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Abenteuer - Dölauer Heide

Aktualisiert: vor 12 Stunden


Dölauer-Heide, Kolkturm




Die Dölauer Heide ist etwa 740 Hektar, eingebettet im Nordwesten von Halle/Saale, von den Stadtteilen Dölau, Heide-Nord, Heide-Süd, Kröllwitz, Nietleben und der Gemeinde Lieskau. Seit 1929 ist die Dölauer Heide im Besitz der Stadt Halle/Saale.




Die Geschichte der Dölauer Heide


Historische Postkarte


Zeitreise in der Dölauer Heide: Von der Steinzeit bis heute


Die Dölauer Heide bei Halle (Saale) ist mehr als nur ein Wald – sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch. Als Teil des östlichen Harzvorlands bietet das Naherholungsgebiet ein ideales Klima für Outdoor-Aktivitäten: Mit nur 466 mm Jahresniederschlag und angenehm kühlen Waldtemperaturen im Sommer ist die Heide perfekt für Wanderungen und Radtouren.


5.000 Jahre Geschichte: Steinzeit & Salz

Bereits vor Jahrtausenden siedelte hier die Baalberger Kultur. Auf der Bischofswiese und dem Langen Berg zeugen prähistorische Befestigungen und Grabhügel von der frühen Besiedlung. Besonders faszinierend: In der Heide befinden sich die ältesten Zeugnisse der Salzgewinnung in Mitteleuropa.


Mittelalterliche Sagen und Bergbau

Im Mittelalter war die Heide begehrtes Jagdrevier des Erzbistums Magdeburg. Sagen berichten noch heute von vergrabenen Schätzen auf der Bischofswiese. Später hinterließ der Braunkohle- und Steinkohlebergbau (z. B. Grube „Humboldt“) tiefe Spuren in der Landschaft. Relikte wie der Bergmannssteig erinnern an die Zeit, als Dölau zum Bergarbeiterdorf aufstieg.


Dölau: Ein Ort voller Abenteuer

Die Geschichte des angrenzenden Stadtteils Dölau ist geprägt von Zerstörung und Wiederaufbau:

  • Schwedenschanze: Ein Überbleibsel aus dem Dreißigjährigen Krieg.

  • St. Nikolaus et Antonius: Die Kirche mit ihrer spannenden Geschichte und den einst gestohlenen Glocken.

  • Alte Amtsschenke: Die älteste Gastwirtschaft des Ortes lädt bis heute zur Einkehr ein.


Natur trifft Kunst

Seit 1932 führt ein Naturlehrpfad durch das Gebiet. Entlang der Wege begegnen Wanderer heute modernen Holzskulpturen wie dem „Waldkater“ oder der „Heideprinzessin“, die alte Legenden zum Leben erwecken.

Fazit: Ob Archäologie-Fan, Sportler oder Familienausflug – eine Fahrrad-Wandertour durch die Dölauer Heide ist eine faszinierende Zeitreise durch die mitteldeutsche Geschichte.






Übersichtskarte der Dölauer-Heide
Übersichtskarte der Dölauer-Heide

Dölauer Heide: Abenteuer & Geschichte im grünen Herzen von Halle


Die Dölauer Heide ist weit mehr als ein Erholungswald. Sie ist ein historisches Juwel im Saale-Tal, das von der Steinzeit über das Mittelalter bis zur industriellen Moderne reicht. Heute ist das Gebiet ein Hotspot für Outdoor-Aktivitäten, Wandern und Geschichts-Abenteuer.


Mittelalter: Jagdrevier der Erzbischöfe

Seit 1145 unterstand die Heide dem Erzbistum Magdeburg. Einst durchstreiften sogar Wölfe das Gebiet – woran die Wolfsschlucht bis heute erinnert.

  • Jagdschloss & Tierpark: 1598 ließ Administrator Christian Friedrich ein Jagdschlösschen errichten und die Bischofswiese aufforsten.

  • Zufluchtsort im Krieg: Während des Dreißigjährigen Krieges boten die dichten Wälder Schutz vor der Pest und marodierenden Truppen.


Archäologie: Die Wiege der Salzgewinnung

Wanderer, die den Sandbergweg Richtung Bischofswiese nutzen, betreten prähistorischen Boden. Auf ca. 50 Hektar erstreckt sich hier eine der größten befestigten Siedlungen der Jungsteinzeit in Mitteldeutschland.

