Naturpark Erzgebirge-Vogtland: Wo Wildnis, Kultur und Bergbau-Herz schlagen
- 18. Sept. 2025
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Feb.
Ein preisgekröntes Naturjuwel
Mit 1.495 km² Fläche und 290.000 Einwohnern zählt der Naturpark Erzgebirge/Vogtland zu den dichtbesiedeltsten Gebirgsregionen Europas – ein Spagat zwischen Mensch und Wildnis, der 2024 erneut als »Qualitäts-Naturpark« ausgezeichnet wurde 9. Seine Besonderheit? Eine Landschaft, geformt durch 800 Jahre Bergbau, artenreiche Hochmoore und steil aufragende Gipfel wie den Fichtelberg (1.215 m) – Sachsens höchstem Punkt

Geografische Einzigartigkeit: Mehr als nur Berge
Entstehung: Vor 30 Millionen Jahren hob sich die Erzgebirgsscholle um über 1.000 Meter – geologische Kräfte schufen so tiefe Täler und Hochflächen, durchzogen von einem dichten Netz an Flüssen, die alle zur Elbe entwässern.
Gipfeldominanz: Keilberg/Klínovec (1.244 m) und Fichtelberg (1.215 m) prägen als höchste Erhebungen den Horizont.
Wasserschloss: Die Kammlagen sind ergiebige Trinkwasser-Reservoirs – 8 von 9 Talsperren versorgen Sachsen mit Frischwasser.
Naturschätze: Vom Moor zur Blumenwiese
Schutzgebiete & Artenvielfalt
Ökosysteme: Ursprüngliche Hochmoore, blumenreiche Bergwiesen, Steinrücken-Landschaften und naturnahe Wälder.
Seltene Arten: Hier leben Sperlingskauz, Auerhuhn, Flussperlmuscheln sowie botanische Raritäten wie Arnika, Enzian und Orchideen.
Aktiver Naturschutz
Der Park setzt auf:
Moorrenaturierungen zur CO₂-Bindung und Artenrettung.
Pflege historischer Kulturlandschaften wie Streuobstwiesen und Heckenreihen.
Trinkwasserschutz durch nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Kultur & Geschichte: Das Erbe des Silbers im Naturpark Erzgebirge-Vogtland
UNESCO-Welterbe Montanregion
Der Jahrhunderte alte Bergbau prägt bis heute Identität und Landschaft:
Relikte: Alte Stollen, Halden und Bergbaudörfer – sichtbar entlang des Kammwegs, der durch die »silberne Ader« des Erzgebirges führt.
Lebendige Traditionen: Volksfeste, Schnitzkunst und bergmännische Musik – gewürdigt als immaterielles Kulturerbe

Ikonische Figuren & Stätten
Stülpner-Karl: Der »Robin Hood des Erzgebirges« – sein Leben wird auf der Erlebnisburg Scharfenstein und bei Freilichttheater an den Greifensteinen inszeniert.
Bergbau-Erlebnispfade: Wie der Zinnweg bei Altenberg, wo Besucher in die Geschichte des Erzabbaus eintauchen.

Sachsens Top-Wanderwege: Natur & Panorama erleben
Sachsen bietet einige der besten Fernwanderwege Deutschlands. Besonders im Fokus steht aktuell der Kammweg, der als Favorit für die Wahl zum schönsten Wanderweg gilt.
Kammweg Erzgebirge-Vogtland – Nominiert für 2025!
Der Kammweg ist das Aushängeschild der Region und ein Muss für jeden Wanderfan. Er führt über die höchsten Gipfel des Erzgebirges und des Vogtlandes.
Länge: 287 km (17 Etappen)
Verlauf: Von Altenberg-Geising (Erzgebirge) ➡️ Blankenstein (Thüringen).
Highlights: UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge, Fichtelberg, schneesichere Höhenzüge und weite Panoramen.
Voting-Aktion: Unterstütze den Weg! Bis zum 30. Juni 2025 kannst du bei der Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ abstimmen.
🔗 Links: * Offizielle Infos & Etappen
Vogtland Panoramaweg
Dieser zertifizierte Qualitätsweg umschließt das Vogtland und bietet spektakuläre Einblicke in die Brückenbaukunst und die hügelige Landschaft.
Länge: 228 km (12 Etappen)
Highlight: Über 80 Aussichtspunkte und die beeindruckende Göltzschtalbrücke (die größte Ziegelsteinbrücke der Welt).
🔗 Link: 🌐 Details zum Panoramaweg
Malerweg (Elbsandsteingebirge)
Einer der bekanntesten Wanderwege Deutschlands. Er führt durch die bizarren Felsformationen der Sächsischen Schweiz, die schon berühmte Künstler der Romantik inspirierten.
Länge: 112 km (8 Etappen)
Highlight: Basteibrücke, Festung Königstein und wildromantische Schluchten.
🔗 Link: ⛰️ Malerweg entdecken
Oberlausitzer Bergweg
Wandern auf den Spuren der Vulkane. Dieser Weg führt durch das kleinste Mittelgebirge Deutschlands (Zittauer Gebirge) und besticht durch Granitfelsen und Umgebindehäuser.
Länge: 107 km (6 Etappen)
Highlight: Erloschene Vulkankegel und die einzigartige Architektur der Oberlausitz.
🔗 Link: 🗺️ Oberlausitzer Bergweg Infos

