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Von Sassnitz zum Königsstuhl

Aktualisiert: 9. März


Weiße Kreidefelsen ragen über das blaue Meer, grüne Vegetation, Von Sassnitz zum Königsstuhl.
Blick auf dem Königsstuhl auf der Insel Rügen




Sassnitz ist ein Erholungsort auf der größten Insel in Deutschland, Rügen.




Sassnitz & Nationalpark Jasmund: Kreidefelsen-Abenteuer auf Rügen


Sassnitz ist das Tor zu den weißen Giganten der Ostsee. Wo Hafencharme auf wilde Natur trifft, beginnt ein unvergesslicher Trip zwischen Fischbrötchen und Steilküste.



Highlights in Sassnitz & Umgebung


  • Fischereihafen Sassnitz: Authentisches Flair mit rostigen Kuttern und fangfrischem Genuss. Ein Muss: Ein Räucherfisch-Brötchen direkt an der Kaimauer.


  • U-Boot-Museum HMS Otus: Tauchen Sie ab in die Enge eines britischen U-Boots – ein faszinierendes Erlebnis für Technikfans.


  • 👉 U-Boot Museum HMS Otus besuchen


  • Nationalpark Jasmund: Wandern Sie durch alte Buchenwälder (UNESCO-Weltnaturerbe) zum legendären Königsstuhl. Die 118 Meter hohe Kreidewand bietet den spektakulärsten Blick über die Ostsee.


  • 👉 Nationalparkzentrum Königsstuhl entdecken



Detailansicht komplexer Steuerung und Maschinen im Inneren eines U-Bootes.
Das U-Boot-Museum HMS Otus in Sassnitz ist kein gewöhnliches Ausflugsziel – es ist ein Tauchgang in die Geschichte. Wer durch den engen Notausstieg in den Torpedoraum steigt, spürt sofort, wie sich 68 Seeleute auf engstem Raum durch den Kalten Krieg manövrierten.

Die Otus, einst als „Silent Hunter“ bekannt, liegt heute fest vertäut im Stadthafen von Sassnitz und zeigt mit ihrer originalen Ausstattung, was es heißt, wochenlang unter Wasser zu leben. Für Technikfans, Geschichtsinteressierte und alle, die Platzangst überwinden wollen, ist die Otus ein Muss auf Rügen – und ein Ort, der zeigt, wie still es unter der Oberfläche wirklich werden kann.



Kerndaten


  • Typ: Oberon-Klasse, nicht-nuklear

  • Baujahr: 1963

  • Einsatzdauer: 28 Jahre (u. a. Falklandkrieg, Persischer Golf)

  • Besatzung: 68 Mann

  • Museum seit: 2002

  • Ort: Hafenstraße 18, Sassnitz

  • Eintritt: Erwachsene 9,50 €, Kinder ab 5,50 €, Gruppenpreise verfügbar

  • Besonderheiten: Originalausstattung, Info-Tafeln, Notausstieg begehbar

  • Hinweis: Keine Kartenzahlung, Hunde nicht erlaubt


U-Boot-Turm H.M.S. OTUS mit Flaggen unter blauem Himmel im Hafen.




Aktiv & Mobil auf Rügen


  • Wandern & Aussicht: Erleben Sie die Hochuferwege mit Panoramablick auf die berühmten Kreidefelsen.

  • Maritime Weiterreise: Nutzen Sie die Ausflugsschiffe ab Sassnitz für eine Tour entlang der Küste bis zum mondänen Ostseebad Binz.

  • Fischereimuseum: Erfahren Sie alles über die harte Arbeit der Hochseefischer und die Geschichte der Hafenstadt.

  • 👉 Offizielles Tourismusportal Sassnitz


Fazit: Sassnitz ist der perfekte Mix aus maritimem Erbe und dramatischer Natur. Ob Adrenalin an der Steilküste oder Entspannung an der Hafenpromenade – hier schlägt das Herz von Rügen.



Bäume auf einer Klippe unter klarem, blauem Himmel mit Kondensstreifen.










Mein Abenteuer von Sassnitz zum Königsstuhl – Eine Wanderung zwischen Kreidefelsen und Meeresrauschen


Die Morgensonne taucht den Sassnitzer Hafen in goldenes Licht, als ich meinen Rucksack schultere und mich auf den Weg zum Königsstuhl mache. Die Luft riecht nach Salz und frischem Fisch – ein typischer Ostsee-Morgen. Doch statt den bequemen Hafenbus zu nehmen, entscheide ich mich für das echte Abenteuer: die Wanderung über den Hochuferweg, der mich durch urige Buchenwälder und entlang schwindelerregender Kreideklippen führen wird von Sassnitz zum Königsstuhl.