  • Baalberger Kultur: Vor über 5.000 Jahren errichteten Siedler hier Palisaden und Häuser.

  • Das weiße Gold: Archäologische Funde belegen, dass in der Region bereits um 2.500 v.u.Z. Salz gewonnen wurde – eine technische Meisterleistung der Frühzeit.


Erholung & Natur im Wandel der Zeit

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Heide zum beliebten Ausflugsziel der Hallenser. Treffpunkte wie die Fasanerie Nietleben oder Bahrdts Weinberg waren Zentren für Geselligkeit und frühe Fitness-Trends.

  • Natürlicher Luftfilter: Heute dienen die alten Kiefernbestände als grüne Lunge der Stadt Halle und filtern Schadstoffe aus der Luft.

  • Ökosystem im Blick: Trotz ihrer Widerstandskraft leiden die Bäume unter Schwermetallen und Trockenheit, was eine nachhaltige Forstwirtschaft unerlässlich macht.


Tipps für deine Outdoor-Tour

Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad – die Dölauer Heide bietet die perfekte Kulisse für eine Abenteuer-Tour.

  • Sehenswert: Die prähistorischen Grabhügel am Langen Berg und die geheimnisvolle Schwedenschanze.

  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk ist für die teils sandigen Wege des Sandbergwegs empfohlen.

Fazit: Die Dölauer Heide verbindet Überlebenskunst der Steinzeit mit moderner Naherholung. Ein Besuch ist wie eine Zeitreise durch die Natur- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands.




Knolls hütte historisches foto






Die Dölauer Heide: Ein Kompendium aus Geschichte, Natur und Mythos


Die Dölauer Heide bei Halle (Saale) ist weit mehr als ein 740 Hektar großes Waldgebiet. Sie ist ein Palimpsest der Geschichte, in dem jede Epoche ihre Spuren hinterlassen hat – von steinzeitlichen Megabauten über mittelalterliche Gerichte bis hin zum industriellen Bergbau.




Die Wiege der Zivilisation: Bischofswiese & Jungsteinzeit


Lange bevor die ägyptischen Pyramiden errichtet wurden, war das Hochplateau der Bischofswiese ein Machtzentrum.


  • Das steinzeitliche Fort: Vor 5.600 Jahren schuf die Baalberger Kultur hier eine gigantische Befestigung mit 7 km langen Gräben und Palisaden. Es ist eines der bedeutendsten Bodendenkmäler Mitteleuropas.


  • Das Salz-Erbe: Die Heide beherbergt die ältesten bekannten Salzsiedestätten der Region (ca. 2.500 v.u.Z.). Das "weiße Gold" war schon damals der Motor für Handel und Reichtum.


  • Kult und Bestattung: Zahlreiche Grabhügel und Steinkistengräber entlang des Sandbergwegs zeugen von der tiefen spirituellen Verbindung unserer Vorfahren mit diesem Ort.









Ritter, Mönche und Schweden: Das Mittelalter & die Frühe Neuzeit


Im Jahr 1145 ging die Heide in den Besitz der Magdeburger Erzbischöfe über, was ihr den Namen gab.


  • Das Femgericht: Unter der "Hohlen Heiligen Eiche" hielten Mönche einst das Heilige Gericht ab. Zwischen Mitternacht und ein Uhr wurde hier über Vergehen gegen die Heidepflege gerichtet. Heute erinnert ein hölzerner "Rasthut" an diesen Ort.


  • Die Schwedenschanze: 1636, mitten im Dreißigjährigen Krieg, verschanzten sich hier schwedische Truppen unter General Banér, um Halle zurückzuerobern. Die Erdwälle sind bis heute als schweigende Zeugen im Gelände erkennbar.


  • Sagen & Legenden: Ob der feuerspeiende Lindwurm bei Lieskau, der vom Ritter Georg bezwungen wurde, oder die Irrlichter über dem "Kolk", die einen vergrabenen Bischofsschatz bewachen – die Heide ist tief in der lokalen Folklore verwurzelt.




Die Bischofswiese im Winter ,schild mit schnee
Die Bischofswiese im Winter 2021



Schwarzes Gold und Arbeiterstolz: Die Ära des Bergbaus

Mit der Entdeckung der Braunkohle wandelte sich das Gesicht der Heide im 19. Jahrhundert radikal.


