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„Naturgewalten überleben: Erdbeben, Tsunami & Waldbrand“

14. Apr.
15 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden


Mann blickt auf Tsunami, Ruinen und Waldbrand. Naturgewalten Survival.


Naturgewalten Geologische Gefahren: Erdbeben, Vulkane und Tsunamis

Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis gehören zu den gefährlichsten Naturgewalten. Je nach Ereignis bleiben manchmal nur Sekunden oder wenige Minuten zum Reagieren. Umso wichtiger ist es, die wichtigsten Schutzmaßnahmen bereits vorher zu kennen.


Erdbeben: Drop, Cover, Hold On

Bei einem starken Erdbeben besteht vor allem Gefahr durch herabfallende Gegenstände, Glas, einstürzende Bauteile und beschädigte Gebäude.

Bist du während eines Erdbebens in einem Gebäude, gilt:


  • Drop: Geh sofort auf Hände und Knie.


  • Cover: Schütze Kopf und Nacken und suche möglichst unter einem stabilen Tisch Deckung.


  • Hold On: Halte dich an deiner Deckung fest, bis die Erschütterungen aufgehört haben.


Laufe während des Bebens nicht nach draußen. Herabfallende Fassadenteile und Glasscherben können unmittelbar vor Gebäuden besonders gefährlich sein.

Bist du bereits im Freien, halte Abstand zu Gebäuden, Stromleitungen, Bäumen und anderen Gegenständen, die umstürzen oder herabfallen können.



Naturgewalten Vulkanausbruch: Gefahrenzone frühzeitig verlassen

Bei einem Vulkanausbruch können verschiedene Gefahren gleichzeitig auftreten. Dazu gehören Aschefall, Lava, vulkanische Gase, Lahare und pyroklastische Ströme.

Die wichtigste Schutzmaßnahme lautet deshalb: Offizielle Warnungen und Evakuierungsanweisungen unbedingt befolgen.

Pyroklastische Ströme sind besonders gefährlich. Diese extrem heißen Gemische aus Gas, Asche und Gestein können sich mit hoher Geschwindigkeit hangabwärts bewegen und sind aus unmittelbarer Nähe kaum zu überleben.

Bei Gefahr durch Lahare – vulkanische Schlamm- und Geröllströme – solltest du Täler und tiefliegende Gebiete verlassen und möglichst schnell höheres Gelände aufsuchen.

Bei starkem Aschefall kann es dagegen sinnvoll sein, in einem stabilen Gebäude Schutz zu suchen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Außenluft möglichst wenig eindringen zu lassen.



Tsunami: Sofort weg von der Küste

Ein Tsunami kann nach einem starken Seebeben, einem Vulkanausbruch oder einem Unterwasser-Erdrutsch entstehen. Besonders gefährlich ist, dass häufig mehrere Wellen auftreten und spätere Wellen größer sein können als die erste.

Erhältst du eine Tsunami-Warnung oder bemerkst natürliche Warnzeichen wie ein starkes oder lang anhaltendes Erdbeben an der Küste, solltest du nicht auf weitere Informationen warten.

  • Verlasse Küstenbereiche sofort.

  • Folge ausgewiesenen Tsunami-Evakuierungsrouten.

  • Bewege dich möglichst weit ins Landesinnere oder auf höheres Gelände.

  • Kehre erst zurück, wenn Behörden ausdrücklich Entwarnung geben.

Wo keine örtlichen Evakuierungsangaben vorhanden sind, gilt als Notfallorientierung: möglichst mindestens etwa 30 Meter über den Meeresspiegel oder weit ins Landesinnere gelangen.



Vulkanausbrüche: Gefahren und Sicherheitshinweise

Vulkane gehören zu den beeindruckendsten Naturgewalten der Erde. Gleichzeitig können aktive Vulkane innerhalb kurzer Zeit lebensgefährliche Bedingungen schaffen.

Dabei ist nicht nur fließende Lava gefährlich. Pyroklastische Ströme, Lahare, Vulkanasche, herabfallendes Gestein und giftige Gase können teilweise wesentlich größere Gebiete bedrohen.

Wer sich in einer vulkanisch aktiven Region aufhält, sollte deshalb bereits vor einer möglichen Eruption wissen, welche Gefahrenzonen bestehen, welche Evakuierungsrouten vorgesehen sind und welche offiziellen Warnsysteme genutzt werden.


Vulkanausbruch mit Rauchwolke, ein Beispiel für Naturgewalten.


Warnsignale eines Vulkanausbruchs: Woran erkennt man erhöhte Aktivität?

Viele Vulkanausbrüche kündigen sich durch Veränderungen im Untergrund an. Diese Warnsignale eines Vulkanausbruchs werden mit seismischen Messstationen, Satelliten, GPS, Gassensoren und weiteren Überwachungssystemen erfasst.

Wichtig: Einzelne Anzeichen bedeuten nicht automatisch, dass unmittelbar eine Eruption bevorsteht. Vulkanische Unruhe kann Tage, Monate oder sogar Jahre andauern, ohne dass es tatsächlich zu einem Ausbruch kommt.

