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Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer

Aktualisiert: 6. März

Das grüne Herz Westfalens

Der Naturpark Arnsberger Wald – 1960 gegründet und mit 482 km² Fläche – ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Zwischen Möhnesee im Norden und dem Ruhrtal im Süden erstreckt sich dieses "westfälische Waldmeer", das zu 70% aus Laub- und 30% aus Nadelwald besteht. Hier vereinen sich dichte Wälder, glasklare Seen und schroffe Felsformationen zu einer Landschaft, die längst als Qualitätsnaturpark (seit 2012) zertifiziert ist.



Waldweg durch den Naturpark Arnsberger Wald. Wanderweg mit Bäumen und Blättern.




Naturpark Arnsberger Wald: Wo sich Fuchs und Hirsch „Gute Nacht“ sagen


Wer braucht schon die Alpen, wenn er das Sauerland hat? Der Arnsberger Wald ist das grüne Wohnzimmer Nordrhein-Westfalens – perfekt für alle, die Waldluft statt Abgase atmen wollen.



Hoch hinaus und tief hinein: Die Geografie

  • Die Gipfelstürmer: Die namenlose Kuppe bei Warstein (581,5 m) ist der Boss im Park. Wer die Aussicht ohne Kletterausrüstung will: Der Möhneseeturm (206 Stufen – ersetzt das Beintraining) und der Lörmecketurm bieten Panorama satt.

  • Abgetaucht: Der Möhnesee ist das „Westfälische Meer“. Wer es lieber unterirdisch mag, besucht die Bilsteinhöhle – Tropfsteine gucken ist das ultimative Entschleunigungs-Programm.



Wandern, Wasser, Wahnsinn: Aktivitäten

  • Wander-Wahn: Über 650 km Wege warten. Die Sauerland-Waldroute ist für die Harten, der Klangwald am Möhnesee für die Verspielten (Musik machen mit Bäumen!).

  • Nasse Füße: Ob Segeln, SUP oder Schifffahrt auf dem Möhnesee – hier findet jeder seinen Ankerplatz.

  • Wild-Watching: Im Hevearm kann man Rotwild und seltene Vögel beobachten. Kleiner Tipp: Leise sein hilft, die Tiere verstehen keinen Spaß bei Ruhestörung.

  • Link: Wanderrouten-Planer Sauerland



Fachwerk & Hopfenblütentee: Kultur & Kulinarik

  • Dorf-Idylle: Eversberg glänzt mit Fachwerk-Romantik, Warstein mit... nun ja, Bier. Eine Brauereiführung gehört hier zum guten Ton wie das Amen in der Kirche.

  • Gaumenschmaus: Im Torhaus Möhnesee gibt es Schweinefilet in Pumpernickelkruste. Das ist quasi Sauerland auf einem Teller.

  • Link: Kulinarik-Tipps der Region





Kurz-Check: Der Wald in Zahlen

Kategorie

Highlight

"Survival"-Info

Aussicht

Möhneseeturm

42 m pure Beinkraft

Höhlen

Bilsteinhöhle

Taschenlampe nicht vergessen

Durst

Warstein

Hopfen-Hauptstadt der Region

Ruhe

Hevearm

Vogelparadies (Fernglas einpacken)


Waldweg durch grünen Wald Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer



Naturpark Arnsberger Wald: Bildung, Schutz und das perfekte Wald-WLAN


Wer denkt, Wald sei nur eine Ansammlung von Bäumen, hat das „Waldschiff“ noch nicht geentert. Hier wird Naturschutz zum Abenteuer.



Denken statt nur Gehen: Umweltbildung

  • Das Waldschiff: Ein Bildungszentrum, das zwar nicht schwimmt, aber Wissen über Ökosysteme direkt in die Köpfe manövriert.

  • Biberpfad: Hier erfährst du alles über die pelzigen Architekten, die ohne Baugenehmigung Dämme an den Flüssen errichten.

  • Naturparkplan 2030: Das digitale Update für den Wald. Fokus auf Klimaresilienz und Besucherlenkung, damit man sich nicht gegenseitig auf die Füße tritt.

  • Link: Landschaftsinformationszentrum (LIZ) Günne



Stress im Unterholz: Schutzbemühungen

  • Mensch vs. Natur: Am Möhnesee wird es manchmal kuschelig (Massentourismus). Zertifizierte Wandersteige helfen dabei, die Besucher so zu lenken, dass die Wildkatze in Ruhe ihr Nickerchen machen kann.