  • Der Bergmannsteig: Auf diesem Pfad wanderten die Kumpel täglich zur Arbeit in die Gruben wie „Neuglück“ oder „Humboldt“.


  • Untertage-Abenteuer: Bis 1931 wurde hier Braunkohle gefördert, teils im Tagebau (heute Heidesee), teils im Tiefbau. Die technische Reorganisation Anfang des 20. Jahrhunderts machte Dölau zu einem modernen Industriestandort.


  • Politik im Wald: Die schattigen Eichen der Bischofswiese dienten der halleschen Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert als geheimer Ort für verbotene Maifeiern.




Holzfigur bischof im wald mit Bank zum ausruhen
Holzfigur "Bischof" an der Bischofswiese











Erholung, Schicksal und Stille: Der Wald als Zufluchtsort


Vom "Friedhof der Namenlosen" bis zur modernen Naherholung:


  • Der Heidefriedhof: Ein mystischer Ort, an dem ab 1850 Selbstmörder und Unbekannte ihre letzte Ruhe fanden. Eine Sandsteinbank von 1910 lädt dort heute zur stillen Kontemplation ein.


  • Heilige Hallen: 1903 als Walderholungsgaststätte für Krankenkassenmitglieder eröffnet, bot dieser Ort mit alten Eisenbahnwaggons eine innovative Form der Kur, bevor er 1936 abgerissen wurde.


  • Die Himmelsleiter: Ein steiler, mit Rundhölzern gesicherter Pfad, der Wanderer zum Schwarzen Berg führt – eine sportliche Herausforderung mit Belohnung durch weite Ausblicke.




Spielplatz im Wald




Ökosystem im Wandel: Flora & Fauna


Die Dölauer Heide ist ein biologisches Mosaik und Rückzugsort für bedrohte Arten.


  • Baumveteranen: Über 200 Jahre alte Eichen und Winterlinden bilden das Rückgrat des Waldes. Trotz Klimastress und Trockenheit wird der Wald aktiv zu einem stabilen Mischwald umgebaut.


  • Seltene Bewohner: Schwarzspechte, Mopsfledermäuse und der seltene Eremit-Käfer finden im Totholz wichtigen Lebensraum. Im Frühjahr blühen Raritäten wie der Diptam und die Türkenbund-Lilie.


  • Moose & Pilze: Mit fast 180 Moosarten und über 600 dokumentierten Pilzarten ist die Heide ein Paradies für Mykologen und Naturbeobachter.








Tipps für Besucher


  • Wander-Highlight: Die Große Heidetour (ca. 13 km), markiert mit dem grünen Kreuz, verbindet fast alle Sehenswürdigkeiten.


  • Für Familien: Der Waldspielplatz am Kolkturmberg bietet naturnahes Spielvergnügen, während der Wasserspielplatz in Heide-Süd im Sommer für Abkühlung sorgt.


  • Einkehr: Der traditionelle "Waldkater" am Hubertusplatz ist der perfekte Start- und Zielpunkt für jede Expedition.


Fazit: Die Dölauer Heide ist kein musealer Ort, sondern ein atmendes Denkmal. Sie lehrt uns die Überlebenskunst vergangener Generationen und bietet gleichzeitig Raum für die Fitness und Erholung von heute.






Der Zöllner am Kellerberg


Südlich von Nietleben, wo die Natur mit Wald und Bäumen ihre volle Pracht entfaltet, stand einst die "Markusbrücke", eine beeindruckende Verbindung über einen Arm der Saale. Dieses Gebiet, bekannt als "Großer Bach", war Schauplatz mysteriöser Abenteuer. Ein Zöllner, bekannt für seine dunklen Geschäfte und seine Outdoor-Expertise in der Überlebenskunst, trieb hier sein Unwesen. Selbst nach dem Tod fand er keine Ruhe und geisterte in der Landschaft rund um die alte Brücke umher. Der Blog der Bewohner erzählt von ihrer Angst, bis ein katholischer Geistlicher mit seiner Outdoor-Ausrüstung und Fitness-Know-how eingriff. Er verbannte den ruhelosen Zöllner in die Dölauer Heide, wo er nun an den Johannistagen am Kellerberg entdeckt werden kann, klagend und heulend an einer alten Eiche. Wanderer, die das Abenteuer suchen, sollten vorsichtig sein: Wer Mitleid zeigt, könnte die ganze Nacht und den nächsten Tag in der Heide umherwandern, ein feuriges Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes, das man so schnell nicht vergisst!