Zu den wichtigsten wissenschaftlich überwachten Warnzeichen gehören:


  • Zunehmende Erdbebenaktivität: Aufsteigendes Magma kann Häufigkeit und Stärke vulkanischer Erdbeben verändern.


  • Bodenverformungen: Hebungen, Senkungen oder seitliche Verschiebungen können darauf hinweisen, dass sich Magma oder Gase im Untergrund bewegen.


  • Veränderungen vulkanischer Gase: Menge und Zusammensetzung von Gasen wie Schwefeldioxid oder Kohlendioxid können sich verändern.


  • Steigende Temperaturen: Neue oder vergrößerte heiße Bereiche, Fumarolen und Veränderungen hydrothermaler Systeme können auf erhöhte Aktivität hinweisen.


  • Veränderungen von Quellen und Grundwasser: Temperatur und chemische Zusammensetzung von Quell- oder Grundwasser können sich durch vulkanische Prozesse verändern.


Verlasse dich in einem aktiven Vulkangebiet jedoch nicht auf Geruch, Geräusche oder eigene Beobachtungen. Entscheidend sind die offiziellen Warnstufen, Gefahrenkarten und Evakuierungsanweisungen der zuständigen Behörden.



Akute Gefahren während eines Vulkanausbruchs

Bei einer Eruption können mehrere lebensgefährliche Gefahren gleichzeitig auftreten:

  1. Pyroklastische Ströme: Diese extrem heißen Gemische aus Gas, Asche und Gesteinsfragmenten rasen mit hoher Geschwindigkeit hangabwärts. Sie können Temperaturen von mehreren hundert Grad erreichen und Gebäude, Vegetation und Menschen innerhalb kürzester Zeit erfassen. Gefährdete Gebiete müssen deshalb bereits vor ihrem Auftreten evakuiert werden.

  2. Vulkanasche: Feine Aschepartikel können Augen und Atemwege reizen, die Sicht stark einschränken, Straßen unpassierbar machen und bei großen Ablagerungen Dächer belasten. Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten Asche möglichst nicht einatmen.

  3. Vulkanische Gase: Schwefeldioxid, Kohlendioxid und andere vulkanische Gase können gesundheitsschädlich oder in hoher Konzentration sogar lebensgefährlich sein. Manche vulkanischen Gase können zudem zur Bildung saurer Niederschläge beitragen.

  4. Vulkanische Bomben und Gesteinsbrocken: Bei explosiven Eruptionen können größere Gesteinsfragmente aus dem Krater geschleudert werden und die Umgebung des Vulkans gefährden.

  5. Lavaflüsse: Lava zerstört Gebäude, Straßen und Vegetation auf ihrem Weg. Viele Lavaflüsse bewegen sich vergleichsweise langsam, ihre Geschwindigkeit kann jedoch je nach Zusammensetzung und Gelände stark variieren. Deshalb sollte man sich niemals darauf verlassen, einer Lavafront einfach davonlaufen zu können.

  6. Lahare: Vermischen sich Vulkanasche und lockeres Gestein mit Wasser, können schnelle Schlamm- und Geröllströme entstehen. Sie bewegen sich bevorzugt durch Täler und Flussläufe und können auch weit vom eigentlichen Vulkan entfernt gefährlich werden.


Naturgewalten: Vulkanausbruch mit Lava und Blitzen.



Verhalten im Ernstfall: Was tun bei einem Vulkanausbruch?

Wirst du von einem Vulkanausbruch überrascht, zählt vor allem eines: Folge den offiziellen Warnungen und Evakuierungsanweisungen und verlasse ausgewiesene Gefahrenzonen so früh wie möglich.

  • Schutz vor Vulkanasche: Suche möglichst Schutz in einem stabilen Gebäude und halte Fenster und Türen geschlossen. Musst du ins Freie, schützen eine dicht sitzende Schutzbrille und möglichst eine N95-/FFP2-Partikelmaske die Augen und Atemwege besser als ein einfaches Tuch. Partikelmasken schützen allerdings nicht vor giftigen vulkanischen Gasen.


  • Evakuierungsrouten beachten: Folge den ausgeschilderten oder von Behörden vorgegebenen Fluchtwegen. Versuche nicht, selbst eine vermeintlich sichere Richtung zu wählen.


  • Lahare meiden: Befindest du dich in einem Tal oder Flussbett und besteht Gefahr durch vulkanische Schlammströme, bewege dich möglichst schnell auf höheres Gelände.


  • Tiefliegende Bereiche meiden: Vulkanische Gase können sich in Senken, Mulden und anderen tief gelegenen Bereichen sammeln.


  • Abstand halten: Nähere dich einem aktiven Vulkan niemals aus Neugier. Auch nach einer ersten Eruption können weitere Explosionen, Aschewolken, Lahare oder pyroklastische Ströme auftreten.


