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Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern

  • 21. Sept. 2023
  • 23 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 11 Stunden

Panoramablick auf die Landschaft mit Fluss und Dörfern, Elbsandsteingebirge.



Einleitung: Magie aus Sandstein


Das Elbsandsteingebirge – oft „Sächsische Schweiz“ genannt – ist Deutschlands wildestes Naturwunder: 400 km² zerfurchter Tafelberge, schwindelerregende Felsnadeln und urige Buchenwälder. Hier trekke ich seit Jahren – und verrate dir, warum dieser Park nicht nur für Kletterer, sondern für Wanderer ein Traumziel ist.





Meine Top 3 Trekkingrouten



Malerweg (Etappe 4): Schrammsteine & Falkenstein

Auf 17 km führt dich Etappe 4 des Malerwegs von Schmilka zur Neumannmühle – inklusive spektakulärer Gratwanderung über den Schrammsteingrat mit Fernblick bis nach Böhmen. Mit steilen Stufen, Stahlseil-Passagen und dem optionalen Abstecher zur sagenumwobenen Idagrotte zählt diese Königsetappe zu den eindrucksvollsten, aber anspruchsvollsten Abschnitten des gesamten Malerwegs.



Das Prebischtor ist das größte natürliche Sandstein-Felsentor Europas und eines der ikonischsten Naturwahrzeichen der Böhmischen Schweiz. Mit seiner majestätischen Spannweite, den steil aufragenden Felswänden und den weiten Ausblicken über das Elbsandsteingebirge zählt es zu den eindrucksvollsten Fotospots und Ausflugszielen der Region.
Das Prebischtor ist das größte natürliche Sandstein-Felsentor Europas und eines der ikonischsten Naturwahrzeichen der Böhmischen Schweiz. Mit seiner majestätischen Spannweite, den steil aufragenden Felswänden und den weiten Ausblicken über das Elbsandsteingebirge zählt es zu den eindrucksvollsten Fotospots und Ausflugszielen der Region.



🇨🇿 Böhmische Schweiz: Prebischtor & Edmundsklamm

Diese 14‑km‑Tour verbindet das legendäre Prebischtor – Europas größtes Sandsteintor – mit der spektakulären Edmundsklamm, die du per Floß durchquerst. Start in Hřensko, Natur pur, grenzüberschreitendes Erlebnis – ideal für Abenteurer, die Tschechien und Deutschland in einer Tour kombinieren möchten.



Der Zirkelstein ist einer der markantesten Tafelberge der Sächsischen Schweiz und bietet trotz seiner geringen Höhe ein spektakuläres 360‑Grad‑Panorama über das Elbsandsteingebirge. Der freistehende Fels mit seiner steilen Gipfelkuppe ist schnell erreicht und zählt zu den schönsten Aussichtspunkten für Sonnenauf- und -untergänge.
Der Zirkelstein ist einer der markantesten Tafelberge der Sächsischen Schweiz und bietet trotz seiner geringen Höhe ein spektakuläres 360‑Grad‑Panorama über das Elbsandsteingebirge. Der freistehende Fels mit seiner steilen Gipfelkuppe ist schnell erreicht und zählt zu den schönsten Aussichtspunkten für Sonnenauf- und -untergänge.


🇩🇪 Zirkelstein – Königstein: Geschichte trifft Panorama

Auf 12 km erlebst du vom einsamen Zirkelstein bis zur mächtigen Festung Königstein einen perfekten Mix aus Naturpanorama und Geschichte. Die Route führt durch stille Felslandschaften und endet auf einer der größten Bergfestungen Europas – inklusive Einkehr in der historischen Soldatenkneipe.

















Survival-Tipps fürs Gebirge


  • Trittsicherheit: Nasse Sandsteinstufen sind glatt wie Seife! Profiltrekkingschuhe sind Pflicht.

  • Wasser: Quellen sind rar – 3 Liter pro Tag im Rucksack.

  • Boofen: Wildcampen verboten! Aber „Boofe“ nutzen (genehmigte Felsüberhänge) – Buchung via Nationalparkverwaltung.

  • Wetter: „Böhmische Nebel“ kommen blitzschnell – Regenjacke immer dabei.



Panoramablick über das Elbsandsteingebirge mit grünen Wäldern und blauem Himmel. Trekking im Elbsandsteingebirge.
Aussicht vom Carolafels, er liegt inmitten der Affensteine und ist etwa 415 Meter der höchste Gipfel dieser Felsengruppe. Name: Carolafelsen




Essen wie ein Felskönig


  • In Schmilka: Bio-Brot aus dem Steinofen + selbstgebrautes Felsenbier.

  • Am Lilienstein: Lammgulasch der mobilen Schäferei (nur Wochenende!).

  • Tipp: Rucksack-Picknick mit „Bemme“ (sächsische Brotzeit) auf dem Carolafelsen.




Fotospots, die Instagram rocken


  1. Basteibrücke bei Sonnenaufgang (vor 8 Uhr, dann tourifrei!).

  2. Kuhstall-Höhle mit mystischem Lichteffekt (Mittagszeit!).

  3. Rathmannsdorfer Felsenbad – verfallenes Jugendstilbad im Wald. Geheimtipp!





Mann posiert auf Felsbrücke mit atemberaubender Aussicht im Elbsandsteingebirge.



Was du vermeiden solltest

  • Wochenenden im Juli/August: Bastei wird zur Menschenmassen-Hölle.

  • Klettersteige ohne Erfahrung (z. B. „Himmelsleiter“) – nimm eine geführte Tour!

  • Barfuß wandern: Quarzsandstein schneidet wie Glas!


Mein Pack-Check

  • Pflicht: Karte „Wanderatlas Sächsische Schweiz“ (1:25.000) – GPS versagt in Schluchten!

  • Zusatz: Stirnlampe (für Höhlen/Grotten), Teleskopstöcke, Erste-Hilfe-Set.

  • Nice to have: Sandsteinkreide für Markierungen (wird vom Regen abgewaschen).


Nachtrekking? Ja, aber richtig!

  • Genehmigte Nachtwanderungen (z. B. mit Nationalparkführer Sachsen): Fledermäuse überm Schmilkaer Felsentor!

  • Regeln: Kein Feuer, nur Taschenlampen mit Rotlicht (schont Tiere).


Warum mich diese Wildnis verzaubert

„Hier spürt man den Puls der Erde: In den moosigen Schluchten, im Wind, der durch Felsspalten pfeift – und im Schweigen der Wälder. Das Elbsandsteingebirge ist kein Park. Es ist ein Mythos. “


Anreise & Infos


  • ÖPNV: S-Bahn von Dresden nach Bad Schandau (40 Min.), dann Bus/Ruf Taxi.

  • Eintritt: Nationalpark kostenlos! Nur Attraktionen wie Festung Königstein (12 €).














Idagrotte in der Sächsischen Schweiz: Ein geologisches und historisches Juwel



Die Idagrotte ist eine der faszinierendsten Naturhöhlen im Elbsandsteingebirge. Sie liegt an der Ostseite des Friensteins (455 m) in den Affensteinen und verbindet spektakuläre Felsarchitektur mit mittelalterlicher Geschichte. Hier die detaillierte Beschreibung:




Geologie & Entstehung


  • Typ: Kluft- und Schichtfugenhöhle, entstanden durch Verwitterung und tektonische Spannungen im Sandstein.

  • Struktur:

    • Begehbarer Durchgang (ca. 15 m Länge) – man tritt auf einer Seite ein und tritt gegenüber wieder aus.

    • Öffnet sich zu beiden Seiten hin mit "Fenstern", die Ausblicke auf zerklüftete Felslandschaften wie den Kleinen Winterberg und Neuen Wildenstein bieten.

  • Besonderheit: Typische Wabenverwitterung des Elbsandsteins, erkennbar an löchrigen Wandstrukturen.



Historische Bedeutung


  • Mittelalterliche Nutzung:

    • Diente als Wohnstätte/Wachposten für die Burg auf dem Neuen Wildenstein (14./15. Jh.). Balkenlöcher und Bearbeitungsspuren zeugen davon.

    • Teil der „Burgwarte Frienstein“, auch „Vorderes Raubschloss“ genannt – diente als Gefängnis und Beobachtungspunkt.

