Tipps für deinen Besuch
Anreise:
ÖPNV: Karlsruhe/Baden-Baden Hbf → Regionalbahnen zu Wanderparkplätzen (z.B. Kaltenbronn).
Auto: A5 bis Ausfahrt Bühl, dann B500 ins Zentrum.
Zentrale Infostelle: Naturpark-Zentrum in Bühlertal (Marktplatz):
Geöffnet Mo–Fr 10–17 Uhr, Sa 10–14 Uhr – kostenlose Karten und Trekking-Lizenzen.
Ausrüstung:
Regenfeste Kleidung (Mikroklima in Tälern!).
Offline-Karten (App Komoot oder "WanderWalter") – Mobilfunklücken häufig!.
Nachhaltig reisen:
bwegtPlus-Rabatt: 10 % im Shop bei Vorlage eines Bahntickets.
Regeln: Keine Drohnen in Mooren (Vogelschutz!), Camps nur mit Buchungsbestätigung nutzen.

Geheimtipps abseits der Touristenströme
Hohlohturm: Bei klarer Sicht reicht der Blick vom 880 m-Turm bis zu den Alpen – Sonnenaufgang mit Frühstückspicknick!
Flößerpfad im Kinzigtal: Folgt historischen Holztransportrouten – mit rekonstruiertem Floß bei Schiltach.
Besucherbergwerk "Segen Gottes": Silberstollen aus dem 13. Jh. in Haslach – Helm auf, Lampe an!.
Fazit: Warum dieser Naturpark verzaubert
Der Schwarzwald Mitte/Nord ist kein Museum der Natur – er ist ein lebendiges Ökosystem, wo Ranger, Kinder, Winzer und Wanderer gemeinsam die Landschaft gestalten. Wenn du morgens über das Wildseemoor wanderst, mittags bei einem Naturpark-Wirt in Wildschweinragout schwelgst und abends im Trekking-Camp unter Sternenhimmel einschläfst, spürst du diese Symbiose aus Urkraft und Menschlichkeit.
„Hier misst man Schönheit nicht in Höhenmetern, sondern in moosbedeckten Sekunden und gastlichen Begegnungen.“
🔗 Nützliche Links:
Offizielle Website (Trekking-Buchung, Markttermine)
Naturpark-Blog (Insidertipps)
GPX-Tracks: AugenBlick-Runden | ALBTAL.Abenteuer.Track
*Alle Infos basieren auf aktuellen Daten (Juli 2025) – bei Schluchten-Wanderungen bitte Sturzwarnungen prüfen!