  • Bei starkem Aschefall nicht unnötig fahren: Vulkanasche kann die Sicht einschränken, Straßen rutschig machen und Motoren sowie Luftfilter beschädigen.


Wichtig: Wasser ist kein sicherer Zufluchtsort bei einem Vulkanausbruch. Bei pyroklastischen Strömen, Laharen, heißen Gasen oder herabfallendem Gestein bietet das Eintauchen in einen See oder Fluss keinen zuverlässigen Schutz.


Infografik zu Naturgewalten: Verhalten bei Vulkanausbruch.






Survival-Ratgeber für Naturgewalten: Wissen und Vorbereitung






Atmosphärische Gefahren: Hurrikane, Tornados und Gewitter



Stürme kündigen sich oft an, erfordern aber eine massive bauliche Vorbereitung oder das Aufsuchen spezieller Schutzräume.



Naturgewalten: Mann vor Tsunami, Tornado, Gewitter mit Blitz.



Hurrikane & Tornados

Hurrikane und Tornados gehören zu den gefährlichsten extremen Wetterereignissen. Hohe Windgeschwindigkeiten können Dächer beschädigen, Bäume entwurzeln und selbst kleinere Gegenstände in gefährliche Geschosse verwandeln.


Die größten Gefahren

  • Umherfliegende Trümmer: Holz, Metall, Glas und andere Gegenstände können mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft geschleudert werden.

  • Einstürzende Gebäude: Besonders leichte Gebäude, Hallen, Wohnmobile und schlecht geschützte Konstruktionen sind gefährdet.

  • Umstürzende Bäume und Stromleitungen: Neben Verletzungen besteht zusätzlich Gefahr durch Stromschläge und blockierte Fluchtwege.


Richtiges Verhalten bei einem Tornado

  • Stabiles Gebäude aufsuchen: Begib dich möglichst in einen Keller, Schutzraum oder in einen kleinen innenliegenden Raum im untersten Stockwerk.


  • Abstand zu Fenstern halten: Fenster und Außentüren meiden. Öffne Fenster nicht, um angeblich einen Druckausgleich herzustellen.


  • Kopf und Nacken schützen: Schütze dich möglichst unter einem stabilen Möbelstück und bedecke Kopf und Nacken mit den Armen, einer Matratze oder einer festen Decke.


  • Wohnmobile und Zelte verlassen: Sie bieten bei einem Tornado keinen ausreichenden Schutz. Suche möglichst frühzeitig ein stabiles Gebäude auf.


  • Im Fahrzeug: Fahre, wenn es sicher möglich ist, zum nächstgelegenen stabilen Schutzraum. Kannst du keinen sicheren Ort mehr erreichen, empfiehlt der US-Wetterdienst je nach Situation, dich tief im Fahrzeug zu ducken und den Kopf zu schützen oder das Fahrzeug zu verlassen und eine tiefer gelegene Stelle aufzusuchen.


  • Keine Autobahnbrücken nutzen: Unterführungen und Brücken sind kein sicherer Tornadoschutz.


Im Freien gibt es bei einem Tornado keinen zuverlässig sicheren Schutz. Ein stabiles Gebäude oder ein ausgewiesener Schutzraum hat deshalb immer Vorrang.



Gewitter: Verhalten bei Blitz und Starkregen

Gewitter können innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Neben Blitzschlag drohen Starkregen, Sturmböen, Hagel und plötzlich anschwellende Gewässer.



Wann solltest du Schutz suchen?

Eine einfache Regel lautet:

Sobald du Donner hörst, bist du nah genug am Gewitter, um von einem Blitz getroffen werden zu können.

Suche deshalb sofort Schutz in einem stabilen Gebäude oder einem vollständig geschlossenen Fahrzeug mit festem Dach.

Bleibe mindestens 30 Minuten nach dem letzten hörbaren Donner im geschützten Bereich.



Verhalten im Gelände

  • Hügel und Berggipfel verlassen: Bewege dich von exponierten Höhen möglichst schnell in Richtung eines sicheren Gebäudes oder Fahrzeugs.

  • Einzelne hohe Bäume meiden: Stelle dich niemals unter einen frei stehenden Baum.

  • Im Wald: Halte dich eher in einem Bereich mit niedrigeren, ähnlich hohen Bäumen auf als direkt neben einem einzelnen herausragenden Baum.

  • Gewässer verlassen: Seen, Flüsse, Pools und andere offene Wasserflächen sofort verlassen.

  • Abstand zu Leitern, Zäunen und Metallkonstruktionen halten: Metall zieht Blitze nicht an, kann elektrischen Strom aber sehr gut weiterleiten.

  • Beim Fahrradfahren: Steige ab und suche möglichst schnell einen sicheren Schutzraum. Verliere keine Zeit damit, kleine Metallgegenstände abzulegen.


Wenn kein sicherer Schutz erreichbar ist

Im Freien gibt es während eines Gewitters keinen wirklich sicheren Ort. Suche deshalb weiter nach einem stabilen Gebäude oder einem geschlossenen Fahrzeug.