  • Name: Herkunft ungeklärt, möglicherweise von „Ida“ (germanisch: „Arbeit“) oder Sagenfigur





Pfad durch Landschaft, Bäume, Felsen und Elbsandsteingebirge. Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern.
Der Weg zur Idagrotte gilt als anspruchsvoll und ist nur für trittsichere, erfahrene Wanderer geeignet.
  • Beliebte, aber herausfordernde Zustiege führen über:

    • Wolfsstiege

    • Obere Affensteinpromenade

    • Königsweg  





Zugang & Gefahren


  • Schmales Felsband:

    • Einziger Zugang ist ein 50 cm breites, 3,5 m langes Felsband über einem Absturz (ca. 30 m tief).

    • Erfordert absolute Schwindelfreiheit, Trittsicherung und Haltegriffe – bei Nässe/Schnee lebensgefährlich!.

  • Unfallgeschichte:

    • Mehrere tödliche Abstürze (z. B. 2001 durch nächtliches „Boofen“/Übernachten).

    • Seit 2002 verboten: Übernachten in der Grotte ist untersagt.



Fotografische Highlights


  • Ikone der Sächsischen Schweiz: Das Felsband-Zugangsfoto zählt zu den meistfotografierten Motiven der Region.

  • Beste Perspektiven:

    • Von gegenüberliegendem Felsen: Blick auf das schmale Band mit Tiefenwirkung.

    • Durch „Fenster“ im Höhleninneren: Rahmenartige Ausblicke auf Kuhstall und Thorwalder Wände.

  • Lichtstimmungen: Goldene Morgen-/Abendsonne oder Herbstnebel für mystische Atmosphäre.


Geschichte der Idagrotte
Geschichte der Idagrotte

Die Idagrotte erhielt ihren Namen im 19. Jahrhundert, als sächsische Bergsteiger die Höhle nach der mythologischen Nymphe Ida tauften und sie als romantischen Naturtempel beschrieben. Durch ihre markante Lage am Frienstein und die Felsformation des „Opferkessels“ entwickelte sich die Grotte schnell zu einem legendären Ort, um den sich bis heute zahlreiche Sagen und Klettergeschichten ranken.





Wanderrouten zur Idagrotte

Route

Start

Länge

Schwierigkeit

Highlights

Familienfreundlich

Beuthenfall

5,4 km

⭐⭐ (mäßig steil)

Dietrichsgrund, Königsweg

Sportlich (Klettersteig)

Beuthenfall

11 km

⭐⭐⭐⭐ (Klammern, Stahlseile)

Häntzschelstiege, Langes Horn

Abenteuerlich

Schmilka

7 km

⭐⭐⭐⭐⭐ (ausgesetzt)

Rübezahlstiege, Wilde Hölle

Rundweg

Lichtenhain

12,6 km

⭐⭐⭐ (Stufen, Steigungen)

Kuhstall, Kleiner Winterberg

  • Empfohlene Kombi-Tour: Idagrotte + Kuhstall (Felsentor) + Himmelsleiter (27 m hohe Metalltreppe).




Sicherheitshinweise

  • Ausrüstung:

    • Profilschuhe mit Gummiprofil (nasser Sandstein ist glatt!).

    • Klettersteigset/Helm bei Häntzschelstiege/Rübezahlstiege.

  • Wetter: Meiden bei Regen, Schnee oder starkem Wind – erhöhte Absturzgefahr!.

  • Zeitmanagement: Start früh morgens – weniger Touristen, besseres Licht.


Umgebende Sehenswürdigkeiten

  • Kuhstall: Sachsens zweitgrößtes Felsentor (nach Prebischtor), mit Berggasthaus.

  • Lichtenhainer Wasserfall: Endpunkt der Kirnitzschtalbahn – ideal für Tour-Abschluss.

  • Carolafelsen: Panoramablick über Elbtal und Zschand-Gebiet.



Der Kuhstall ist mit 11 m Höhe und 17 m Breite das zweitgrößte natürliche Felsentor der Sächsischen Schweiz und liegt markant auf dem Neuen Wildenstein. Bereits im Mittelalter diente das Felsmassiv als Rückzugsort und später als Versteck für Vieh während kriegerischer Zeiten – daher der Name „Kuhstall“.
Der Kuhstall ist mit 11 m Höhe und 17 m Breite das zweitgrößte natürliche Felsentor der Sächsischen Schweiz und liegt markant auf dem Neuen Wildenstein. Bereits im Mittelalter diente das Felsmassiv als Rückzugsort und später als Versteck für Vieh während kriegerischer Zeiten – daher der Name „Kuhstall“.

Im 19. Jahrhundert wurde der Kuhstall zu einem beliebten Ausflugsziel der Romantik, inklusive historischer „Himmelsleiter“, die durch eine Felsspalte auf das Felsplateau führt. Heute zählt das Tor zu den bekanntesten Naturwahrzeichen des Elbsandsteingebirges und ist ein zentraler Höhepunkt vieler Wanderungen rund um Lichtenhain und die Kirnitzschtalbahn.









Tipps für Besucher


  • Boofen-Verbot beachten: Nur Tagesbesuche erlaubt – Kontrollen durch Nationalpark-Ranger 29.

  • GPS-Navigation: In Schluchten oft kein Empfang – Papierkarte (1:25.000) mitnehmen.

  • Anreise: Mit Kirnitzschtalbahn bis Haltestelle Beuthenfall oder Lichtenhainer Wasserfall .

Die Idagrotte ist ein Symbol der Urgewalt des Elbsandsteins – ein Ort, wo Geschichte, Abenteuer und atemberaubende Natur verschmelzen.






Sandige Höhle mit Blick ins Freie. Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern. Elbsandsteingebirge.
Die Idagrotte ist eine spektakuläre Kluft- und Schichtfugenhöhle am Frienstein in den Affensteinen – ein anspruchsvoll erreichbares Naturhighlight im Nationalpark Sächsische Schweiz. Sie bietet zwei offene Höhlenportale mit beeindruckenden Ausblicken und zählt zu den markantesten Felsformationen der Region.





Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz: Wo Felsen atmen und Abenteuer wartet




Ein Wanderblog für Felsverliebte und Gratläufer





Einleitung: Monumentale Sandsteinriesen


Die Schrammsteine sind das dramatische Herzstück des Nationalparks Sächsische Schweiz: Eine 5 km lange, zerschrammte Felsbarriere aus Kreidezeit-Sandstein, die sich östlich von Bad Schandau bis auf 425 Meter erhebt. Hier, wo einst ein Urmeer brandete, kämpfen sich heute Wanderer über eiserne Leitern zu Aussichten, die selbst gestandene Alpinisten staunen lassen.



Kerninfos kompakt


  • Lage: Zwischen Kirnitzschtal (Norden), Elbtal (Süden) und den Winterbergen (Osten)

  • Geologie: 100 Mio. Jahre alter Elbsandstein, geformt durch Wasser, Eis und Wind – mit ikonischen Verwitterungsformen wie Schrammtoren (mächtige Felsspalten)

  • Höhepunkte: Schrammsteinaussicht (423 m), Gratweg, Wilde Hölle, Großer Schrammtor

  • Charakter: Nicht für Höhenängstliche! Ausgesetzte Passagen, Stahlseile & 90°-Leitern prägen die Touren.



Felsformationen im Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern, grüne Landschaft.
Die Schrammsteine sind eine der spektakulärsten Felsgruppen der Sächsischen Schweiz – ein zerklüftetes Sandsteinmassiv mit schmalen Graten, steilen Stufen und atemberaubenden Aussichten bis ins Böhmische. Die Kombination aus luftigen Pfaden, Leitern und Felsbändern macht sie zu einem der beliebtesten, aber auch anspruchsvollsten Wanderziele im Elbsandsteingebirge.












Die Königsroute: Vom Kirnitzschtal zur Schrammsteinaussicht




Schrammsteine: Wilde Hölle, Gratkicks & Panorama-Feuerwerk

Start an der Ostrauer Mühle – am besten mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn, die dich entspannt zum Einstieg bringt. Nach einem warmen Einlaufen wartet die Wilde Hölle: Leitern, Felsspalten und steile Stufen, bevor du an der Schrammsteinaussicht mit einem gigantischen Blick über Elbtal, Affensteine und Lilienstein belohnt wirst.