Grotte im Wald
Keller am Kellerberg




Eingang in einen Keller im Wald
Eingang zum Keller am Kellerberg



Gewölbe
Kellergewölbe am Kellerberg in der Dölauer-Heide








Das Mönchsholz & Das Femgericht: Mystik in der Dölauer Heide


Entdecke den nordwestlichen Teil der Dölauer Heide – eine Landschaft, in der sich Naturidylle und mittelalterliche Justiz kreuzen. Direkt am malerischen Heidedorf Lieskau gelegen, bietet das Mönchsholz ein einzigartiges Outdoor-Erlebnis für Wanderer und Geschichtsinteressierte.


Mönchsholz: Ein Wald mit Geschichte

Das Mönchsholz, das seinen Namen den Halleschen Pauliner-Mönchen verdankt, wurde bereits 1470 urkundlich erwähnt. Heute besticht das Gebiet durch:

  • Einzigartige Flora: Im Mai blühen Maiglöckchen und Kastanien zwischen majestätischen Eichen und Birken.

  • Feiner Sandboden: Ideal für Wanderungen und Fitness-Touren in Richtung Köllmer Weg.

  • Lausehügel: Mit 115 Metern Höhe bietet dieser Aussichtspunkt eine perfekte Herausforderung für Outdoor-Fans.


Das Femgericht unter der Heiligen Eiche

Ein schaurig-schöner Ort der Geschichte befindet sich an der Kreuzung Sandbergweg/Christian-Wilhelm-Weg. Hier stand einst die legendäre "Dicke Eiche" (auch Hohle Heilige Eiche).

  • Das Heilige Gericht: Zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens hielten Mönche hier das Femgericht ab, um über Vergehen gegen die Heidepflege zu urteilen.

  • Natur-Relikt: Die Eiche war so gewaltig, dass Kinder in ihrem hohlen Stamm spielen konnten. Heute lädt ein gemütlicher hölzerner Rastpilz an dieser historischen Stelle zum Innehalten und Nachsinnen ein.


Wandertipp: Auf den Spuren der Bergleute

Vom Mönchsholz aus können Abenteurer den geschichtsträchtigen Bergmannsteig überqueren. Dieser Pfad wurde einst von Dölauer Bergleuten genutzt und verbindet heute die schönsten Ecken der Heide zwischen Lieskau und Dölau.

















Heilige Hallen


Im Jahre 1903 entschied der Oberförster, es sei an der Zeit, dem örtlichen Krankenkassenverband ein wenig Freude zu bereiten und das Bewusstsein für die Natur zu fördern. Er verwandelte die "Heiligen Hallen" in eine einladende "Walderholungsgaststätte", die aus alten Baracken und Eisenbahnwaggons bestand und sowohl Charme als auch Gemütlichkeit ausstrahlte. Die Mitglieder der Kassen waren begeistert von dieser innovativen Idee und genossen entspannte Tage in der Natur, umgeben von der frischen Luft und der beruhigenden Atmosphäre des Waldes. Doch im Jahr 1921 übernahm die Allgemeine Ortskrankenkasse das Projekt, das bis 1931 unterstützt wurde und weiterhin vielen Menschen die Möglichkeit bot, der Hektik des Alltags zu entfliehen. Im Jahr 1932 endete jedoch die Ära dieser Outdoor-Erholung abrupt, und das Gelände wurde geschlossen, was viele enttäuschte. Einige Vereine versuchten, die alten Gebäude für eigene Zwecke zu nutzen, aber es war wie verhext, und ihre Bemühungen blieben erfolglos. Schließlich beseitigte die AOK 1936 die Überreste dieser einmal blühenden Erholungsstätte. Heute erinnert nur noch ein einsames Schild an die historischen Zeiten dieser kuriosen Outdoor-Landschaft, die einst ein Ort des Zusammenseins, der Erholung und der Naturverbundenheit war.



schild mit Beschriftung Heilige Hallen






Wandern in der Dölauer Heide: Die Highlights der 5,5-km-Runde


Erlebe eine abwechslungsreiche Rundwanderung durch Halles größte Waldregion. Diese Tour kombiniert archäologische Schätze, mystische Orte und ein gesundes Outdoor-Fitness-Training.