Lege dich niemals flach auf den Boden. Dadurch erhöht sich die Gefahr durch elektrische Bodenströme eines nahegelegenen Blitzeinschlags.

Auch ein Zelt bietet keinen zuverlässigen Blitzschutz.



Zwei Personen suchen Schutz vor einem Gewitter mit Schutz-Tipps zu Naturgewalten.


Zusatzgefahr: Sekundäre Risiken bei Sturm und Unwetter

Schwere Stürme bringen häufig weitere Gefahren mit sich, die auch nach dem eigentlichen Unwetter noch bestehen können:


  • Überschwemmungen und Sturzfluten: Starkregen kann Straßen, Keller und tiefer gelegene Gebiete innerhalb kurzer Zeit überfluten.


  • Umstürzende Bäume und herabfallende Äste: Geschädigte oder entwurzelte Bäume können Wege blockieren und auch nach dem Sturm noch umstürzen.


  • Stromausfälle: Beschädigte Leitungen und Infrastruktur können dazu führen, dass Strom, Mobilfunk oder Internet zeitweise ausfallen.


  • Beschädigte Stromleitungen: Herabhängende oder auf dem Boden liegende Leitungen niemals berühren und ausreichend Abstand halten.


  • Blockierte Verkehrswege: Umgestürzte Bäume, Hochwasser und Trümmer können Straßen und Fluchtwege unpassierbar machen.


Auch nach dem Ende eines Sturms solltest du deshalb aufmerksam bleiben und beschädigte Bereiche möglichst meiden.






Hydrologische und thermische Gefahren: Überschwemmungen und Waldbrände

Überschwemmungen und Waldbrände können innerhalb kurzer Zeit große Gebiete unpassierbar machen und Fluchtwege abschneiden. Bei beiden Naturgefahren gilt deshalb: Warnungen früh ernst nehmen und gefährdete Bereiche möglichst rechtzeitig verlassen.



Überschwemmung: Fließendes Wasser niemals unterschätzen

Schon relativ flaches, schnell strömendes Wasser kann gefährlich werden. Bereits etwa 15 Zentimeter bewegtes Wasser können einen Erwachsenen von den Füßen reißen. (ready.gov)


  • Überflutete Straßen nicht betreten oder durchfahren: Die Wassertiefe ist häufig schwer einzuschätzen, und unter der Oberfläche können Straßen beschädigt oder weggespült sein.


  • Keller und Unterführungen meiden: Tiefliegende Bereiche können sich bei Starkregen innerhalb kurzer Zeit mit Wasser füllen.


  • Höheres Gelände aufsuchen: Bei einer Hochwasser- oder Sturzflutwarnung solltest du dich aus Senken, Flussnähe und anderen gefährdeten Bereichen entfernen.


  • Brücken über stark strömendes Wasser meiden: Hochwasser kann Fundamente unterspülen und Brücken ohne Vorwarnung beschädigen.


  • Stromleitungen beachten: Überflutetes Wasser kann durch beschädigte elektrische Leitungen unter Spannung stehen.




Waldbrand: Frühzeitig evakuieren statt auf das Feuer zu reagieren

Bei einem Waldbrand können sich Feuer, Rauch und Funkenflug sehr schnell ausbreiten. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist deshalb eine frühzeitige Evakuierung, sobald Behörden dazu auffordern. (ready.gov)


  • Offizielle Evakuierungsrouten nutzen: Folge den Anweisungen der Behörden und improvisiere keine vermeintlich kürzere Fluchtroute.


  • Wind und Rauchentwicklung beobachten: Wind kann die Ausbreitungsrichtung und Geschwindigkeit eines Waldbrandes innerhalb kurzer Zeit verändern.


  • Täler, Schluchten und dicht bewachsene Bereiche meiden: Geländeformen und Vegetation können Feuer und heiße Luft kanalisieren.


  • Nicht auf eine einzelne Fluchtrichtung verlassen: „Seitlich zum Wind“ oder „bergab“ sind keine universellen Regeln. Gelände, Wind, Feuerfront und verfügbare Straßen müssen gemeinsam berücksichtigt werden.


  • Rauch vermeiden: Halte dich möglichst aus starken Rauchwolken heraus. Eine N95-/FFP2-Maske kann Partikel reduzieren, schützt aber nicht vor giftigen Gasen oder Sauerstoffmangel.


  • Bei Einschluss Hilfe rufen: Wenn du nicht mehr evakuieren kannst, verständige sofort die Rettungskräfte und teile deinen Standort mit.




Infografik zu Waldbrand und Überschwemmung mit Evakuierungs- und Sicherheitshinweisen; Feuer, Hochwasser und Warnschilder.



Waldbrand Survival: Das Sicherheits-Protokoll für Outdoor-Abenteurer


Ein Waldbrand kann sich durch Wind, trockene Vegetation und steiles Gelände innerhalb kurzer Zeit stark verändern. Für Wanderer, Camper und andere Outdoor-Abenteurer ist deshalb nicht der Kampf gegen das Feuer entscheidend, sondern eine möglichst frühzeitige und sichere Evakuierung.