Der Grat zur Breiten Kluft liefert zwei Kilometer Adrenalin pur – schmale Stege, Felslabyrinthe und perfekte Sonnenuntergangsblicke. Zum Abschluss führt ein versteckter Pfad durch die alten Postelwitzer Steinbrüche, wo einst Sandstein für Dresdens Prachtbauten geschlagen wurde.

Pro‑Tipp: Für leere Felsen unter der Woche vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr starten.







Überlebens-Tipps fürs Felsenreich

  • Schuhwerk: Keine Turnschuhe! Stabile Trekking-Schuhe mit Profilsohle – nasser Sandstein ist tückisch.

  • Wasser: Keine Quellen auf dem Grat → Mind. 3 Liter pro Person einpacken.

  • Wetter-Check: Bei Regen oder Gewitter sofort umkehren – Leitern werden zu Rutschbahnen!

  • Boofen (Übernachten): Nur an 50 genehmigten Felsnischen (z.B. unterhalb des Zwillings). Feuer verboten! Buchung via Nationalparkverwaltung.


Klettern wie die Pioniere

Die Schrammsteine sind die "Wiege des Freeclimbings" (seit 1864!). Doch Achtung – die "Sächsischen Regeln" sind heilig:

  • Kletterverbot bei Nässe (schützt den weichen Sandstein!)

  • Kein Metallschutz: Nur Knotenschlingen & Ringe nutzen.

  • Routenklassiker:

    • Teufelsturm (UIAA VI): Erster Extremkletter-Route Deutschlands

    • Falkenstein (UIAA III): Historie pur – hier stiegen 1864 Turner mit Holzstämmen empor


Das Umgebindehaus in Bad Schandau ist ein typisches Beispiel der oberlausitzer Volksbaukunst, bei der Blockstube, Fachwerk und Steinbau zu einer einzigartigen Architektur verschmelzen. Diese historischen Häuser prägen bis heute das Stadtbild und zeigen eindrucksvoll, wie traditionelles Handwerk, regionale Materialien und jahrhundertealte Baukultur im Elbsandsteingebirge zusammenfinden.
Das Umgebindehaus in Bad Schandau ist ein typisches Beispiel der oberlausitzer Volksbaukunst, bei der Blockstube, Fachwerk und Steinbau zu einer einzigartigen Architektur verschmelzen. Diese historischen Häuser prägen bis heute das Stadtbild und zeigen eindrucksvoll, wie traditionelles Handwerk, regionale Materialien und jahrhundertealte Baukultur im Elbsandsteingebirge zusammenfinden.


Übernachten wie ein Felsgnom

  • Umgebindehaus 1657 (Bad Schandau/Krippen):

    • Schlafen im 350 Jahre alten Fachwerk – mit Sauna & Kamin. Dörfliche Ruhe, aber S-Bahn-Anschluss.

  • Falkensteinbaude:

    • Rustikale Berghütte am Routenende. Tipp: Lammgulasch auf der Sonnenterrasse!


Geschichte zum Anfassen

  • Steinbruch-Relikte: Im 12.–19. Jh. hauen Arbeiter hier Sandsteinblöcke für Dresden. Die "Postelwitzer Brüche" zeugen von harter Arbeit: Mit Feuersägen und Holzkeilen lösten sie Quadern – oft starben sie vor dem 40. Geburtstag.

  • Fluchtort "Kuhstall": Im 30-jährigen Krieg versteckten sich Bauern mit Vieh im gleichnamigen Felsentor vor schwedischen Soldaten.




Felsformation mit Höhle, Trekking im Elbsandsteingebirge:Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern, Außenansicht.
Die Basteibrücke ist das berühmteste Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz – eine 76 Meter lange Sandsteinbrücke, die spektakulär über den zerklüfteten Felsen der Bastei führt und atemberaubende Ausblicke ins Elbtal bietet. Als historisches Bauwerk von 1851 verbindet sie mehrere Felsnadeln und zählt zu den meistbesuchten Fotospots im gesamten Elbsandsteingebirge.




Was du vermeiden solltest

  • Juli/August-Wochenenden: Die Bastei ist leer gegen Schrammstein-Menschentrauben.

  • Soloklettern ohne Guide: Routen wie die "Häntzschelstiege" fordern Klettersteigset & Erfahrung.

  • Müll liegen lassen: Nationalpark = Schutzgebiet! "Leave no trace" ist Ehrensache.


Mein Geheimtipp: Die stille Schwester

Vom Massentourismus die Nase voll? Die Affensteine östlich der Schrammsteine bieten ähnlich spektakuläre Grate – aber mit 90% weniger Menschen! Highlights:

  • Idagrotte: Mittelalterliche Wohnhöhle, nur über schmalen Felsband erreichbar

  • Carolafelsen (458 m): Höchster Punkt mit Rundumblick bis Tschechien




Mann steht auf Felsen und blickt ins Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge.
Auf dem Carolafels



Packliste: Das gehört in den Rucksack

  1. Wanderkarte 1:25.000 (GPS-Empfang in Schluchten = Glückssache!)

  2. Stirnlampe für Höhlen/Abend-Returns

  3. Verbandsset + Rettungsdecke (Steinschlag-Risiko!)

  4. Knöchelhohe Trekkingschuhe

  5. Picknick aus Schmilka: Bio-Brot & "Felsenbier" der Schmilk'schen Mühle



Warum mich diese Felsen verzaubern

"Die Schrammsteine sind kein Postkartenmotiv – sie sind eine Einladung zum Staunen. Hier spürst du, wie winzig der Mensch gegen die Zeit ist: In jedem Streifen des Sandsteins liegen 10.000 Jahre, in jedem Moospolster ein Märchen. Wenn dann abends das letzte Licht die Türme vergoldet, weißt du: Das ist das wahre Elbdorado."

Anreise & Service

  • ÖPNV: S-Bahn S1 ab Dresden → Bad Schandau (40 Min.), dann Bus 241 oder Kirnitzschtalbahn

  • Eintritt: Nationalpark kostenfrei! Nur Attraktionen wie Festung Königstein (12€) extra

  • Aktuelle Infos: Nationalpark-Blog


Frage an euch: Welcher Felsen macht euch nervös? Habt ihr schon an den Schrammsteinen gebooft? Berichtet in den Kommentaren!













sonnenuntergang, berge, tote bäume
Der Lilienstein ist einer der markantesten Tafelberge der Sächsischen Schweiz und ragt mit 415 m über dem Meeresspiegel steil aus dem Elbtal auf. Als einzig freistehender Tafelberg rechts der Elbe bietet er spektakuläre Rundblicke über das Elbsandsteingebirge und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen des Nationalparks.

Der Berg besteht aus widerstandsfähigem Sandstein des Oberen Turons, wurde 1379 erstmals urkundlich erwähnt und diente im 18. Jahrhundert sogar als Standort einer sächsischen Signalstation. Heute führen zwei historische Aufstiege – Nord- und Südweg – auf das Gipfelplateau mit Aussichtspunkten, Schutzhütte und Obelisk.









Lilienstein in der Sächsischen Schweiz: Wo Geschichte und Panorama aufeinandertreffen


Ein Wanderblog für Felsenthusiasten und Geschichtstaucher




Einleitung: Der einsame König über der Elbe


Der Lilienstein (415 m) ist kein gewöhnlicher Berg – er ist ein Symbol des Nationalparks Sächsische Schweiz, der einzige rechtselbische Tafelberg und ein Wächter über eine 180°-Elbschleife. Seit Caspar David Friedrich ihn 1835 in sepiafarbener Melancholie verewigte, zieht er Wanderer, Träumer und sogar Könige in seinen Bann. Hier, wo einst böhmische Burgen Wache hielten, kämpft man heute nicht gegen Feinde, sondern gegen eigene Kondition – und wird mit einem der grandiosesten Panoramen Deutschlands belohnt.