Tour-Steckbrief

  • Start/Ziel: Hubertusplatz (Endhaltestelle Straßenbahn) / Restaurant "Waldkater"

  • Länge: ca. 5,5 Kilometer

  • Höhenunterschied: 83 Meter

  • Schwierigkeit: Leicht (Wege aus Kies, Sand und Gras)



Die Highlights der Route


Von Schweden und Vergessenen

Vom Hubertusplatz führt der Weg über den Kolkturmweg. Ein kleiner Abstecher auf den Schwedenweg lohnt sich: Hier liegt der versteckte Heidefriedhof, ein Ort tiefer Stille. Kurz darauf erreichst du die Schwedenschanze, deren historische Erdwälle noch heute als stumme Zeugen des Dreißigjährigen Krieges im Gelände erkennbar sind.


Archäologie auf der Bischofswiese

Über den Sandbergweg gelangst du zum kulturellen Herzstück der Heide. Zwischen majestätischen Bäumen entdeckst du:

  • Bronzezeitliche Grabhügel: Zeugnisse einer jahrtausendealten Besiedlung.

  • Zwergen-Denkmal: Ein charmantes Monument, das an die Sagenwelt der Region erinnert.

  • Panoramablick: Bei klarem Wetter reicht die Sicht über die Heide bis zum 12 km entfernten Petersberg.


Rückweg durch den Mischwald

Der Hallweg führt dich durch schattige Mischwälder zurück. Über den urigen Harzclubstieg erreichst du schließlich wieder den Ausgangspunkt am Waldkater – ideal für eine abschließende Einkehr.



Naturlehrpfade für Entdecker

Für alle, die mehr wissen wollen, bietet die Dölauer Heide zwei spezialisierte Pfade:


  • Naturlehrpfad 1 (9,2 km): Eröffnet 1932, führt er vom Hubertusplatz quer durch die Heide bis zum alten Heidebahnhof.

  • Naturlehrpfad 2: Ein 2008 neu gestalteter Weg, der am Heidebahnhof startet und tiefere Einblicke in das moderne Ökosystem gibt.




Hinweisschild im Wald, Dölauer-Heide












Sagen und Geschichte: Outdoor-Abenteuer in der Dölauer Heide


Die Dölauer Heide bei Halle (Saale) ist nicht nur ein Naherholungsgebiet, sondern ein Ort voller Mythen und historischer Schauplätze. Entdecken Sie die Highlights zwischen Lieskau und Nietleben.


Der Lindwurm von Lieskau (Lintbusch)

Einst soll ein feuer- und schwefelspuckender Lindwurm im dichten Wald bei Lieskau sein Unwesen getrieben haben. Erst Prinz Georg, ein ritterlicher Experte für Überlebenskunst, konnte das Ungeheuer bezwingen und die Bauern der Region befreien. Heute erinnert das Waldstück „Lintbusch“ an diese Legende. Der Heilige Georg wird seither als Drachentöter verehrt – ein Symbol, das bis heute die regionale Kunst prägt.


Der Lausehügel: List und Tradition am Heideberg

Zwischen dem Lieskauer und Köllmer Weg erhebt sich der 107 Meter hohe Heideberg. Bekannt wurde er als Lausehügel durch eine kuriose List: Um ungestört „Pfingstmaien“ (Birkenzweige) für ihre Liebsten zu schlagen, narrten Handwerksburschen die Waldarbeiter. Sie zogen sich nackt aus und gaben vor, Ungeziefer (Läuse) zu bekämpfen. Die irritierten Aufseher flüchteten, und die Burschen konnten ihre Beute sichern.


Historische Schwedenschanze

Ein Denkmal des Dreißigjährigen Krieges ist die Schwedenschanze. 1636 von schwedischen Truppen unter General Baner errichtet, diente die 50 x 50 Meter große Anlage als strategischer Stützpunkt zur Rückeroberung von Halle. Auch wenn heute nur noch Überreste der Wälle zu sehen sind, zeugt der Ort von der bewegten militärischen Vergangenheit Mitteldeutschlands.







Wandertipp: Der Sandbergweg

Der Sandbergweg gilt als eine der schönsten Routen für Wanderer in der Dölauer Heide. Der 1929 angelegte Pfad bietet Natur pur und historische Einblicke.