Phase 1: Waldbrand früh erkennen und Situation einschätzen

Schon erste Anzeichen eines Brandes solltest du ernst nehmen:


  • Rauch oder Brandgeruch: Sie können auf einen Wald- oder Vegetationsbrand in der Umgebung hinweisen. Verlasse dich jedoch nicht auf die Rauchfarbe, um Art oder Gefährlichkeit des Feuers einzuschätzen.


  • Wind beachten: Wind kann Flammen, Rauch und Funkenflug schnell in neue Richtungen treiben. Besonders gefährlich sind plötzliche Änderungen von Windrichtung und Windstärke.


  • Gelände berücksichtigen: Feuer breitet sich an Hängen häufig schneller bergauf als bergab aus, weil aufsteigende Hitze die Vegetation oberhalb des Feuers vorwärmt.


  • Rauchentwicklung beobachten: Stärker werdender oder schnell näher kommender Rauch ist ein Warnzeichen, die Gegend frühzeitig zu verlassen.


  • Offizielle Warnungen prüfen: Nutze Warn-Apps, lokale Behördenmeldungen und Notfallinformationen, sofern Empfang vorhanden ist.


Entdeckst du einen Waldbrand und wurde er offenbar noch nicht gemeldet, verständige die örtliche Feuerwehr beziehungsweise den Notruf und übermittle deinen Standort.



Phase 2: Richtig vor einem Waldbrand fliehen

Sobald eine Evakuierung angeordnet wird oder sich Feuer und Rauch gefährlich nähern, solltest du nicht abwarten, um die weitere Entwicklung zu beobachten.


  • Offizielle Evakuierungswege nutzen: Folge behördlichen Anweisungen und ausgewiesenen Routen.


  • Nicht automatisch „seitlich zum Wind“ fliehen: Windrichtung, Gelände, Vegetation und Feuerfront können sich schnell verändern. Eine feste Fluchtrichtung ist deshalb keine universelle Regel.


  • Steile Hänge nach oben möglichst meiden: Feuer kann sich bergauf besonders schnell ausbreiten.


  • Täler und enge Schluchten meiden: Sie können Hitze, Rauch und Feuer kanalisieren und Fluchtmöglichkeiten einschränken.


  • Brennstoffarme Bereiche bevorzugen: Große Felsflächen, breite Straßen oder andere weitgehend vegetationsfreie Bereiche können im Notfall günstiger sein als dichter Wald oder trockenes Buschland.


  • Mehrere Fluchtwege im Blick behalten: Verlasse dich nicht auf eine einzige Straße oder einen einzigen Wanderweg.


Der National Park Service weist beispielsweise darauf hin, dass Geländeformen wie Hänge, Täler und Canyons das Brandverhalten erheblich beeinflussen und Feuer gewöhnlich schneller bergauf zieht.


Infografik zu Waldbrand-Sicherheit: Wanderer vor Flammen und Rauch, mit Evakuierungs- und Warnhinweisen.


Rauch ist eine eigene Gefahr

Bei einem Waldbrand entstehen neben Flammen große Mengen gesundheitsschädlicher Rauchpartikel.


  • Versuche, starke Rauchwolken möglichst zu meiden.


  • Eine N95-/FFP2-Partikelmaske kann die Belastung durch feine Partikel reduzieren.


  • Eine solche Maske schützt jedoch nicht zuverlässig vor giftigen Gasen oder Sauerstoffmangel.


  • Bei eingeschränkter Sicht langsam und besonders vorsichtig bewegen.


Ready.gov empfiehlt N95-Atemschutz ausdrücklich zum Schutz vor Partikeln bei Waldbränden.




Phase 3: Wenn eine Evakuierung nicht mehr möglich ist

Von einem Waldbrand eingeschlossen zu werden, ist eine lebensbedrohliche Extremsituation. Es gibt keine einfache Survival-Technik, die einen sicheren Ausgang garantiert.


Wenn du nicht mehr sicher fliehen kannst:

  1. Notruf absetzen: Teile den Rettungskräften deinen möglichst genauen Standort mit.

  2. Brennstoffarmen Bereich suchen: Bewege dich, wenn noch sicher möglich, in Richtung einer großen Felsfläche, breiten Straße, weitgehend vegetationsfreien Fläche oder eines ausgewiesenen Schutzbereichs.

  3. Abstand zu dichter Vegetation halten: Trockenes Gras, Büsche, Baumkronen und Totholz erhöhen die Wärmebelastung und Brandintensität.

  4. Kopf und Atemwege schützen: Versuche, die direkte Einwirkung von Hitze und Rauch zu reduzieren.

  5. Möglichst tief bleiben, wenn Hitze und Rauch unmittelbar auftreten: Rauch und Hitze können in Bodennähe zeitweise geringer sein – dies ist jedoch nur eine letzte Notmaßnahme, kein Ersatz für eine Evakuierung.