Kerninfos kompakt

Parameter

Details

Höhe

415,2 m ü. NHN – höchster Tafelberg rechts der Elbe

Lage

Bei Königstein, zwischen Bad Schandau und Pirna (Elb-km 36,5)

Charakter

Isoliertes Sandstein-Plateau mit senkrechten Wänden

Aufstiege

Südroute (540 Stufen, historisch) + Nordroute (wildromantisch)

Highlight

360°-Blick bis Dresden, Tschechien und Erzgebirge


Weg führt zum Berg, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern, grüne Landschaft
Der Lilienstein ist von Königstein aus über den Südaufstieg erreichbar – ein steiler, historischer Weg, der direkt durch die Felsflanken auf das 415 m hohe Tafelberg‑Plateau führt. Der Aufstieg belohnt mit weiten Panoramablicken über das Elbtal, die Festung Königstein und das gesamte Elbsandsteingebirge und zählt zu den eindrucksvollsten Klassikern im Nationalpark Sächsische Schweiz.






Aufstieg: Zwei Wege, ein Gipfelglück



Südaufstieg: Die königliche Treppe


  • Geschichte: 1708 für August den Starken angelegt – der Kurfürst bestieg den Berg mit Hofstaat.

  • Charakter: 540 Sandsteinstufen durch schattigen Wald, gesäumt von moosbewachsenen Felsen. Konditionsfordernd, aber technisch einfach.

  • Startpunkt: Parkplatz Waltersdorf oder Fähre ab Königstein (Elbquerung!).


Nordaufstieg: Wildnis-Pfad für Einsame


  • Geschichte: 1900 vom Bergwirt Bergmann reaktiviert – folgt mittelalterlichen Burgpfaden.

  • Charakter: Steiler, wurzeliger Trail mit Felsstufen. Weniger frequentiert, ideal für Morgen- oder Abendtouren.

  • Geheimtipp: Bei Nebel wirkt der Aufstieg durch Buchenwald wie eine Wanderung durch Tolkiens Mittelerde.



Gipfelplateau: Wo Vergangenheit atmet


  • Burg Lilienstein:

    • Ruinen einer böhmischen Felsenburg (12. Jh.), 1379 als "Ylgenstein" urkundlich erwähnt.

    • Sichtbar: Mörtelreste, Balkenlöcher – 1894 bei Grabungen entdeckt.


    Obelisken-Duo:

    • August-Obelisk (1708): Erinnerung an den Monarchen-Besuch – 2008 als Nachbildung neu errichtet.

    • Wettin-Obelisk (1889): 16 m hoch, zum 800. Jubiläum des Herrscherhauses.


    Naturwunder:

    • "Wetterkiefer": Fotogenster Baum der Sächsischen Schweiz – knorrig, vom Wind gezeichnet.

    • Kluftsysteme: Metallstege über schwindelerregenden Spalten (Vorsicht bei Nässe!)





Monument im Elbsandsteingebirge mit Bäumen und Himmel; Trekking im Elbsandsteingebirge.
Der Obelisk auf dem Lilienstein wurde 1812 errichtet und erinnert an die erste trigonometrische Vermessung Sachsens unter König Friedrich August I. Das markante Sandsteinmonument steht auf dem 415 m hohen Tafelberg und gilt bis heute als historisches Wahrzeichen, das Wissenschaftsgeschichte und Panoramaerlebnis auf einem der berühmtesten Gipfel der Sächsischen Schweiz verbindet.





Aussicht: Das Elbsandstein-Panorama

Richtung

Highlights

Norden

Basteibrücke, Rathener Felsen, Lausitzer Bergland

Osten

Schrammsteine, Großer Winterberg, tschechischer Hoher Schneeberg

Süden

Festung Königstein (zum Greifen nah!), Pfaffenstein

Westen

Dresdner Skyline, Bärensteine, Erzgebirgskamm


Bester Zeitpunkt: Sonnenaufgang – wenn Nebel im Elbtal wallen und die Festung Königstein golden auflodert.





Sonnenuntergang über dem Elbsandsteingebirge, leuchtende Farben, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern.
Sonnenuntergang vom Lilienstein



Überlebens-Tipps für Besucher

  • Massen meiden:

    • Nie am Wochenende mittags kommen! Touristenströme ab 10 Uhr (besonders Südaufstieg).

    • Geheimzeit: Ab 18 Uhr – wenn Tagestouristen abreisen und der Sonnenuntergang den Sandstein rötet.

  • Ausrüstung:

    • Trittsichere Schuhe: Nasser Sandstein ist glatter als Eis.

    • Wasser: Keine Quellen oben – mind. 1,5 Liter pro Person.

  • Hunde:

    • Problem bei Stufen/Leitern – Krallen verfangen sich in Metallgittern! Alternativ: Rundwanderweg am Fuße.



Geschichte zum Anfassen

  • Mittelalter: Böhmische Burg als Gegenposten zur Festung Königstein – 1406 von sächsischen Markgrafen erobert.

  • Siebenjähriger Krieg: 1756 kapitulierte hier die sächsische Armee vor Preußen.

  • Künstler-Magnet: Caspar David Friedrich skizzierte den Berg 1835 als Allegorie des Lebenswegs.



Fluss in hügeliger Landschaft mit Nebel. Trekking im Elbsandsteingebirge, Elbsandsteingebirge.



Einkehr: Wo Sachsen schmeckt

  • Bergbaude Lilienstein:

    • Öffnungszeiten: Mai–Oktober (10–18 Uhr), Wochenenden im Winter.

    • Spezialität: Lilienstein-Teller mit sächsischem Sauerbraten – Terrasse mit Elbblick.

  • Gasthof Rosengarten (Fuß des Bergs):

    • Rustikale Atmosphäre, Wildgerichte – "Als ob die Zeit stehenblieb".






Warum dieser Berg verzaubert

"Der Lilienstein ist kein Postkartenmotiv – er ist ein Ort der Stille über dem Lärm der Welt. Wenn du abends allein auf dem Plateau stehst, die Elbe nur als dunkles Band schimmert und in Königstein die Lichter angehen, verstehst du: Hier schlägt das Herz des Sandsteins."Zitat aus Wanderer-Tagebuch







Anreise & Logistik

  • ÖPNV: S-Bahn S1 bis Königstein, dann Fähre nach Halbestadt + 60 min Wanderung.

  • Parken: Wanderparkplatz Lilienstein (kostenfrei) – 30 min zum Gipfel.

  • Übernachten:

    • Panoramahotel Lilienstein: Direkt am Fuß – Balkone mit Tafelblick.

    • Boofen (Felsübernachtung): Offiziell verboten! Aber Zwillingsfelsen nahe Nordaufstieg als Geheimtipp.



Mein Geheimtipp: Die Königstein-Kombi

  • Rundtour: Fähre Königstein → Südaufstieg Lilienstein → Nordabstieg → Elbradweg zur Festung Königstein (4 h).

  • Kontrast-Erlebnis: Mittelalterliche Wehrgänge vs. barocke Festungsarchitektur.

  • Aha-Effekt: Von oben wirkt die Festung wie eine Miniatur – dabei ist sie Europas größte Bergfestung!.

Der Lilienstein ist mehr als ein Aussichtsberg – er ist ein Open-Air-Geschichtsbuch. Wer seine Stufen erklimmt, wandelt auf den Spuren von Rittern, Monarchen und Romantikern. Pack die Wanderschuhe, vergiss das Weitwinkel – und lass dich vom Zauber des Sandsteins fangen!











Das Kleine Prebischtor: Verstecktes Juwel im Schatten des Riesen



Ein Wanderblog für Entdecker und Felsenträumer




Felsen und Bäume im Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern, Naturlandschaft.





Einleitung: Wo sich Stein und Legende küssen


Während das Große Prebischtor (Pravčická brána) mit Rekordmaßen protzt, schlummert wenige Kilometer östlich seines bescheidenen Pendants: Das Kleine Prebischtor (Malá Pravčická brána). Mit nur 2,30 m Höhe und 3,30 m Breite wirkt es wie eine Miniatur – doch dieser unscheinbare Sandsteinbogen im Nationalpark Böhmische Schweiz offenbart Magie für jene, die abseits der Touristenströme wandern. Hier, wo Wanderpfade in moosige Wälder tauchen, und Raubritterburgen verfallen, fand ich eine der intimsten Naturerfahrungen des Elbsandsteins.