  • Forst & Frieden: Spezielle Korridore sorgen dafür, dass Wildtiere sicher von A nach B kommen, ohne mit der Forstwirtschaft zu kollidieren.



Warum der Park ein Juwel ist (Das Fazit)

Der Arnsberger Wald ist das ultimative Multitool unter den Naturparks: 650 km Wanderwege für die Waden, stille Rotwild-Beobachtungen für die Seele und Fachwerkdörfer für das Auge. Hier verbinden sich Höhlenmythen mit modernem, nachhaltigem Tourismus.

„Es gibt kein WLAN im Wald, aber eine bessere Verbindung“ – dieser Spruch ist hier Gesetz. Pack die Wanderschuhe ein und tausch den Klingelton gegen Vogelgezwitscher.



Insider-Tipps für deine Planung

  • Schlafen: Haus Delecke am Möhnesee. Alt-ehrwürdig, schick und mit einem Blick auf den See, der jedes Foto-Filter-Programm überflüssig macht.

  • Wissen: Schau im LIZ in Günne vorbei, bevor du losziehst.

  • Timing: Mai bis Oktober für Sonnenanbeter; Dezember bis März für alle, die mystische Nebelwälder und Grusel-Stimmung lieben.

  • Link: Unterkünfte am Möhnesee















Wald-Check kompakt

Kategorie

Tipp

Warum?

Lernen

Biberpfad

Weil Biber bessere Ingenieure sind als wir

Ruhe

Wildkatzenkorridor

Weil Privatsphäre auch im Wald wichtig ist

Aussicht

Haus Delecke

Seeblick-Garantie beim Frühstück

Sinn

Klangwald

Weil Bäume mehr zu sagen haben, als man denkt

Große Möhne-Talsperre, massive Staumauer am See, Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer
Bau & Technik der Möhneseestaumauer



Möhnetalsperre: Gigant aus Stein und Geschichte


Die Staumauer am Möhnesee ist weit mehr als nur ein technisches Bauwerk – sie ist ein Mahnmal, ein Energielieferant und ein architektonisches Meisterwerk.


Technik & Rekorde: Das Westfälische Meer

  • Bauzeit: 1908–1913 – eine Pionierleistung des Ruhrverbands in nur vier Jahren.

  • Dimensionen: Mit 650 m Länge und über 40 m Höhe hält das Bruchsteinmauerwerk NRWs flächengrößten Stausee (10,37 km²) im Zaum.

  • Kapazität: Beeindruckende 134,5 Mio. m³ Wasser stauen sich hinter der von Franz Brantzky entworfenen Mauer.


Die Narben der Geschichte: 1943

  • Katastrophe: Am 17. Mai 1943 zerstörten britische Bomber im Rahmen der „Operation Chastise“ die Mauer mit speziellen Rollbomben.

  • Die Flutwelle: Eine 12 Meter hohe Wand aus Wasser forderte über 1.600 Menschenleben und zerstörte weite Teile des Tals.

  • Mahnung: Gedenkstätten wie am ehemaligen Kloster Himmelpforten erinnern heute an dieses dunkle Kapitel.




Damm mit Wasserabfluss, Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer bei Nacht.



Lebensader der Region: Heutige Funktionen

  • Trinkwasser: Die Talsperre sichert die Versorgung von über 5 Millionen Menschen im Ruhrgebiet.

  • Strom & Schutz: Das Wasserkraftwerk erzeugt saubere Energie (7,04 MW), während die Mauer gleichzeitig den Hochwasserschutz der Ruhr reguliert.


Besucher-Infos: Erleben & Entdecken

  • Staumauer-Führungen: Von der schnellen Mauerkronen-Tour bis zum exklusiven Blick in das Innere der Technik.

  • Bildungsstopp: Das Landschaftsinformationszentrum (LIZ) liegt nur 15 Gehminuten entfernt und erklärt die Ökologie des Sees.

  • Parken: Tagestickets gibt es direkt am Staudamm (ca. 6 €).