Kurz-Check: Welcher Weg passt zu dir?
Wanderweg | Anspruch | Besonderheit |
Kammweg | Hoch | Alpine Erfahrung & Bergbaugeschichte |
Vogtland Panoramaweg | Mittel | Brücken & sanfte Hügel |
Malerweg | Mittel | Felsen & Romantik |
Oberlausitzer Bergweg | Mittel | Vulkane & Kultur |
Barrierefreie Angebote
Waldpark Grünheide (Auerbach)
Der Waldpark ist ein Paradies für Kinder- und Jugendreisen sowie Familien. Er liegt mitten im Grünen und bietet eine riesige Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten (Kletterwald, Sporthallen, Abenteuerspielplätze).
Ideal für: Schulklassen, Vereine und aktive Familien.
Highlight: Die Kombination aus naturnaher Erholung und professionellen Sportanlagen.
Ferienwohnung Haus Christine (Treuen)
Diese Unterkunft bietet eine gemütliche und familiäre Atmosphäre im Herzen des Vogtlandes. Von hier aus lassen sich Ziele wie die Göltzschtalbrücke oder die Autobahn A72 schnell erreichen.
Ideal für: Paare oder kleine Familien, die eine ruhige Basis für Ausflüge suchen.
Highlight: Persönlicher Service und die zentrale Lage im Städteviereck Treuen, Auerbach, Reichenbach und Plauen.
IFA Schöneck Hotel & Ferienpark
Das „Balkon des Vogtlandes“ ist bekannt für seine umfassende Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist die Barrierefreiheit: Das Hotel verfügt über rollstuhlgerechte Zimmer, Aufzüge zu allen Ebenen und ebenerdige Zugänge zum Erlebnisbad „Aqua World“.
Ideal für: Reisende mit Mobilitätseinschränkungen und Familien mit Kinderwagen.
Highlight: Rollstuhlgerechte Wege innerhalb der Anlage und der direkte Zugang zum Ski- und Wandergebiet per Lift (ebenfalls barrierefrei zugänglich).
Nachhaltigkeit & Auszeichnungen
Qualitäts-Naturpark:
Seit 2008 wiederholt zertifiziert (zuletzt 2024).
Bewertet nach 100 Kriterien – von Naturschutz bis Tourismuslenkung.
Leitziele:
Umweltbildung: Kurse zu Artenkenntnis und Ökologie.
Regionale Vermarktung: Förderung lokaler Produkte wie Erzgebirgskäse oder Holzspielzeug.
Sanfter Tourismus: Besucherlenkung per App, E-Bike-Verleih, Kooperation mit Bahnunternehmen.

Anreise & Kontakt
ÖPNV:
Vogtlandbahn, Erzgebirgsbahn, Freiberger Eisenbahn.
Auto:
Über A4 (Dresden–Chemnitz) und A72 (Hof–Leipzig).
Info-Adressen:
Geschäftsstelle: Schloßplatz 8, 09487 Schlettau.
Tel.: 03733 622106; E-Mail: kontakt@naturpark-erzgebirge-vogtland.de.
Fazit: Lebendiges Erbe, wildes Herz
Der Naturpark Erzgebirge/Vogtland ist kein Museum – er ist ein dynamischer Organismus, wo Natur, Kultur und Moderne harmonieren. Seine Stärke liegt im Dreiklang:
Schutz seltener Ökosysteme wie Moore und Bergwiesen.
Bewahrung des montanen Erbes als Welterbe-Kandidat.
Innovation durch Qualitätstourismus und Bildung.
„Hier atmet die Landschaft Geschichte – und schreibt doch täglich ihre Zukunft.“
Wander-Tipp: Kombinieren Sie den Kammweg mit der "Erlebnisburg Scharfenstein" – so verbinden Sie atemberaubende Natur mit 500 Jahren Bergbau-Drama!