Mann macht Selfie vor majestätischen Kreidefelsen, blauem Meer. Von Sassnitz zum Königsstuhl.


Durch die Piratenschlucht – Wo Klaus Störtebeker seine Schätze versteckt haben soll


Der Weg beginnt idyllisch an der Weddingstraße, doch schon bald öffnet sich vor mir die Piratenschlucht – eine steile Bucht, in der der Legende nach der berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker Unterschlupf fand. Die Holztreppen hinab zum Strand sind abenteuerlich, aber der Anblick lohnt sich: Weiße Kreidefelsen ragen wie gemalt über dem türkisfarbenen Wasser auf. Ein paar mutige Kletterer sammeln unten "Hühnergötter" (Löchersteine), während ich mir vorstelle, wie hier einst Piraten ihre Beute vergruben.


Wanderer auf Klippenweg, raue Küste, Meer, mit „Vagabundo“ und Schildtext.


Wissower Klinken – Eine verschwundene Legende


Weiter geht es zu den Wissower Klinken, einst Rügens berühmtestes Postkartenmotiv. Doch seit 2005 existieren die spitzen Kreidezinnen nur noch in Gemälden – ein gewaltiger Abbruch riss sie ins Meer. Die Infotafel zeigt historische Fotos, und ich spüre plötzlich die Vergänglichkeit dieser Landschaft. Der Wind pfeift um die Klippen, als wolle er mich warnen: "Bleib auf dem Weg!"



Hohe Bäume im Wald, Sonnenlicht, grünes Gras, Weg im Hintergrund. Von Sassnitz zum Königsstuhl.




Im Buchenurwald – UNESCO-Welterbe unter Blätterdach


Der Pfad schlängelt sich nun durch den "Alten Buchenwald", ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die knorrigen Bäume wirken wie aus einem Märchen, ihre Wurzeln umklammern moosbedeckte Kreidebrocken. Im UNESCO-Welterbeforum mache ich Rast – der kleine Kiosk versorgt mich mit Kaffee und einem Blick auf die Ausstellung über diese uralten Wälder. Plötzlich raschelt es: Eine Wildschweinfamilie trottet gemächlich über den Weg, ignoriert mich aber komplett.


Kreidefelsen mit Meerblick, grüner Vegetation und blauem Himmel. Von Sassnitz zum Königsstuhl.
Der Kieler Bach ist ein Paradebeispiel für die wilde Küstendynamik des Nationalparks Jasmund. Aus den tiefen Buchenwäldern der Stubnitz kommend, frisst er sich durch Moränen und Kreide, bevor er am Kieler Ufer in einem vier Meter hohen Wasserfall über die Steilküste stürzt. Unten trifft Süßwasser auf Feuersteinstrand – ein Naturkontrast, der zu den eindrucksvollsten Motiven Rügens gehört.




Kieler Bach – Der höchste Wasserfall Mecklenburgs?


Sein Name geht auf den „Kiel“ zurück, eine markante Geländekerbe, die der Bach gemeinsam mit dem Brisnitzer Bach über Jahrhunderte geformt hat. Wanderer erleben den Bach als lebendigen Schnittpunkt aus Geologie, Küstenentwicklung und urwaldartiger Vegetation – eingebettet in das UNESCO‑Weltnaturerbe der Alten Buchenwälder.

Der Kieler Bach ist damit nicht nur ein kurzer Küstenbach, sondern ein Schlüsselmotiv für die Naturgeschichte Jasmunds: dynamisch, wild, fotogen und ein Muss auf jeder Tour zwischen Sassnitz und Königsstuhl.



Geografische und naturkundliche Kerndaten


  • Lage: Nationalpark Jasmund, Insel Rügen, Mecklenburg‑Vorpommern

  • Quelle: Waldgebiet Stubnitz, genauer in den „Kieler Kämmen“ zwischen Collicker und Fahrnitzer Bergen

  • Mündung: Ostsee am Kieler Ufer, Steilküste nördlich von Sassnitz

  • Wasserfall: ca. 4 m Fallhöhe vom Hochufer auf den Feuersteinstrand

  • Besonderheit: Einer der bekanntesten Bäche der Halbinsel Jasmund, gut sichtbar entlang des Küstenwanderwegs zwischen Sassnitz und Königsstuhl


Weiße Kreidefelsen ragen über dem tiefblauen Meer; Von Sassnitz zum Königsstuhl.