Kerninfos kompakt

Parameter

Details

Lage

Nahe Vysoká Lípa (Hohenleipa), 3 km nördlich des Großen Prebischtors

Größe

2,30 m hoch × 3,30 m breit – menschliche Dimensionen statt Monumentalität

Wanderroute

Rot markierter Europäischer Fernwanderweg E3 (Mezní Louka – Vysoká Lípa)

Charakter

Einsame Felsbrücke im Buchenwald, kombiniert mit mittelalterlicher Raubfeste Schauenstein


Mann steht jubelnd unter Baumwurzeln. Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern. Elbsandsteingebirge.
Das Kleine Prebischtor ist ein natürliches Sandstein-Felsentor im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz und zählt mit rund 3 m Höhe und etwa 4 m Spannweite zu den kleineren, aber besonders fotogenen Felsformationen der Region. Eingebettet in stille Wälder und umgeben von markanten Schichtfugen bietet das Tor ein idyllisches Naturmotiv abseits der großen Touristenrouten und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, die die ruhige Seite des Elbsandsteingebirges entdecken möchten.






Startpunkt: Wanderparkplatz Vysoká Lípa (Hohenleipa) – idyllisches Dorf mit Umgebindehäusern und Biergärten.


Etappe 1: Aufstieg zur Raubritterburg Schauenstein

  • Historie: Die Ruine Šaunštejn (14. Jh.) diente einst zum Schutz der Handelsstraße – später als Raubnest genutzt und 1420 zerstört.

  • Weg: Vom Parkplatz folgt man der weiß-gelben Markierung durch Buchenwald. Nach 100 Metern zweigt ein schmaler Pfad (rot-weiß) rechts ab.

  • Kletterpartie: Eisentreppen und Seilversicherungen führen steil hinauf – Adrenalin garantiert! Oben wartet eine schwindelerregende Stahlbrücke mit Panoramablick bis ins Erzgebirge.

  • Geheimtipp: Morgens um 7 Uhr habt ihr die Burg für euch allein – Nebelschwaden inklusive.


Etappe 2: Durchs stille Reich zum Kleinen Prebischtor

  • Vom Schauenstein zurück zum Hauptweg, dann rechts halten (Schild „Malá Pravčická brána“).

  • Wegcharakter: Ungesicherter Pfad über moosige Felsbänder, durch eine Versturzhöhle und über morsche Holztreppen – Trittsicherheit ist Pflicht!.

  • Finale: Eine kleine Eisenleiter führt zum Sattel – links liegt das Kleine Prebischtor wie ein vergessenes Tor ins Elfenreich.

Dauer: 2,5 Std. (1,7 km, 320 Höhenmeter).








Wichtige Warnhinweise

  • Zustand des Wegs: Holztreppen teilweise morsch oder zerbrochen – bei Nässe Lebensgefahr!

  • Ausrüstung:

    • Knöchelhohe Trekking-Schuhe mit Profilsohle (Sandstein + Laub = Rutschbahn!).

    • Handschuhe für Metallstangen/Kletterseile.

  • Alleinige Wanderung? Nur für Extremerfahrene – besser in kleinen Gruppen gehen.



Fotografie: Magie im Gegenlicht

  • Beste Zeit: Sonnenuntergang, wenn tiefstehende Sonne den Bogen golden durchleuchtet.

  • Perspektiven:

    • Durch den Bogen hindurch auf Tannenwipfel und Felsnadeln.

    • Froschperspektive von der Höhle unterhalb – wirkt wie ein steinerner Regenbogen.

  • Equipment: Stativ für Langzeitbelichtungen im dämmrigen Wald.


Hohenleipa: Böhmische Seele nach der Wanderung

  • Gasthaus "U Fořta": Deftige Wildgulasch-Suppe und Krušovice-Dunkelbier unter Kastanienbäumen.

  • Atmosphäre: abends sitzen Einheimische bei Bier und Zitherklängen zusammen – Hunde stromern frei umher.

  • Übernachten: Pension "Na Křižovatce" (Zimmer ab 25€) mit hausgemachten Pfannkuchen zum Frühstück.




Warum dieser Ort verzaubert

"Das Kleine Prebischtor ist kein Instagram-Hotspot – es ist ein Ort der Stille. Kein Schilderwald, keine Eintrittszäune, nur moosiger Sandstein unter alten Buchen. Als ich durch den Bogen kroch, fühlte ich mich wie ein Entdecker des 19. Jahrhunderts – und verstand, warum Caspar David Friedrich hier Skizzenbücher füllte."

Felsformation und Bäume im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern. Naturlandschaft.



Kombi-Touren für Unersättliche

  1. Groß & Klein verbinden: Vom Großen Prebischtor (4 km südlich) nach Mezní Louka, dann rotem Weg nach Hohenleipa.

  2. Edmundsklamm: Kahnfahrt durch die Schlucht bei Hřensko (Achtung: Aktuell bis 2027 gesperrt!).

  3. Malerweg-Anschluss: Bei Schmilka auf den berühmten Fernwanderweg wechseln.


Historische Randnotiz

  • Name: "Prebischtor" leitet sich vom slawischen Wort "pribi" (wachsen) ab – eine Anspielung auf die langsame Entstehung durch Erosion.

  • Künstler-Magnet: Wie sein großer Bruder zog es Maler der Romantik hierher – Spuren sucht man vergebens, doch die Stimmung bleibt.


Anreise & Logistik

  • ÖPNV: Bus 434 ab Děčín nach Vysoká Lípa (Haltestelle "Pod Šaunštejnem").

  • Auto: Parkplatz in Hohenleipa (kostenfrei, aber klein – vor 9 Uhr ankommen!).

  • Grenzübertritt: Pass nicht vergessen! Tschechien gehört zum Schengenraum, Kontrollen sind selten.

Letzte Warnung: Diese Tour ist kein Spaziergang – sie belohnt mit Einsamkeit, verlangt aber Respekt vor der Natur. Wer Abenteuer sucht statt Selfie-Spots, wird das Kleine Prebischtor lieben wie ich!










Edmundsklamm: Magische Bootsfahrt durch die Schluchten der Böhmischen Schweiz




Ein Reiseblog voller Dramatik, Waldbrand-Narben und Hoffnung auf Wiederauferstehung




Hütte am Fluss im Elbsandsteingebirge, umgeben von dichtem Grün. Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern .
Die Edmundsklamm (Edmundova soutěska) ist eine der bekanntesten Schluchten der Böhmischen Schweiz und gehört zu den spektakulärsten Naturerlebnissen entlang der Kamenice. Die enge Felsenschlucht wird traditionell per Kahnfahrt erkundet und bietet steile Sandsteinwände, moosige Felsen und eine fast märchenhafte Atmosphäre.

Seit den Waldbränden 2022 ist die Klamm nur eingeschränkt geöffnet und kann ausschließlich im Rahmen geführter Gruppen betreten werden.


Aktuelle Öffnung & Zugang (Stand 2025)

  • Seit 19. Juli 2025 wieder eingeschränkt geöffnet

  • Nur geführte Gruppen dürfen hinein

  • Maximal 120 Personen pro Tag

  • Boote fahren hinein und kehren am Ende wieder um   → Weiterlaufen zur Wilden Klamm ist nicht möglich

  • Tickets nur vor Ort in der Touristinfo Hřensko, keine Reservierung, kein Vorverkauf

Hinweis: Hunde nur mit Maulkorb erlaubt.



Wenn Steine flüstern und Wasser singt

Stell dir vor: Du gleitest in einem Holzkahn durch eine moosgrüne Schlucht, während Sandsteinwände bis zu 150 Meter hoch über dir aufragen. Der Bootsführer zieht an einem Seil – ein Wasserfall rauscht herab, doch kein Tropfen trifft dich. Willkommen in der Edmundsklamm, dem mystischen Herz der Böhmischen Schweiz.

Seit dem Waldbrand von 2022 herrscht hier allerdings Stille: Die Klamm bleibt wegen Felssturzgefahr bis 2027 gesperrt.Aber Hoffnung flackert auf – seit Ostern 2025 erlaubt der Nationalpark erste geführte Gruppenbegehungen (📞 +420 412 528 344).

Wer die Magie trotzdem spüren will, weicht auf die Wilde Klamm (Divoká soutěska) aus – 15 Minuten Kahnfahrt für rund 8 €.Und wer wissen will, was das Feuer angerichtet hat, sollte das offizielle Branddokumentationsvideo der Parkverwaltung ansehen – berührend und lehrreich.