Der Kapellenberg: Höchster Gipfel des Elstergebirges im Erzgebirgsvorland
Der Kapellenberg bei Schönberg (Vogtlandkreis) ist mit 758,7 m ü. NHN die höchste Erhebung des Elstergebirges – eines Übergangsgebiets zwischen Erzgebirge und Fichtelgebirge. Er liegt unmittelbar an der tschechischen Grenze und überragt das Egerbecken um 300 Höhenmeter

Geografische und geologische Besonderheiten
Lage: Südlichster Zipfel Sachsens, bei Bad Brambach-Schönberg (südlichstes Dorf Sachsens).
Geologie: Granitgestein aus dem Karbon, geologisch dem Fichtelgebirge zugeordnet.
Aussicht: Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Erzgebirge, Fichtelgebirge, Oberpfälzer Wald und Kaiserwald (Tschechien).
Kulturhistorische Highlights
Kapelle St. Ursula (Ruine):
Namensgeberin des Bergs; im 12. Jahrhundert gegründet.
Umrankt von Sagen, darunter die Legende von drei Schwestern, die aus unerfüllter Liebe als Nonnen lebten.
Alter Wall:
Frühgeschichtliche Wehranlage, heute als Bodendenkmal geschützt.
Sagenwelt:
Die "Weiße Frau": Ein Geist, der im angrenzenden Hochmoor umgehen soll, nachdem sie ihr Kind ertränkte.
Der Kapellenbergturm: Geschichte und Nutzung
1931: Erster Turm nach Plänen von Gustav Zimmermann erbaut.
1982: Sprengung durch die DDR-Zivilverteidigung für eine sowjetische Radarstation.
1993: Wiederaufbau mit vergrößertem Grundriss; heute 5.000 Besucher/Jahr.
Öffnungszeiten:
April bis Oktober, Sa/So/Feiertage: 10–17 Uhr
Eintritt: 2 € (Erwachsene), 1 € (Kinder).

Wandertouren und Anreise
Klassische Rundtour ab Bad Brambach:
Strecke: 12,9 km (3,5 Std.) über den Vogtland Panorama Weg®
Höhenmeter: 258 m Auf-/Abstieg
Highlights: Moosbedeckte Waldpfade, Grenzsteine, "Tränke"-Teich (Ort der "Weißen Frau"-Sage).
Alternative Routen:
MTB-Tour zur tschechischen Grenze (6,1 km).
Elsterradweg für Rennradfahrer (227 km).
Anreise:
Bahn: Vogtlandbahn bis Bad Brambach
Auto: A72/A4, Parkplatz Bahnhofstraße in Bad Brambach.
Tipps für Besucher
Beste Jahreszeit: April–Oktober (Turm geöffnet, trockene Wege).
Kombi-Empfehlung: Besuch der Erlebnisburg Scharfenstein oder des Freilichtmuseums Landwüst 612.
Grenzübergreifende Touren: Radroute nach Eger (Cheb, Tschechien; 52 km).
💡 Insider-Wissen: Am Turm informiert eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Bergs und seine Rolle als Festpunkt der Königlich-Sächsischen Triangulation (1864) – ein Schlüsselort für die Vermessung Sachsens!
Fazit: Symbol der Grenzlandschaft
Der Kapellenberg vereint Natur, Geschichte und Mythos: Als wichtigster Aussichtspunkt des Elstergebirges spiegelt er die bewegte deutsch-tschechische Grenzgeschichte wider – von mittelalterlichen Sagen über kalte kriegsbedingte Sprengungen bis zur heutigen Rolle als Wanderziel mit Panoramablick ins Erzgebirge. Ein Muss für alle, die das "Dach des Vogtlands" erklimmen möchten!
Topasfelsen Schneckenstein: Einzigartiges Naturmonument