Victoria-Sicht – Der erste Blick auf den Königsstuhl


Nach Stunden des Wanderns öffnet sich plötzlich der Wald – und da ist er: der Königsstuhl, 118 Meter hoch und fast senkrecht ins Meer abfallend. Von der Victoria-Sicht, einer winzigen Metallplattform, habe ich den perfekten Blick auf das Wahrzeichen. 1865 stand hier König Wilhelm I. mit seiner Tochter; heute teile ich mir den Platz mit einer Schulklasse, die begeistert Selfies macht.


Großer Holzstuhl blickt auf weiße Kreidefelsen und das blaue Meer.




Finale am Skywalk – Barrierefreie Aussicht über die Ostsee


Die letzten Meter zum Nationalpark-Zentrum sind gesäumt von Touristen, doch der neue Skywalk entschädigt für das Gedränge. Die schwebende Plattform gibt mir das Gefühl, über dem Abgrund zu stehen – unter mir toben die Wellen gegen die Kreide, während Möwen kreischen. Im Zentrum selbst tauche ich in die Ausstellung ein und lerne, dass diese Küste sich jedes Jahr um mehrere Zentimeter zurückzieht.


Gelber Rucksack und grüne Isomatte auf Holzbänken im sonnigen Wald.


Rückkehr – Mit dem Hafenbus und einem Lächeln


Erschöpft, aber glücklich steige ich in den Hafenbus Linie 23, der mich in nur 20 Minuten zurück nach Sassnitz bringt. Durch die Scheibe sehe ich die Kreideküste ein letztes Mal im Abendlicht – und weiß: Diese Wanderung war mehr als nur ein Spaziergang. Sie war eine Reise durch die Zeit, von Piratenlegenden bis zu den Kräften der Natur, die Rügen bis heute formen.


Tipp: Wer es gemütlicher mag, kann die Strecke auch mit dem Fahrrad über den geschotterten Radweg erkunden. Aber egal wie – der Königsstuhl bleibt unvergesslich!



Klippenrand mit blauem Meer, Sonnenlicht reflektiert auf dem Wasser, grün umrahmt.







Mein Tag am Kap Arkona – Wo Geschichte, Kunst und Alpakas aufeinandertreffen


Die steile Treppe zum Peilturm hinauf bringt mich ganz schön aus der Puste, aber der Blick von oben ist jeden Schritt wert. Oben angekommen, pfeift mir der Wind um die Ohren, während ich mich an der Reling festhalte und über die Ostsee blicke. Dieser Turm hat was! 1927 gebaut, um Schiffe sicher durch die gefährlichen Gewässer zu lotsen, steht er heute als cooles Denkmal mit einer ganz neuen Bestimmung.


Glasdach mit Vagabundo Schriftzug, blauem Himmel und modernen Leuchten.
Heute präsentiert sich der Turm als restauriertes Wahrzeichen mit Glaskuppel und Rundumblick über die Steilküste, das Fischerdorf Vitt und die Weite der Ostsee. Im Inneren treffen Besucher auf Kunsthandwerk, kleine Ausstellungen und Spuren der alten Funktechnik – ein spannender Kontrast aus Militärgeschichte, Kultur und Küstenlandschaft.


Drinnen erwartet mich eine Überraschung: Der Peilturm hat sich in eine kreative Oase verwandelt. An den Wänden hängen bunte Gemälde von Rügener Künstlern, in Vitrinen glitzert handgemachter Schmuck aus Bernstein und Silber. Ich streife durch die engen Räume, staune über filigrane Alpakawoll-Schals – so weich, dass ich am liebsten gleich einen mitnehmen würde. Eine Künstlerin erklärt mir, wie sie die Wolle der Tiere verarbeitet, die hier auf den Wiesen grasen.


Durch die schmalen Fenster des Turms sehe ich die beiden Leuchttürme von Kap Arkona – der eine schlank und rot, der andere gedrungen und weiß. Unten am Fuß des Turms tummeln sich Touristen, die zwischen Souvenirläden und Imbissbuden hin- und herschlendern. Ich dagegen genieße meinen exklusiven Blick von oben, wo ich die ganze Insel zu meinen Füßen habe.




Kunstvolle, detaillierte Skulptur eines Drachenkopfes aus Metall vor blauem Himmel.
Die Teufelsmasken‑Statue am Peilturm Kap Arkona wirkt wie ein stummer Wächter über der Steilküste. Ihre kantigen, maskenhaften Züge erinnern an slawische Schutzgeister und die alten Sagen, die sich um das Kap ranken. Zwischen Peilturm, Jaromarsburg und Ostsee positioniert, verbindet sie drei Ebenen des Ortes: Mythos, Militärgeschichte und Naturgewalt.