  • Link: Führungen & Besichtigungen an der Staumauer



Kurz-Check: Die Mauer auf einen Blick

Kategorie

Detail

Info

Bauart

Bruchstein

Historische Massivbauweise

Funktion

Trinkwasser

Lebensader für das Ruhrgebiet

Erlebnis

Führung

Auch Innenbesichtigungen möglich

Parkplatz

Staumauer

Direkt am Bauwerk (gebührenpflichtig)






Klangwald Möhnesee: Wenn die Bäume Rock'n'Roll spielen


Vergessen Sie Spotify – im Arnsberger Wald spielt die Natur die erste Geige. Der Klangwald ist ein interaktiver Erlebnispfad, bei dem Anfassen und Lärmmachen ausdrücklich erwünscht sind.


Gruppe Musiker spielt nachts im Wald unter beleuchteten Bäumen. VAGABUND.



Der Quick-Check: Fakten für Entdecker

  • Lage: Direkt am Ostufer des Möhnesees bei Körbecke. Startpunkt ist idealerweise der Parkplatz „Körbecke Ost“.

  • Strecke: Ein entspannter 3,5 km langer Rundweg. Der Clou: Er ist komplett barrierefrei und kinderwagentauglich – also keine Ausreden für lahme Waden.

  • Eintritt: Kostet nichts, aber die Natur freut sich über eine kleine Spende zum Erhalt der Stationen.



Die akustischen Chart-Stürmer: Highlights

An 17 Stationen wird der Wald zum Instrument. Hier sind die absoluten Favoriten:

  1. Die Windharfe: Eine 4 Meter hohe Stahlskulptur. Sobald der Seewind pustet, gibt es sphärische Klänge gratis – fast wie ein Konzert von Enya, nur echter.

  2. Das Bambus-Xylophon: Ein Riesen-Instrument aus Bambusrohren. Perfekt, um dem Rest der Familie mal so richtig den Marsch zu blasen.

  3. Das Waldtelefon: Über Holzröhren hört man Erschütterungen im Boden. Wer wissen will, ob ein Reh (oder der wandernde Ehepartner) im Anmarsch ist, legt hier das Ohr an.

  4. Baumstamm-Trommeln: Ausgehöhlte Eichenstämme für alle, die ihren inneren Schlagzeuger rauslassen wollen.



Für wen ist das was?

  • Familien: Die ultimative Lösung für Kinder, die sonst „Wandern doof“ finden. Hier gibt es an jeder Ecke was zum Hämmern und Zupfen.

  • Ruhesuchende: Zwischen den lauten Stationen gibt es versteckte Bänke mit Seeblick. Ideal zum Meditieren – oder um heimlich den mitgebrachten Streuselkuchen zu essen.

  • Link: Detaillierte Karte der Klangstationen



Profi-Tipps für den Besuch

  • Timing: Kommen Sie morgens oder bei leichtem Wind. Dann ist die Akustik der Windharfe am besten und die „menschliche Geräuschkulisse“ noch klein.

  • Die perfekte Kombi: Erst durch das LIZ (Landschaftsinformationszentrum) in Günne schlendern und danach ab in den Klangwald. Das macht schlau und macht Spaß.

  • Futter-Pause: Das Waldcafé „Seeblick“ nahe Station 7 ist berüchtigt für seinen Streuselkuchen. Eine Kalorienbombe, die man sich redlich erwandert hat.

  • Link: Landschaftsinformationszentrum LIZ












Der Klangwald in Zahlen

Kategorie

Detail

Survival-Info

Länge

3,5 km

Flach und bequem

Dauer

ca. 1,5 – 2 Std.

Je nach Musiktalent

Ausrüstung

Gute Laune

Und vielleicht ein Gehörschutz für Eltern

Anfahrt

A44 / Bus R51

Haltestelle "Körbecke Ost"



Event-Highlight: Nachts im Klangwald


Wenn die Sonne untergeht, wird es im Arnsberger Wald erst richtig magisch.

  • Fackelwanderungen mit Klangperformance:

    • Wann? In der Regel zwischen Oktober und März (jeden ersten Freitag im Monat) sowie zu speziellen Terminen im Sommer.

    • Das Erlebnis: Geführte Tour mit Pechfackeln. An den Klangstationen gibt es kleine Live-Performances, die in der Dunkelheit eine ganz eigene, fast mystische Akustik entwickeln.

    • Anmeldung: Da die Plätze begehrt sind, musst du dich vorab beim LIZ (Landschaftsinformationszentrum) anmelden.

    • Link: Anmeldung & Termine beim LIZ



Die 3 besten Fotospots am Möhnesee


Damit deine Follower vor Neid erblassen, solltest du diese Punkte ansteuern:


Die Staumauer (Klassiker mit Gänsehaut)

  • Motiv: Die gewaltige Architektur der Bruchsteinmauer.