Merkmal | Details |
Höhe | 23,7 Meter (höchster natürlicher Topas-Felsen Europas) |
Lage | Bei Tannenbergsthal/Vogtland, im Naturpark Erzgebirge-Vogtland |
Geologie | Topas-haltiger Granit-Pegmatit (entstand vor 275 Mio. Jahren) |
Historische Bedeutung | Abbaustätte für sächsische Kronjuwelen unter August dem Starken (18. Jh.) |
Wissenswertes & Besonderheiten
Einzigartigkeit
Einzige Topas-Lagerstätte Europas außer Russland mit klaren, blassgelben Edelsteinen.
Königliche Schätze
Berühmtestes Fundstück: "Der Sächsische Weiße" (Topas von 614 Karat), verarbeitet in Dresdner Hofjuwelen.
Schutzstatus
Seit 1938 als Naturdenkmal geschützt – Sammeln von Steinen streng verboten!

Besucher-Infos
Topasfelsen Schneckenstein: Einzigartiges Naturmonument
Der Schneckenstein ist der einzige Topasfelsen Europas und ein faszinierendes Ziel für Wanderer und Mineralienfans.
Startpunkt: Parkplatz Tannenbergsthal (08262 Muldenhammer)
Route: Lehrpfad "Schneckensteiner Edelsteinschleifertour"
Distanz: Ca. 4 km Rundweg (leicht bis mittelschwer)
Highlight: Aussichtsplattform mit direktem Blick auf Topaskristalle im Felsen.
Öffnungszeiten: Ganzjährig frei zugänglich.
Eintritt: Kostenfrei.
Nützliche Links:
💡 Tipp: Kombinieren Sie den Besuch mit dem Besucherbergwerk Grube Tannenberg (Führung durch historische Topas-Stollen).
Warum ist der Felsen so besonders?
Seltene Entstehung: Topase bildeten sich nur hier in gasgefüllten Hohlräumen quarzreicher Gesteine.
Farbenspiel: Bei Sonnenlicht schimmern eingelagerte Kristalle goldgelb bis bläulich.
Mythos: Sagen berichten von "verhexten Edelsteinen", die Bergleute in den Wahnsinn trieben.
Naturraritäten & Erzgebirgswasser: Kostbare Schätze im Naturpark Erzgebirge/Vogtland
Naturraritäten: Geologische Wunder und seltene Ökosysteme

Topasfelsen Schneckenstein
Einzigartigkeit: Mit 23,7 m Höhe ist er der größte natürliche Topasfelsen Europas.
Geologie: Entstand vor 275 Mio. Jahren aus topashaltigem Granit-Pegmatit; enthält goldgelb bis bläulich schimmernde Kristalle.
Historische Bedeutung: Lieferte Edelsteine für sächsische Kronjuwelen Augusts des Starken (z. B. "Der Sächsische Weiße", 614 Karat).
Schutz: Seit 1938 Naturdenkmal – Steinesammeln verboten!
Hochmoore: Klimaschützer und Artenrefugien
Verbreitung: Besonders auf den Kammlagen (z. B. Stengelhaide bei Marienberg).
Ökologische Rolle:
Speichern CO₂ und Wasser, filtern Schadstoffe.
Lebensraum für Sperlingskauz, Auerhuhn und spezialisierte Pflanzen wie Sonnentau oder Moosbeere.
Renaturierung: Seit 25 Jahren revitalisiert der Naturpark entwässerte Moore mit Holzdämmen und Spezialbaggern.
Artenreiche Kulturlandschaften
Bergwiesen: Blütenpracht aus Arnika, Enzian und Orchideen – erhalten durch traditionelle Beweidung.
Steinrücken & Hecken: Typische Landschaftselemente mit Heckenbraunelle und Neuntöter
Oberwiesenthal und Fichtelberg: Gipfelerlebnis im Erzgebirge