Als die Klamm noch lebte


Einst, bevor die Flammen kamen, war die Edmundsklamm ein Naturtheater.Seit 1898 glitten Kähne durch die Kamnitz – begleitet von Witzen der Bootsführer und kunstvollen Wasserfällen per Seilzug.Zwischen Felsriesen namens King Kong, E.T. und Briefkasten fuhr man 20 Minuten lang durch ein moosgrünes Märchen.

Am Ausstieg bei Mezní most lockten Pfade zur Wilden Klamm oder zum Prebischtor, Europas größtem Sandsteintor.Ein Erlebnis für fünf Euro – und für die Ewigkeit im Kopf.



Fazit


Die Edmundsklamm schweigt, doch sie lebt weiter – in Erinnerungen, Legenden und jedem Tropfen Wasser, der durch das Tal rinnt.Manchmal braucht Magie einfach eine Pause, um wieder zu leuchten. ✨





Boot fährt durch Schlucht im Elbsandsteingebirge, grüne Felsen. Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern.
Boot im Edmundsklamm Eintrittspreise Edmundsklamm (2025)


Laut Gemeinde Hřensko:

Zeitraum

Preis Erwachsene

Preis Hund

Mai, Juni, September, Oktober

350 Kč (~14 €)

50 Kč (~2 €)

Juli, August

400 Kč (~16 €)

50 Kč (~2 €)


Warum die Sperre? Die Brandkatastrophe 2022


Im Juli 2022 verwandelte ein Hitzewellen-Brand 1.000 Hektar Nationalpark in Asche – auch die Edmundsklamm brannte wochenlang. Folgen:

  • Instabile Felswände: Hitze sprengte den Sandstein – Steinschläge drohen.

  • Tote Bäume: Abgestorbene Fichten könnten auf Wanderer/Wasser stürzen.

  • Zerstörte Wege: Treppenanlagen und Stege sind unterspült oder verkohlt.


Aktive Alternativen: So erlebst du die Klamm-Ruinen 2025


Wanderung zur Sperrzone

  • Route: Hřensko → gesperrter Klammeingang (2 km einfach).

  • Highlights: Blick auf die Mündung der Kamnitz in die Elbe + Info-Tafeln zur Brandkatastrophe.

  • Geheimtipp: Am "Haus des Schweigens" bei Mezná startet ein Barfußpfad durch regenerierende Waldflächen.


Kombi-Tour Wilde Klamm + Prebischtor

  • Strecke: Hřensko → Prebischtor (rot markiert, 6 km) → Wilde Klamm (Kahnfahrt) → Rückweg nach Mezná.

  • Dauer: 4–5 Stunden – Schwierigkeit: mittel (300 Höhenmeter).

  • Wichtig: Der Gabrielensteig zum Prebischtor ist OSTSEITIG gesperrt – nur Westzugang nutzen!


Bootsfahrt durch die Wilde Klamm

  • Ablauf:

    1. Wanderung von Mezná zur oberen Anlegestelle (1,5 km durch Buchenwald).

    2. Kahnfahrt durch die 450 m enge Schlucht (15 Min., 200 CZK) – ohne Wasserfall, aber mit urigen Felsdächern.

    3. Rückweg entlang der Kamnitz.





Boot fährt durch Schlucht, Felsen, Bäume, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern, Elbsandsteingebirge.
Im Edmundsklamm

Fotospots jenseits der Sperre

  1. Hřensko-Brücke: Blick auf die verwaiste Bootsanlegestelle – morbide Schönheit bei Nebel.

  2. Wasserwehr Mezná: Wo sich die Kamnitz staut – Symbol der ungezähmten Kraft.

  3. Brandgrenze bei Vysoká Lípa: Kontrast aus schwarzen Baumgerippen und jungem Grün.



Warum mich dieser Ort trotz allem berührt

"Die Edmundsklamm ist wie eine verbrannte Opernsängerin: Ihre Stimme ist verstummt, doch ihre Haltung bleibt grandios. Als ich 2016 durch die 'Adria des Nordens' glitt, verstand ich Caspar David Friedrichs Sehnsucht – heute, zwischen abgesperrten Wegen und junghopfigem Birkenwald, spüre ich etwas noch Mächtigeres: die wilde Demut der Natur, die uns Menschen grenzen lehrt."


Anreise & Logistik

  • Auto: Parkplatz Hřensko (5€/Tag) – früh kommen!.

  • ÖPNV:

    1. S-Bahn nach Bad Schandau → Bus 241 nach Hřensko.

    2. Oder: Bahn nach Děčín → Bus 434 Richtung Hřensko .

  • Fähre: Ab Schöna quert die Elbfähre nach Hřensko (1,50€, 2 Min.).



Mein Fazit: Geduld lohnt sich

Die Edmundsklamm ist kein "No-Go", sondern ein "Noch-nicht". Bis zur Wiedereröffnung 2027/28 erkundet man ihre Ränder – und begreift, dass Wildnis auch Verwundbarkeit bedeutet. Pack stabile Schuhe, Respekt vor Sperrzonen und die KOMPASS-Karte 810 (1:50.000) – dann wird selbst die Umleitung zum Abenteuer.

🔍 Check vor der Tour: Aktuelle Wegesperrungen auf www.npcs.cz – denn nach jedem Winter ändern sich die Risikozonen!












Das Große Prebischtor: Europas monumentales Sandsteinwunder im Herzen der Böhmischen Schweiz



Ein Wanderblog voller Magie, Geologie und Geheimtipps




Wegweiser mit Richtungshinweisen, Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen und Schluchten flüstern





Wo Stein zu Poesie wird


Stell dir vor, du stehst vor einem Naturmonument, das größer ist als jedes Haus im Tal und geformt wurde von über 100 Millionen Jahren Wind, Wasser und Erosion. Das Große Prebischtor (Pravčická brána) ist die größte natürliche Sandsteinbrücke Europas – ein Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz, das Abenteuerlustige, Fotografen und Naturfans gleichermaßen anzieht.

Hier, wo einst Caspar David Friedrich Inspiration fand und Filme wie „Die Chroniken von Narnia“ gedreht wurden, verschmelzen Felswildnis, Geschichte und ein Hauch Mystik. Wenn man die letzten Serpentinen hinaufsteigt und das Tor plötzlich vor einem auftaucht, versteht man sofort, warum dieser Ort seit Jahrhunderten Menschen in seinen Bann zieht: Die Felsen wirken, als würden sie Geschichten erzählen.



Kerninfos: Ein Naturwunder in Zahlen

Parameter

Wert

Spannweite

26,5 m – Platz für 5 Elefanten!

Höhe

16 m (Scheitel) / 21 m (Gesamt)

Breite

7–8 m

Bogendicke

Nur 3 m – ein Wunder der Statik!

Besucher/Jahr

>100.000

Alter

100 Mio. Jahre (Kreidezeit)



Die Wanderung: Zwei Wege, ein Gipfelglück


1. Von Hřensko (Herrnskretschen): Der Klassiker

  • Strecke: 4 km bergauf ⤴️, 300 Höhenmeter

  • Charakter: Schattiger Waldpfad mit Sanduntergrund – „Wandern wie am Meer“ dank quarziger Erosion.

  • Highlights:

    • Bachbegleitung: Kühlendes Rauschen des Grenzbächleins.

    • Felsgalerien: Bizarre Türme wie „King Kong“ und „Briefkasten“.

  • Dauer: 1,5–2 Stunden.

  • Parken: In Hřensko (5 €/Tag) – früh kommen! Ab 9 Uhr ist der Parkplatz voll.


2. Von Mezní Louka (Rainwiese): Der stille Pfad

  • Strecke: 6 km über den Gabrielensteig (historischer Lehrpfad mit 12 Infotafeln).

  • Achtung 2025: Der Gabrielensteig ist bis 2027 gesperrt! 🔥 Folge des Waldbrands 2022.

  • Alternative: Rot markierter Rundweg ab Mezní Louka – kombiniert mit „Prebischtor für Kinder“ (Holzmodell).


Wichtig: Schutzregeln & Sperrungen

  • Betretungsverbot: Seit 1982 darf das Tor nicht mehr begangen werden – Erosion durch Touristen drohte den Kollaps! Stahltreppen und Geländer wurden entfernt.

  • Eintritt: 95 CZK (≈4 €) – fließt in Wegeerhalt und Monitoring (Risse werden vermessen!).