Plötzlich höre ich Musik. Eine Straßenmusikerin hat sich mit ihrer Geige am Eingang des Turms postiert und spielt eine Melodie, die sich mit dem Rauschen der Wellen vermischt. Für einen Moment fühlt es sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben – zwischen der alten Funktechnik an den Wänden, der modernen Kunst in den Ausstellungsräumen und diesem atemberaubenden Panorama.


Als ich später wieder festen Boden unter den Füßen habe, werfe ich einen letzten Blick zurück auf den Peilturm. Was für ein genialer Ort! Hier oben, zwischen Ostseewind und Kreativität, habe ich nicht nur die Aussicht genossen, sondern auch gespürt, wie Vergangenheit und Gegenwart auf Rügen zusammenfließen. Und wer weiß – vielleicht komme ich wieder, wenn ich mir endlich diesen kuschelweichen Alpakaschal kaufe ...



Roter Leuchtturm ragt unter blauem Himmel über grüne Bäume.
Der Peilturm am Kap Arkona ist ein technisches Denkmal, das die Geschichte der Navigation auf der Ostsee erzählt. 1927 als Marinepeilturm errichtet, überwachte er den Funkverkehr und half Schiffen, die gefährliche Küstenlinie rund um Wittow sicher zu passieren. Die Nähe zur Jaromarsburg, dem slawischen Kultplatz, verleiht dem Standort eine zusätzliche historische Tiefe.



HMS Otus (S18) – Ein Gigant der Tiefe im Ruhestand


Mitten im Hafen von Sassnitz auf Rügen liegt ein besonderes Stück Marinegeschichte: die HMS Otus (S18), eines der größten nicht-nuklearen U-Boote der Welt. Dieses britische U-Boot der Oberon-Klasse diente fast 30 Jahre lang der Royal Navy, bevor es 2002 als Museumsschiff eine zweite Karriere begann.


Ein technisches Meisterwerk des Kalten Krieges


  • Baujahr: 1963 in Schottland bei Scotts Shipbuilding gebaut.


  • Größe: 90 Meter lang, 8 Meter breit – ein Koloss mit einer Verdrängung von 2.410 Tonnen unter Wasser.


  • Antrieb: 2 Dieselgeneratoren (je 1.840 PS) für Überwasserfahrten, 2 Elektromotoren (je 3.000 PS) für geräuschlose Tauchgänge – daher der Spitzname "Silent Hunter".


  • Bewaffnung: 8 Torpedorohre (6 vorn, 2 achtern) mit bis zu 24 Torpedos, darunter der MK-24 "Tigerfish" mit einer Reichweite von 11 km.


U-Boot-Kontrollraum mit vielen Messgeräten, Ventilen und komplexer Technik.


Einsätze und Rekorde


  • Operation Granby (1991): Im Golfkrieg setzte die HMS Otus Spezialeinheiten (SAS/SBS) ein und kehrte mit der gehissten Piratenflagge (Jolly Roger) zurück – eine Tradition bei erfolgreichen Missionen.

  • Weltrekord im Tiefentauchen: 1987 entkamen zwei Besatzungsmitglieder aus 183 Metern Tiefe – ein bis heute ungebrochener Rekord.


Museumserlebnis in Sassnitz


Seit 2002 können Besucher das U-Boot erkunden und den engen Alltag der 68-köpfigen Besatzung nachempfinden:


  • Enge Kojen: Jeder Seemann hatte nur 3 Liter Wasser pro Tag für Trinken, Waschen und Kochen.

  • Originale Technik: Vom Torpedoraum bis zur Kommandobrücke sind alle Systeme erhalten, inklusive Periskopen mit Blick auf den Hafen.

  • Öffnungszeiten: Täglich geöffnet (Mai–Okt. 10–18 Uhr), Eintritt 9 € für Erwachsene.


Fazit: Die HMS Otus ist mehr als ein Museum – sie ist ein Zeugnis der maritimen Ingenieurskunst und der extremen Lebensbedingungen an Bord. Ein Muss für Technikfans und Geschichtsinteressierte! ⚓



Männliche Schaufensterpuppe in Marineuniform sitzt an Funkstation mit Kopfhörern.



Rügen Trip - Vom Nationalparkzentrum Jasmund ins U-Boot











Erleben Sie die atemberaubende Landschaft, während Sie durch die unvergleichliche Natur vom Weststrand (Fischland-Darß) bis zur beeindruckenden Steilküste auf der Insel Rügen wandern. Tauchen Sie ein in die Ruhe des Nationalparks und genießen Sie das Outdoor-Abenteuer im Wald.

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