Der Fichtelberg: Sachsens höchster Gipfel
Höhe & Lage: Mit 1.214,88 m ü. NHN ist der Fichtelberg der höchste Berg Sachsens und bildet mit dem tschechischen Keilberg (1.244 m) das Herz des Erzgebirgswintersports.
Geologie: Besteht aus metamorphem Gestein wie Glimmerschiefer und Muskovitgneis mit Mineralien wie Granat und Turmalin.
Ökologie: Trotz historischer Waldschäden durch Industrieemissionen („Waldsterben“) dominieren heute junge Fichtenwälder. Seltene Pflanzen wie Alpen-Flachbärlapp gedeihen hier.
Oberwiesenthal: Deutschlands höchstgelegene Stadt
Lage: Auf 914 m Höhe im Pöhlbachtal am Fuße des Fichtelbergs.
Charakter: Traditioneller Kurort mit Bergbaugeschichte (UNESCO-Welterbe Montanregion) und ganzjährigem Tourismus.
Top-Attraktionen & Aktivitäten
Historische Schwebebahn
Älteste Seilschwebebahn Deutschlands: Seit 1924 transportiert sie Besucher vom Kurort Oberwiesenthal auf das Gipfelplateau (303 Höhenmeter).
Aussicht: Bei klarem Wetter Panoramablick bis zum Oberpfälzer Wald und Kaiserwald (Tschechien).
Adrenalin & Naturerlebnisse
OTHAL Coaster**: Ganzjährige Rodelbahn mit rasanter Talfahrt – auch bei Regen nutzbar.
Flyline: Zipline durch Baumwipfel (nur bei trockenem Wetter).
Wanderwege: 75 km markierte Routen, darunter der Kammweg Erzgebirge-Vogtland (287 km, „Qualitätsweg“).
Wintersport-Highlights
Skiareal: Größtes Gebiet Ostdeutschlands mit 15,5 km Pisten (blau bis schwarz) und Funpark.
Nachtskifahren: Flutlichtbeleuchtete Piste (750 m) freitags/samstags bis 21 Uhr.
Langlauf: 30 km Loipen und Rodelstrecken.

Fichtelberg: Kultur, Kulinarik & Naturerlebnis pur
Der höchste Berg Sachsens (1.215 m) bietet weit mehr als nur Wintersport. Entdecken Sie Bergbaugeschichte, nostalgische Technik und erstklassige Gastronomie.
Kultur & Gipfel-Infrastruktur
Fichtelberghaus: Markantes Hotel mit Aussichtsturm und regionalen Restaurants wie der „Himmelsleiter“.
Highlights: Die Friedensglocke (läutet an Feiertagen) und die historische Triangulationsstation von 1864.
Bergbau-Erbe: Erkunden Sie Relikte entlang des Zinnwegs bei Altenberg.
Link: Hotel Fichtelberghaus
Anreise & Nostalgie-Mobilität
Fichtelbergbahn: Dampflok-Romantik von Cranzahl nach Oberwiesenthal.
Tipp: Fahrradmitnahme (3 €), Hunde mit Maulkorb erlaubt.
Auto: Über die A72/A4 bis Chemnitz, dann der B95 bis Oberwiesenthal folgen.
Link: Fahrpläne & Tickets
Umwelt & Naturerbe
Schutzgebiete: Das LSG Fichtelberg umfasst wertvolle Hochmoore als CO₂-Speicher und seltene Bergwiesen.
Nachhaltigkeit: Gezielte Maßnahmen wie Bodenkalkung schützen das Ökosystem vor Übersäuerung.
Gastronomie & Schlafen
Kulinarik:
Rotgiesserhaus: Spezialisiert auf regionale Wildgerichte.
Das Guck: Moderne, internationale Küche mit Panorama.
Après-Ski: Schirmbar & Prijut direkt an der Talstation.
Kurz-Check: Infos auf einen Blick
Kategorie | Highlight | Info |
Erlebnis | Schmalspurbahn | Nostalgiefahrt (2,5 Std. gesamt) |
Natur | Fichtelbergwiesen | Seltene Flora & Hochmoore |
Essen | Wildgerichte | Regional im Rotgiesserhaus |
Aussicht | Aussichtsturm | Panoramablick über das Erzgebirge |

Praktische Tipps für Besucher
Beste Reisezeit:
Winter (Dez.–März) für Skisport.
Sommer (April–Okt.) für Wanderungen und Coaster-Fahrten.
Kosten:
Schwebebahn-Ticket: ca. 12 € (Erwachsene), 8 € (Kinder).
Skipass: Tageskarte ab 35 €.
Kleidung: Wind- und wetterfeste Ausrüstung – das Gipfelwetter ist unberechenbar!
Fazit: Wo Tradition und Abenteuer verschmelzen
Oberwiesenthal und der Fichtelberg bieten mehr als Wintersport: Sie sind ein kulturelles Archiv des Erzgebirges mit lebendiger Bergbautradition, ökologischer Vielfalt und modernem Adventure-Tourismus. Ob mit der historischen Schwebebahn auf den Gipfel, beim Nachtskifahren unter Flutlicht oder auf dem Kammweg durch blühende Bergwiesen – hier verbinden sich Natur und Menschheitsgeschichte zu einem unvergesslichen Erlebnis.
„Glück Auf!“ – Der traditionelle Gruß der Bergleute läutet auch heute noch jeden Besuch in dieser einzigartigen Hochgebirgslandschaft ein.
Annaberg-Buchholz: Das historische Herz des Erzgebirges