  • Aktuelle Lage: Nach dem Megabrand 2022 sind Teile des Nationalparks noch gesperrt. Check vorab: npcs.cz .


Geschichte: Von Raubrittern und Fürsten

  • Name: Slawisch „pribi“ (= wachsen) – Anspielung auf langsame Erosion.

  • 1826: Erstes Wirtshaus am Tor – Bierausschank für erschöpfte Romantiker.

  • 1881: Fürst Edmund Clary-Aldringen baut das Hotel „Sokolí hnízdo“ (Falkennest) mit 50 Betten. Damals durfte man noch über das Tor spazieren – historische Fotos bewegen!.

  • Filmstar: Kulisse für „Chroniken von Narnia“ (2005). Die Darsteller liefen allerdings nur auf CGI-Brücken – das echte Tor war tabu





Felsenbrücke und Gebäude im Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge: Wo Felsen atmen, Schluchten flüstern.
Das Prebischtor



Fotospots & Geheimtipps

  1. Hauptaussicht: Vom Plateau oberhalb des Hotels – Goldstunde: Abends taucht tiefstehende Sonne den Sandstein in Honigfarbe.

  2. „Friedrich-Blick“: Stelle dich links vom Tor – Perspektive wie auf Friedrichs Skizze von 1808.

  3. Verbotene Stufen: Hinter dem Zaun siehst du Reste der steinernen Treppe von 1880 – stumme Zeugen der „Begehbarkeit“.

  4. Nebelszenerie: Herbstmorgen – wenn Dunstschwaden durchs Tor ziehen wie Rauch.



Einkehr: Böhmische Seelenwärmer

  • Hotel Sokolí hnízdo:

    • Special: Böhmischer Sauerbraten mit Knödeln – Rezept seit 1881!

    • Terrasse: Blick aufs Tor während des Essens – Buchung ratsam.

  • Hřensko-Tipp: Gasthaus „U Fořta“ in Mezní Louka – Wildgulasch nach Wanderung.


Warum dieses Tor verzaubert

„Das Prebischtor ist kein Fels – es ist ein Gleichnis. In seinen schmalen 3 Metern Bogendicke steckt die ganze Zerbrechlichkeit der Natur. Du stehst davor, klein wie ein Ameisenkönig, und spürst: Diese Brücke aus Sandstein könnte morgen stürzen – oder noch 1000 Jahre stehen. Es ist ein Monument der Demut.“
Größe & Geologie
Größe & Geologie
  • Höhe der Felsbrücke: ca. 16 Meter

  • Breite: rund 26 Meter

  • Spannweite: ca. 7–8 Meter

  • Alter: über 100 Millionen Jahre

  • Entstanden durch Erosion, Frostsprengung und Wind

  • Der Sandstein ist so porös, dass das Tor jedes Jahr minimal schrumpft



Was du vermeiden solltest

  • Wochenend-Mittag: Touristenströme zwischen 11–15 Uhr – komm vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr!

  • Illegale Umgehungen: Sperrzonen existieren zum Schutz – keine „Abkürzungen“ in Kernzonen!

  • Hunde am Tor: An der Kasse problematisch – besser in Hřensko lassen.



Kombi-Touren für Entdecker

  1. Prebischtor + Edmundsklamm:

    • Achtung 2025: Kahnfahrten gesperrt bis 2027.

    • Alternative: Wilde Klamm (geöffnet) – Wanderung + Kahnfahrt (500m, 3,50€).

  2. Malerweg-Anschluss: Von Hřensko nach Schmilka – zertifizierter „Nebenarm“ des Malerwegs.

  3. Schrammsteine + Prebischtor: Zwei Ikonen an einem Tag – Grenzübertritt inklusive!



Ökologische Herausforderungen

  • Waldbrand 2022: Zerstörte 1.000 Hektar – instabile Felswände erfordern Sperrungen.

  • Erosionsschutz: Besucherströme werden gelenkt – kein Verlassen der Wege!

  • Zukunftsfrage: Wann hält der Sandstein nicht mehr? Rissmonitoring läuft.



Mein Fazit: Mehr als ein Selfie-Spot

Das Prebischtor ist ein Open-Air-Geschichtsbuch: Seine Schichten erzählen von Urmeeren, Romantikern, Fürsten und Ökokatastrophen. Komm mit Respekt, festen Schuhen – und der Bereitschaft, hinauf zu schauen statt hinüber zu gehen. Denn dieses Wunder verdient, dass es noch weitere 100 Jahre steht.

Letzter Tipp: Nimm einen Guide! Ranger führen ab 2025 wieder Kleingruppen durch Brandgebiete – Anmeldung unter +420 412 554 286 7.













Zauberhafte Miniaturwelten: Zirkelstein & Kaiserkrone – Ikonen der Sächsischen Schweiz



Die linkselbisch bei Schöna thronenden Zwillingsfelsen Zirkelstein (384,5 m) und Kaiserkrone (350,8 m) sind die ungekrönten Kleinode der Sächsischen Schweiz. Trotz ihrer geringen Höhe bestechen sie durch markante Silhouetten, historische Bedeutung und atemberaubende Panoramen. Dieser Blog führt dich durch ihre Geheimnisse – von künstlerischer Inspiration bis zu abenteuerlichen Aufstiegen.



Zwei Berge, eine Legende

Geologische Wunder im Miniaturformat. Vor 100 Millionen Jahren formte ein kreidezeitliches Meer die Sandsteinriesen. Durch Erosion zerfiel die einstige Tafelberg-Decke – übrig blieben die isolierten Reste von Kaiserkrone und Zirkelstein. Beide sind heute Naturdenkmäler und Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Kulturelles Erbe:

  • Der Zirkelstein verdankt seinen Namen der an einen Zeichenzirkel erinnernden Form. Seine größte Berühmtheit erlangte er als Motiv in Caspar David Friedrichs Romantik-Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (1813).

  • Die Kaiserkrone – benannt nach ihrer dreigipfeligen Krone – wurde 1885 touristisch erschlossen. Ihr Aufstieg folgt dem Caspar-David-Friedrich-Weg, der Malerpfade der Romantik verbindet.




Gipfelporträts – Charakterköpfe im Vergleich


Merkmal

Zirkelstein

Kaiserkrone

Höhe

384,5 m (kleinster Tafelberg der Region)

350,8 m

Charakter

Einzelkuppe, weithin sichtbar

Drei zerklüftete Gipfelfelsen (Nord-, Mittel-, Südfels)

Aufstieg

Metalltreppen, 20–30 Min. ab Schöna

Eisenleitern, gesicherte Pfade, 15–20 Min.

Highlight

360°-Panorama bis Böhmen

Dreifach-Aussicht: Elbtal + Tafelberge-Ring



Felsenberg im Elbsandsteingebirge, umgeben von Bäumen und grüner Naturlandschaft, Deutschland.
Zirkelstein: Der markante Tafelberg der Sächsischen Schweiz

Der Zirkelstein ist mit einer Höhe von 384,5 Metern der kleinste Tafelberg im Elbsandsteingebirge, besticht jedoch durch seine markante, fast kegelförmige Silhouette. Gelegen in der Nähe von Reinhardtsdorf-Schöna, direkt an der Grenze zu Tschechien, gilt er als eines der ikonischsten Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.





  • Aufstiegserlebnis: Vom Parkplatz Schöna steigst du durch Buchenwald, überwindest 150 Stufen und eine Metallleiter – Trittsicherheit genügt.

  • Gipfelrausch: Belohnt wirst du mit einem Rundumblick von Lilienstein über Königstein bis zu den böhmischen Zschirnsteinen. Der Fun Fact: 2021 wurde der Berg für 200.000 € bei eBay verkauft – bleibt aber öffentlich zugänglich






Mann jubelt vor Gipfelkreuz in Elbsandsteingebirge, Trekking im Elbsandsteingebirge, atmen und flüstern.
Die Kaiserkrone ist ein 350,8 Meter hoher, stark zerklüfteter Tafelberg in der Sächsischen Schweiz. Gemeinsam mit dem benachbarten Zirkelstein bildet sie ein weithin sichtbares Doppel-Gipfel-Ensemble. Durch ihre charakteristischen drei Felszacken ist die Kaiserkrone ein unverwechselbares Ziel für Wanderer und Naturfotografen im linkselbischen Teil des Gebirges.