  6. Nicht blind durch Flammen laufen: Ohne Kenntnis dessen, was sich hinter einer Feuerfront befindet, kann dies tödlich enden.


Ready.gov empfiehlt bei einem Einschluss im Freien, sofort den Notruf zu kontaktieren, sich möglichst von Brennstoffquellen fernzuhalten und eher felsige Bereiche, Straßen oder geeignete Bereiche nahe Wasser aufzusuchen.



Was du nicht als allgemeine Waldbrand-Regel verwenden solltest

Einige verbreitete Survival-Tipps können ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen:

  • Nicht grundsätzlich in ein Tal fliehen.

  • Nicht pauschal quer zum Wind laufen.

  • Nicht darauf vertrauen, schneller als das Feuer zu sein.

  • Nicht versuchen, dich routinemäßig einzugraben.

  • Eine Rettungsdecke ist kein zuverlässiger Schutz vor einer Feuerfront.

  • Bereits verbrannte Flächen können weiterhin Glutnester, heiße Böden und instabile Bäume enthalten.

Die wichtigste Strategie bleibt deshalb immer: Gefahr früh erkennen, rechtzeitig evakuieren und nicht warten, bis die Feuerfront den eigenen Standort erreicht.



Outdoor-Ausrüstung für Waldbrand-Notfälle

Für Touren in Regionen mit erhöhter Waldbrandgefahr können einige Ausrüstungsgegenstände sinnvoll sein:



Deutschsprachige Infografik zu Waldbrand-Survival: Wanderer vor Flammen, Rauch, Evakuierung, Warnhinweise und 112.







Überleben bei Erdbeben: Das Sekunden-Protokoll



Bei einem Erdbeben gibt es keine Vorwarnzeit. Die ersten Sekunden entscheiden über Ihre Sicherheit. Ziel ist es, den Körper vor herabfallenden Trümmern zu schützen.



Infografik zum Erdbeben: Duck, Cover, Hold On!, Trümmerstadt im Hintergrund, Tipps zu Schutz, Evakuierung und Notfallausrüstung.


Phase 1: Die unmittelbare Reaktion im Gebäude

Wenn du dich während eines Erdbebens in einem Gebäude befindest, gilt die international verbreitete Sicherheitsregel:

Drop – Cover – Hold On

  • Drop – auf Hände und Knie: Geh sofort auf Hände und Knie. Dadurch verringerst du das Risiko, durch die Erschütterungen umgeworfen zu werden, und kannst dich bei Bedarf kriechend zu einer besseren Deckung bewegen.


  • Cover – Kopf und Nacken schützen: Suche möglichst Schutz unter einem stabilen Tisch oder Schreibtisch. Ist kein geeignetes Möbelstück erreichbar, schütze zumindest Kopf und Nacken mit deinen Armen und halte dich von Fenstern, Glas und schweren Gegenständen fern.


  • Hold On – festhalten: Halte dich an deinem Schutz fest, bis die Erschütterungen aufgehört haben. Verschiebt sich der Tisch während des Bebens, bewege dich möglichst mit ihm.


Während des Bebens nicht nach draußen laufen

Bleibe während der Erschütterungen möglichst im Gebäude. Direkt vor Gebäuden besteht erhöhte Gefahr durch herabfallende Fassadenteile, Glas oder andere Trümmer.

Bewege dich nur so weit, wie es notwendig ist, um eine bessere Deckung zu erreichen. Vermeide es, durch Bereiche mit Fenstern, Regalen oder anderen herabfallenden Gegenständen zu laufen.


Erdbeben-Infografik: Drop-Cover-Hold-On mit Mann unter Tisch, zerstörten Gebäuden und Sicherheits-Tipps.


Phase 2: Verhalten bei Erdbeben in anderen Situationen

Je nachdem, wo du dich während eines Erdbebens befindest, unterscheiden sich die richtigen Schutzmaßnahmen.


Im Freien

Bist du bereits draußen, bleibe im Freien und suche möglichst eine offene Fläche.

  • Halte Abstand zu Gebäuden, Fassaden, Mauern, Brücken und Stromleitungen.

  • Meide große Bäume, Masten und andere Gegenstände, die umstürzen können.

  • Bleibe möglichst an Ort und Stelle, sobald du einen sicheren freien Bereich erreicht hast.

  • Gehe bei starken Erschütterungen auf Hände und Knie und schütze Kopf und Nacken.

Besonders gefährlich sind Bereiche direkt neben Gebäuden, weil dort Glas, Fassadenteile und andere Trümmer herabfallen können.


Im Auto

Befindest du dich während eines Erdbebens im Fahrzeug:

  • Reduziere vorsichtig die Geschwindigkeit und halte an einem möglichst sicheren Ort.

  • Meide Brücken, Überführungen, Tunnelportale, Stromleitungen, Bäume und Gebäude.

  • Bleibe mit angelegtem Sicherheitsgurt im Fahrzeug, bis die starken Erschütterungen vorbei sind.