Steckbrief
Einwohner: 18.815 (2024)
Höhe: 600 m ü. NHN
Gründung: 1496 durch Herzog Georg von Sachsen
UNESCO-Welterbe: Altstadt und Bergbaulandschaften seit 2019
Wahrzeichen: St. Annenkirche (größte spätgotische Hallenkirche Sachsens)
Historische Bedeutung: Silber, Adam Ries und Bergbautradition
Silberboom: Im 16. Jh. nach Freiberg zweitgrößte Stadt Sachsens, geprägt durch reiche Silberfunde am Schreckenberg.
Adam Ries: Der Rechenmeister wirkte hier ab 1522 – sein Wohnhaus ist heute ein Museum mit interaktiven Mathe-Experimenten.
Bergbaurelikte:
Frohnauer Hammer: Ältestes Schmiedemuseum Deutschlands, UNESCO-Denkmal – zeigt historische Verarbeitung von Erzen.
Besucherbergwerke: "Im Gößner" (unter der Altstadt), "Markus-Röhling-Stolln" und "Dorothea-Stolln" mit Grubenbahnen.
Reformationsgeschichte: Landesgrenze an der Sehma trennte einst katholisches Annaberg und evangelisches Buchholz

Kultur & Sehenswürdigkeiten: Gotik, Handwerk und Kulinarik
Architektonische Juwelen
St. Annenkirche: Bergaltar und Turmaufstieg mit Panoramablick.
Bergkirche St. Marien: Berühmt für ihre bergmännische Holzkrippe (32 geschnitzte Figuren).
Lebendiges Handwerk
Klöppelspitzen: Barbara Uthmann schuf im 16. Jh. Arbeitsplätze für Bergarbeiterfrauen – ihr Denkmal ziert den Marktplatz.
Manufaktur der Träume: Museum mit 1.000+ Volkskunstobjekten, von Spielzeug bis erzgebirgische Schwibbögen.
Kulinarische Highlights
Annaberger Butterstollen: Traditionelle Backware mit weltweiter Bekanntheit.
Neinerlaa: Weihnachtsbrauch mit neun symbolischen Speisen (z. B. Linsen für Kleingeld).

Moderne Wirtschaft: Von Raumfahrt bis Posamenten
Industrie:
Automobilzulieferer: Teile für deutsche Premiummarken und Rennsport-Auspuffanlagen.
Raumfahrttechnik: Dichtungen für das ARIANE-Programm.
Handwerk:
Posamentenherstellung: Im 19. Jh. europaweit größter Umschlagplatz für Textilzierrat.
Bildung: Geplante Fachhochschule und Forschungscampus.
Events & Lebensgefühl: Tradition meets Innovation
Fabulix: Internationales Märchenfilm-Festival im August.
Annaberger KÄT: Größtes Volksfest des Erzgebirges mit Bergparaden und Kunsthandwerkermarkt.
Weihnachtszauber: Adventsmarkt mit bergmännischen Krippen und Schwibbögen – "Glück Auf!"-Gruß inklusive.
Anreise & Übernachtungstipps
Mobilität:
Bahn: Vogtlandbahn und Erzgebirgsbahn nach Chemnitz/Dresden.
Auto: A4/A72 bis Chemnitz, dann B95.
Unterkünfte:
Hotel Wilder Mann: Historisches Bürgerhaus am Marktplatz.
Landhaus am Frohnauer Hammer: Komfortappartements in Flussnähe.
Warum Annaberg-Buchholz? Ein Fazit
„Das macht nach Adam Riese...“ – Der berühmte Satz des Rechenmeisters symbolisiert, wie sehr die Stadt Mathematik, Bergbau und Lebenskunst verbindet. Hier spürt man den Stolz der Bergleute in den UNESCO-Stollen, die Filigranität der Klöppelspitzen und den Duft von Butterstollen – eine Stadt, wo Geschichte nicht im Museum endet, sondern in Werkstätten, Museen und Festen weiterlebt.





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