Mit 800 Metern Umfang, 18 Metern Tiefe und einem glasklaren Spiegel ist der Mummelsee ein Paradebeispiel für Schwarzwald‑Romantik. Die Lage an der Schwarzwaldhochstraße macht ihn leicht erreichbar – und doch wirkt er wie ein abgeschiedener Ort aus einer anderen Zeit.
Ob als Startpunkt für eine Hornisgrinde‑Tour, als Ziel für einen Familienausflug oder als mystischer Zwischenstopp auf dem Westweg: Der Mummelsee bleibt ein Fixpunkt für alle, die den Schwarzwald nicht nur sehen, sondern spüren wollen.
Kerndaten zum Mummelsee
Merkmal | Wert |
Lage | Schwarzwaldhochstraße, bei Seebach |
Höhe | 1.036 m ü. NN |
Fläche | 3,7 ha |
Tiefe | max. 18 m |
Umfang | ca. 800 m |
Typ | Karsee (glazial geformt) |
Zugang | Direkt an der B500, barrierefrei |
Besonderheiten | Sagen um Seefräulein („Mümmlein“), Bootsverleih, Kunstpfad, Hotel, Gastronomie |
Trekking-Camps im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Grundkonzept
Einfache Waldcamps: Nur zu Fuß erreichbare Plätze mit 3 Zeltstellflächen, Feuerstelle und Trockentoilette. Keine Wasserversorgung – Verpflegung und Wasser müssen selbst mitgebracht werden, Müll muss mitgenommen werden.
Saison: Mai bis Oktober (buchbar von 1. Mai bis 31. Oktober).
Kosten: 15 € pro Zelt/Nacht (max. 3 Personen).
Der Trekking und Wandern-Guide hilft dir bei der Vorbereitung deiner Outdoor-Abenteuer – egal ob Tageswanderung oder mehrtägige Trekkingtour.
Standorte & Ausstattung
Aktuelle Camps: 8 Standorte im Nordschwarzwald (z. B. Erdbeerloch, Grimbach, Späneplatz, Schnaitberg Eck) zwischen Baden-Baden, Loßburg und Freudenstadt.
Neue Camps 2026: Zwei zusätzliche Camps bei Forbach (Landkreis Rastatt) und Dobel (Landkreis Calw).
Vernetzung: Camps liegen entlang Fernwanderwegen (z. B. Westweg, Murgleiter) und sind in Tagesetappen verbindbar.
Buchung & Regeln
Online-Buchung: Exklusiv über trekking-schwarzwald.de. Die Plattform öffnet jährlich Mitte März – frühe Buchung empfohlen, besonders für Wochenenden/Ferien.
"Letzte Meile": Nach Buchung wird eine detaillierte Wegbeschreibung zum Camp per E-Mail versendet. Die Standorte sind nicht öffentlich ausgeschildert.
Maximalaufenthalt: 1 Nacht/Camp.
Strikte Regeln:
Kein Feuer bei Waldbrandgefahr (aktuelle Warnungen unter DWD).
Respekt für Wildtiere und Natur – Ranger kontrollieren und verhängen bei Verstößen Bußgelder.

Trekking & Wandern im Nordschwarzwald: Planung & Buchung
Die besten Routen zu den Camps
Verknüpfen Sie Ihr Trekking-Abenteuer mit den preisgekrönten Fernwanderwegen der Region:
Murgleiter: 110 km Premium-Wandern durch das Murgtal.
Baiersbronner Seensteig: 91 km Natur pur in 5 Etappen.
Camp-Hopping: Planen Sie die ca. 20 km lange Verbindung zwischen dem Camp Erdbeerloch und dem neuen Camp Späneplatz.
Anreise mit dem ÖPNV
Schonen Sie die Umwelt und nutzen Sie die hervorragende Bahnanbindung. Starten Sie Ihre Tour direkt ab den Bahnhöfen:
Baden-Baden (Einstieg Richtung Camp Grimbach)
Freudenstadt & Baiersbronn (Einstieg Richtung Seensteig & Murgleiter)
Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn
Wichtige Fakten für Ihr Outdoor-Erlebnis
Ausrüstung: Denken Sie an ein leichtes Zelt, ausreichend Trinkwasser (min. 2–3 Liter) und wetterfeste Kleidung.
Zum großen Guide „Wanderausrüstung“
Sicherheit: Bei hoher Waldbrandgefahr ist offenes Feuer streng untersagt – setzen Sie auf „kalte Küche“.
Buchungs-Check: Mit über 3.600 Buchungen pro Saison sind die Plätze schnell belegt. Reservieren Sie rechtzeitig!
Top-Camps im Überblick
Camp-Name | Besonderheit | Route / Anbindung |
Erdbeerloch | Ranger-Betreuung | Westweg / Murgleiter |
Späneplatz | Neu seit 2023, inkl. Holzhütte | Kinzigtäler Jakobusweg |
Grimbach | Idyllische Lage | Rundweg Baden-Baden |
Jetzt Abenteuer buchen
Alle Karten, exakte GPS-Koordinaten (nach Buchung) und die Online-Reservierung finden Sie hier:
Kontakt für Rückfragen:
E-Mail: kontakt@trekking-schwarzwald.de
Telefon: +49 7676 9336-78



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