  • Start: Parkplatz „Heidekrug“ (Dölau), Kreuzung Tittelweg/Sandbergweg.

  • Route: Von Nord nach Süd wandern Sie im stimmungsvollen Gegenlicht vorbei am Kellerberg zum Hochplateau der Bischofswiese.

  • Highlights: * Neolithische Grabstätten (Hügelgräber) auf dem Plateau.

    • Die Ruhestätte am „Riesenpilz“ nahe dem Kolkturmberg.

    • Sanfte Serpentinen bis zum Standort der ehemaligen „Hohlen Eiche“.

  • Ziel: Der Weg endet am 111 Meter hohen Krankenberg (Kranichberg). Zur Stärkung lädt das Gasthaus „Waldkater“ ein, bevor es vom Hubertusplatz mit der Straßenbahn zurück in die Stadt geht.




Stein mit Aufschrift, Sandbergweg
Wegweiserstein




Wandertour: Der Sandbergweg im Überblick

Merkmal

Details

Startpunkt

Parkplatz „Heidekrug“ (Dölau), Kreuzung Tittelweg/Sandbergweg

Endpunkt

Waldgaststätte „Waldkater“ / Hubertusplatz (Straßenbahn-Anschluss)

Länge

ca. 4,5 – 5 km (je nach Abstechern zu den Grabstätten)

Dauer

ca. 1,5 bis 2 Stunden

Schwierigkeit

Mittel (steiler Anstieg am Kellerberg, danach sanfte Serpentinen)

Beste Zeit

Vormittag oder später Nachmittag (wegen des Lichteinfalls von Süd/Nord)

Highlights

Kellerberg, neolithische Hügelgräber, Riesenpilz, Kolkturm-Blick










Der Krankenberg (Kranichberg): Aussichtspunkt mit Rätselcharakter


Der Krankenberg, oft auch als Kranichberg bezeichnet, ist ein echtes Highlight für Natur-Vagabunden in der Dölauer Heide. Warum der 111 Meter hohe Gipfel zwei Namen trägt, bleibt selbst für Einheimische ein Geheimnis. Ob die markante Erhebung früher ein Treffpunkt für ziehende Kraniche war oder die „Bergmode“ der Natur den Namen prägte – fest steht: Die Aussicht ist atemberaubend.


  • Outdoor-Erlebnis: Perfekt für Wanderungen und Fitness-Touren.

  • Natur pur: Erleben Sie die lokale Flora und Fauna hautnah in einer Umgebung voller Ruhe und Gelassenheit.

  • Tipp: Der Aufstieg bietet die ideale Kombination aus körperlicher Herausforderung und frischer Waldluft.




Die Weiße Frau vom „Weißen Weg“


Mystik trifft auf Geschichte: Der Weg vom Waldkater zur Salzmünder Straße (zwischen Dölau und Nietleben) ist als „Weißer Weg“ bekannt. Diese malerische Route zieht nicht nur Wanderer an, sondern auch Fans von Sagen und Legenden.


  • Die Legende: Um 1900 sorgte die Sichtung einer geheimnisvollen „Weißen Frau“ für Aufsehen, kurz bevor zwei Bierwagen an dieser Stelle verunglückten.

  • Hintergrund: Im 17. Jahrhundert galt Weiß in Dölau noch als Farbe der Trauer. Experten für Mythologie ziehen sogar Parallelen zu Hel, der Hüterin des Totenreiches.

  • Abenteuer-Faktor: Für moderne Vagabunden bietet der Pfad eine fesselnde Atmosphäre – perfekt für Gänsehaut-Momente während der nächsten Abenteuer-Tour.




Checkliste für deine Wanderung (Sandbergweg & Umgebung)


Damit du bestens vorbereitet bist, hier die essenzielle Ausrüstung für die Dölauer Heide:


  • Festes Schuhwerk: Besonders wichtig für den steilen Anstieg am Kellerberg.

  • Orientierung: Wanderkarte oder GPS-App (die Heide ist weitläufig!).

  • Kamera: Für die neolithischen Grabstätten und das Spiel mit dem Gegenlicht.

  • Proviant: Ausreichend Wasser und ein kleiner Snack für die Rast am Riesenpilz.

  • Kleingeld: Für die wohlverdiente Einkehr im „Waldkater“.




Schild Krankenberg



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