Merkmal

Details

Höhe

350,8 m ü. NHN

Region

Sächsische Schweiz (Nähe Reinhardtsdorf-Schöna)

Schwierigkeitsgrad

Leicht bis moderat (Trittsicherheit auf Felsstufen nötig)

Besonderheit

Drei markante Gipfelzacken (Süd-, Mittel- und Nordfelsen)




Kaiserkrone: Die Dreifaltigkeit

  • Gipfelhopping: Drei Plateaus verbunden durch Stege und Leitern. Vom Nordfels schweift der Blick zu Schrammsteinen und Affensteinen, der Mittelfels blickt zum Zirkelstein, der Südfels (leider mit Funkturm) zeigt Elbschleifen.

  • Geheimtipp: Bei Nebel verwandeln sich die Täler in ein mystisches „Nebelmeer“ – ein lebendiges Friedrich-Gemälde!


Nebel über dem Elbsandsteingebirge, Bäume im Vordergrund, Trekking im Elbsandsteingebirge.
Blick von der Kaiserkrone







Wanderrouten – Von gemütlich bis grenzenlos



Option 1: Familien-Kurzrunde (2–3 Std.)

  • Start: Parkplatz Marktweg in Schöna.

  • Tour: Zuerst Zirkelstein (4,9 km ↔, 102 hm), dann Kaiserkrone (3,4 km ↔, 93 hm). Beide Aufstiege sind kinderfreundlich mit Geländern gesichert.

  • Einkehr: In Schöna locken Bauernhof-Cafés mit Elb-Blick.


Option 2: Kombi-Tour mit Elbpanorama (14 km, 4 Std.)

  • Route: Vom Aussichtspunkt Hunskirche über Elbhangweg zum Aschersteig, dann beide Gipfel. Highlight: Blick auf Schmilka und die Elbfähre.



Option 3: Abenteuer Schiebgrund (16 km, 5 Std.)

Für Pfadfinder: Vom Bahnhof Schöna durchs verwilderte Siebgründetal mit Bachquerungen und moosigen Stufen. Nach Wolfsberg-Anstieg zu den Gipfeln. Achtung: Nur bei Trockenheit – der Steig ist teils zugewachsen und erfordert Orientierungssinn!




Felsen-Skulptur im Elbsandsteingebirge: Eine liegende Steinfigur mit feinen Details, Natur Kontext.
Löwenskulptur auf der Kaiserkrone (Künstler unbekannt)




Praktische Tipps für dein Abenteuer

  • Anreise:

    • Auto: Parkplätze in Reinhardtsdorf (kostenfrei) oder Schöna (Marktweg).

    • Bahn: S1 bis Schmilka-Hirschmühle, dann Aufstieg über Aschersteig – oder direkt bis Bhf. Schöna.

  • Perfekter Tag:

    Vormittag/Nachmittag/Abend - Zirkelstein-BesteigungPicknick auf Kaiserkrone - Elbufer-Biergarten in Schöna

  • Übernachten: ZirkelsteinResort (am Fuß des Berges) oder Ferienwohnungen in Schöna mit Fachwerk-Charme.




Fazit: Winzig an Höhe, riesig an Magie

Zirkelstein und Kaiserkrone beweisen: Größe ist nicht alles! Ihre einzigartige Kombination aus kunsthistorischer Aura, familiengerechten Wegen und panoramareichen Gipfeln macht sie zu Kronjuwelen der Sächsischen Schweiz. Ob als Halbtagesausflug oder mit Schiebgrund-Abenteuer – hier erlebst du konzentrierte Naturwunder ohne Massentourismus.

„Wie winzig sie auch in der Ferne wirken – aus der Nähe offenbaren sie ihre ganze Majestät.“ (Heidemüllerin, 2023)



Steinskulptur zweier liegender Löwen, im Elbsandsteingebirge, vor bewölktem Himmel. Trekking im Elbsandsteingebirge.






Der „Weg der Wildnis“ im Elbsandsteingebirge


Der "Weg zur Wildnis" im Nationalpark Sächsische Schweiz ist ein faszinierender naturkundlicher Lehrpfad, der die Regenerationskraft des Waldes nach ökologischen Störungen demonstriert.




Robuste Holzterrasse mit Geländer, umgeben von dichtem grünen Wald.
Hochstand auf dem "Weg zur Wildnis" mit Selfie Box





Konzept & Entstehung

  • Hintergrund: Der Pfad entstand nach der Zerstörung eines Fichtenforsts durch Sturmtief Kyrill (2007) und nachfolgenden Borkenkäferbefall. Die Nationalparkverwaltung ließ die Fläche bewusst sich selbst überlassen, um natürliche Wiederbewaldung zu studieren.

  • Philosophie: Er illustriert das Nationalpark-Motto "Natur Natur sein lassen" – wie Totholz neues Leben fördert und ohne menschliche Eingriffe ein stabiler Mischwald entsteht.

  • Erweiterung: Seit 2022 zeigt ein zweiter Abschnitt die Waldentwicklung nach einem Brandgebiet – auch hier keimen bereits Pioniergehölze wie Birken im Schutz verkohlter Stämme.


Besonderheiten des Lehrpfads

  • Didaktische Elemente:

    • Guckkästen: Sieben Stationen lenken den Blick auf junge Bäume (Buche, Eberesche etc.) und erklären ihre Rolle im Ökosystem.

    • Vorher-Nachher-Bilder: Schautafeln vergleichen den Wandel von 2011 (kahle Flächen) bis 2021 (junger Wald).

    • Selfie-Station: Umstrittenes Feature für Besucherfotos – Kritiker sehen hier einen Widerspruch zum Wildnis-Gedanken.

  • Material & Wegführung: Ein 250 m langer Holzbohlenweg mit Geländern schützt empfindliche Keimlinge. Kritik gibt es am "Botanischer-Garten"-Charakter statt echter Wildnis-Atmosphäre.

  • Tierattrappen: Bambi-Figuren und ein Papp-Eichhorn ergänzen die Anschauung – laut Reviews teils "Disneyland-artig".




Praktische Besucherinfos

  • Lage: Zwischen Großem Winterberg und Schrammsteinen, nahe dem Wanderwegkreuz Lehnsteig/Reitsteig (Koordinaten: 50.9079689N, 14.2500517E).

  • Anreise:

    • Startpunkt Schmilka: Aufstieg über Lehnsteig (ca. 1 Stunde) zum Pfad.

    • Wanderkombi: Ideal verbindbar mit Touren zum Kleinen/Großen Winterberg oder Schrammsteinen.

  • Schwierigkeit: Der Pfad selbst ist barrierefrei und kinderfreundlich; der Zustieg erfordert jedoch mittlere Kondition (Wurzelpfade, 150 Höhenmeter).


Kontroversen & Debatten

  • Probleme der Selbstheilung: Während hier artenreicher Mischwald wächst, dominieren anderswo (z. B. Rabenstein) Monokulturen aus Birken oder Fichten. Kritiker bezweifeln, dass sich alle Schadflächen ohne menschliche Hilfe regenerieren.

  • Nationalpark-Konflikt: Gegner fordern Waldumbau per Hand statt "Passivität". Befürworter betonen, dass natürliche Anpassung langfristig robustere Wälder schafft.

  • Infrastruktur-Kritik: Der Einsatz von NPV-"Waldpanzern" (Groß-Pickups) für Rangertransporte wirkt inkonsequent gegenüber der Öko-Philosophie.


Fazit mit Tipps für Besucher

  • Beste Besuchszeit: Frühsommer, wenn Heidelbeersträucher blühen und Jungbäume im Kontrast zu liegendem Totholz stehen.

  • Kombi-Empfehlung: Verbinde den Pfad mit der Winterberg-Runde (Aussichtsturm Großer Winterberg) oder dem Schrammstein-Aufstieg für ein intensives Naturerlebnis.

  • Lehre für Kinder: Ideal, um ökologische Kreisläufe verständlich zu machen – etwa wie Käfer Totholz zu Humus verwandeln.

„Hier sieht man: Der Wald ist kein Museum. Er stirbt nicht – er verwandelt sich.“ (Hanspeter Mayr, Nationalpark-Sprecher)









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