  • Fahre anschließend besonders vorsichtig weiter. Straßen, Brücken oder Böschungen können beschädigt sein.


In den Bergen

In Gebirgsregionen können Erdbeben zusätzliche Gefahren auslösen.

  • Steinschlag: Felsen und Geröll können sich von Hängen lösen.

  • Erdrutsche: Instabile Böschungen können durch starke Erschütterungen abrutschen.

  • Felswände meiden: Halte möglichst Abstand zu steilen Hängen, Klippen und Bereichen mit losem Gestein.

  • Nachbeben beachten: Auch nach dem Hauptbeben können weitere Erschütterungen zusätzliche Steinschläge oder Rutschungen auslösen.


Infografik zu Überleben bei Erdbeben: Phase 2 mit Tipps für draußen, im Auto und in den Bergen, grün-rot, kniende Person.







Überleben bei Überschwemmung: Das Flut-Protokoll



Hochwasser und Sturzfluten sind tückisch, da die Kraft des Wassers oft unterschätzt wird. Hier ist schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt.



Infografik zu Überleben bei Überschwemmung: Flut-Protokoll mit überfluteter Straße, Auto im Wasser und 4 Phasen.



Phase 1: Vorbereitung und Warnung

Bei Hochwasser zählt vor allem, Warnungen frühzeitig ernst zu nehmen und gefährdete Bereiche rechtzeitig zu verlassen.

  • Offizielle Warnungen nutzen: Achte auf Meldungen der Behörden, Wetterwarnungen und aktuelle Pegelstände. In Deutschland bündelt die Warn-App NINA unter anderem Bevölkerungsschutzwarnungen, DWD-Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen der Bundesländer.

  • Gefahrenzonen kennen: Informiere dich vorab über örtliche Hochwassergefahrenkarten und mögliche Evakuierungswege.

  • Strom rechtzeitig abschalten: Schalte den Strom in Gebäudeteilen ab, die vom eindringenden Wasser bedroht sind – aber nur, solange dies noch gefahrlos möglich ist.

  • Wichtige Dokumente sichern: Bewahre Ausweise, Versicherungsunterlagen und andere wichtige Dokumente möglichst außerhalb hochwassergefährdeter Bereiche auf.

  • Notfallgepäck vorbereiten: Medikamente, Trinkwasser, Taschenlampe, Ersatzkleidung, Powerbank und wichtige Unterlagen sollten schnell erreichbar sein.



Phase 2: Verhalten während der Flut

Wenn das Wasser bereits steigt, solltest du überflutete Bereiche konsequent meiden und Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen.

  • Höheres Gelände aufsuchen: Bewege dich aus Senken, Uferbereichen und anderen überflutungsgefährdeten Bereichen auf höheres Gelände.

  • Im Gebäude: Gehe bei steigendem Wasser in ein höheres Stockwerk. Meide Keller und niedrige Räume. Nutze keine Aufzüge.

  • Fließendes Wasser nicht betreten: Bereits etwa 15 Zentimeter schnell strömendes Wasser können einen Erwachsenen von den Füßen reißen.

  • Überflutete Straßen niemals durchfahren: Die Wassertiefe ist schwer einzuschätzen und die Fahrbahn kann unterspült oder vollständig weggespült sein.

  • Absperrungen beachten: Fahre niemals an Hochwasser-Sperren vorbei. Sie markieren Bereiche, die nicht mehr sicher befahrbar sind.

  • Brücken über schnell strömendes Wasser meiden: Hochwasser kann Brückenfundamente unterspülen und Bauwerke ohne Vorwarnung instabil machen.



Was tun, wenn das Auto im Hochwasser eingeschlossen wird?

Gerät dein Fahrzeug in schnell strömendes Hochwasser, hängt das richtige Verhalten von der Situation ab:

  • Wasser blockiert die Straße: Nicht weiterfahren. Wende, solange dies noch sicher möglich ist.

  • Das Fahrzeug wird von schnell strömendem Wasser eingeschlossen: Bleibe zunächst im Fahrzeug.

  • Wasser steigt im Fahrzeuginneren: Versuche, auf das Dach des Fahrzeugs zu gelangen und dort auf Rettung zu warten.

  • Notruf absetzen: Teile den Einsatzkräften deinen Standort möglichst genau mit.

Ein Fahrzeug sollte deshalb nicht pauschal „sofort verlassen“ werden. Schnelles Wasser kann Menschen unmittelbar mitreißen.



Weitere Gefahren im Hochwasser

Hochwasser besteht nicht nur aus Wasser. Überflutete Bereiche können zusätzlich enthalten:

  • Abwasser, Bakterien und Chemikalien

  • Scharfe Gegenstände und Trümmer

  • Beschädigte oder unter Spannung stehende Stromleitungen

  • Instabile Straßen, Gebäude und Bäume

Vermeide deshalb jeden unnötigen Kontakt mit Hochwasser.



Survival-Ratgeber für Naturgewalten mit Ausrüstung im Wald






Technischer Brandschutz in Krisensituationen


Infolge von Erdbeben (geplatzte Gasleitungen) oder Überschwemmungen (Kurzschlüsse) entstehen häufig Brände. Die Fähigkeit, diese sofort zu bekämpfen, ist essenziell.


Feuerwehrleute bekämpfen einen Großbrand, eine Naturgewalt



Technischer Brandschutz in Krisensituationen

Nach Erdbeben, Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen können zusätzliche Brand- und Explosionsgefahren entstehen. Beschädigte Gasleitungen, elektrische Anlagen, Heizsysteme, Akkus oder austretende Brennstoffe können Brände auslösen.

Entscheidend ist jedoch nicht, jeden Brand selbst zu bekämpfen. Eigenschutz und Menschenrettung haben immer Vorrang.



Feuerlöscher richtig einsetzen

Ein Feuerlöscher kann bei einem kleinen Entstehungsbrand helfen – allerdings nur, solange eine sichere Flucht noch möglich ist.

  • Passenden Feuerlöscher verwenden: Das Löschmittel muss für die jeweilige Brandklasse geeignet sein.

  • Fluchtweg freihalten: Stelle dich niemals so auf, dass das Feuer deinen Rückweg versperren kann.

  • Sicherheitsabstand einhalten: Nähere dich dem Brand nur so weit, wie es für einen wirksamen Löschversuch erforderlich ist.

  • Löschmittel gezielt einsetzen: Richte den Löschstrahl auf den eigentlichen Brandherd und beachte die Bedienungsanleitung des Feuerlöschers.

  • Mehrere Löscher nutzen: Sind mehrere Personen und geeignete Feuerlöscher vorhanden, kann ein gemeinsamer Löschversuch effektiver sein.

  • Wiederentzündung beachten: Auch scheinbar gelöschte Bereiche können erneut Feuer fangen.


Breitet sich der Brand aus oder entsteht dichter Rauch, Löschversuch sofort abbrechen und das Gebäude verlassen.



Besondere Gefahr: Gas

Bei Gasgeruch besteht Explosionsgefahr. Schon kleine Funken elektrischer Geräte können eine Zündung verursachen.

  • Keine offenen Flammen oder Zigaretten.

  • Keine Lichtschalter oder Elektrogeräte betätigen.

  • Keine Stecker aus Steckdosen ziehen.

  • Kein Handy oder Telefon innerhalb des Gebäudes benutzen.

  • Wenn gefahrlos möglich, Fenster und Türen von Hand öffnen – keine elektrische Lüftung einschalten.

  • Mitbewohner durch Rufen oder Klopfen warnen, nicht durch eine elektrische Klingel.

  • Gebäude verlassen.

  • Feuerwehr oder Gasnetzbetreiber erst außerhalb und mit Abstand zum Gebäude verständigen.

Die Gaszufuhr sollte nur geschlossen werden, wenn die Absperreinrichtung gefahrlos erreichbar ist. Diese Regeln entsprechen den Empfehlungen des DVGW.



Besondere Gefahr: Strom bei Hochwasser

Überflutete elektrische Anlagen können lebensgefährlich sein.

  • Überflutete Räume mit elektrischen Anlagen nicht betreten.

  • Keine Steckdosen, Elektrogeräte, Verteiler oder Metallteile berühren, die mit dem Wasser in Verbindung stehen.

  • Strom für gefährdete Gebäudeteile möglichst vor dem Eindringen des Wassers abschalten.

  • Ist ein Raum bereits überflutet, sollte die Stromversorgung von außen durch den Netzbetreiber oder eine Fachkraft abgeschaltet werden.

  • Auch Photovoltaik-, Batterie- und andere Eigenerzeugungsanlagen können trotz abgeschalteter öffentlicher Stromversorgung weiterhin Spannung führen.

  • Elektrische Geräte und Anlagen nach einer Überflutung erst nach fachlicher Prüfung wieder in Betrieb nehmen.

Der VDE warnt ausdrücklich davor, überflutete Räume mit elektrischen Anlagen zu betreten.



Wann solltest du sofort fliehen?

Brich einen Löschversuch sofort ab, wenn:

  • sich das Feuer schnell ausbreitet,

  • dichter Rauch entsteht,

  • dein Fluchtweg gefährdet wird,

  • der Brand bereits auf größere Bereiche übergreift oder

  • du nicht sicher weißt, ob dein Löschmittel geeignet ist.

Verlasse das Gebäude, schließe Türen hinter dir, warne andere Personen und verständige die Feuerwehr über 112.

Brandrauch kann bereits nach kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Versuche deshalb niemals, dich für einen Löschversuch durch dichten Rauch zu bewegen.

Merksatz: Nur kleine Entstehungsbrände löschen – und nur mit sicherem Rückweg. Im Zweifel: raus, andere warnen und 112 rufen.

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Deutschsprachige Infografik zu Brandschutz in Krisen: Feuerwehrmann löscht Brand, Feuerlöscher, Gas-/Stromwarnungen, Notruf 112.



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