  • Pro-Tipp: Geh zur „Blauen Stunde“ (kurz nach Sonnenuntergang). Die Mauer wird beleuchtet und spiegelt sich perfekt im glatten Wasser des Ausgleichsbeckens.

  • Standpunkt: Von der Brücke unterhalb der Mauer hast du den besten Blick nach oben.


Der Möhneseeturm (Panorama pur)

  • Motiv: 360-Grad-Blick über das „Westfälische Meer“ und das endlose Grün des Arnsberger Waldes.

  • Pro-Tipp: Ein Weitwinkelobjektiv ist hier dein bester Freund. Bei klarer Sicht kannst du bis weit ins Münsterland blicken.

  • Standpunkt: Ganz oben auf der Plattform – am besten zum Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch über dem See hängt.



Frau spielt Harfe in der Nacht, Wald und See im Hintergrund, viele Kerzen


Die Windharfe im Klangwald (Kunst & Natur)

  • Motiv: Die filigrane Stahlskulptur mit dem See im Hintergrund.

  • Pro-Tipp: Fotografiere durch die Saiten der Harfe hindurch auf den Möhnesee. Das gibt deinem Bild eine spannende Tiefe und einen künstlerischen Rahmen.

  • Standpunkt: Station 4 im Klangwald, direkt am Uferweg.




Foto-Checkliste für den Möhnesee

Spot

Beste Zeit

Motiv-Tipp

Staumauer

Dämmerung

Spiegelung im Wasser

Möhneseeturm

Früher Morgen

Nebelschwaden über dem Wald

Uferpromenade

Goldene Stunde

Romantischer Sonnenuntergang

Klangwald

Mittags

Lichtspiele zwischen den Bäumen













Lörmecketurm: Das hölzerne Tor zum Sauerland-Himmel



Aussichtsturm im Waldgebiet, Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer, grüne Bäume, Natur
Der Lörmecke-Turm im Naturpark Arnsberger Wald ist ein architektonisches und landschaftliches Highlight des Sauerlands.




Mitten auf der Plackweghöhe, dem höchsten Punkt des Naturparks Arnsberger Wald, ragt ein Bauwerk auf, das aussieht wie ein überdimensionaler Mikado-Stab-Korb. Der Lörmecketurm ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern ein Meisterwerk moderner Holzbaukunst.


Architektur, die begeistert: Holz trifft Hightech


  • Bauweise: Der 35 Meter hohe Turm besteht aus 144 über Kreuz verschraubten Douglasienstämmen. Diese filigrane "Hyperboloid-Konstruktion" ist so stabil wie elegant und wurde sogar für den Deutschen Holzbaupreis nominiert.

  • Der Aufstieg: 204 Stufen einer Stahlwendeltreppe trennen dich vom Panorama. Achtung: Die Stufen sind Gitterroste – wer Höhenangst hat, sollte fest nach vorne schauen (und festes Schuhwerk tragen!).

  • Finanzierung: Ein echtes Gemeinschaftsprojekt von Land, Kommunen und Sponsoren wie dem namensgebenden Lörmecke-Wasserwerk.


Panorama ohne Ende: Die Aussicht


Auf 581 m ü. NHN stehst du hier am Gipfel des Parks. Dank der 360-Grad-Perspektive reicht der Blick bei klarer Sicht:

  • Nach Süden in das zerklüftete Hochsauerland.

  • Nach Norden über den Haarstrang bis in die Westfälische Bucht und zum Teutoburger Wald.

  • Insider-Info: Durch die notwendigen Rodungen der letzten Jahre (Borkenkäfer-Folgen) ist der Rundumblick heute so frei wie nie zuvor.



Einzigartige Holzkonstruktion Aussichtsturm im Naturpark Arnsberger Wald mit Waldlandschaft und blauem Himmel.


So kommst du hin: Wandern & Anreise


  • Der gemütliche Weg: Vom Wanderparkplatz "Lörmecketurm" an der B55 (zwischen Meschede und Warstein) führt ein ca. 3,5 km langer, kinderwagentauglicher Schotterweg direkt zum Ziel.

  • Die Sauerland-Waldroute: Der Turm ist eines der absoluten Highlights auf diesem 240 km langen Premium-Wanderweg.

  • Für Sportliche: Starten Sie in Eversberg (Weg A8) oder Warstein für eine anspruchsvollere Tagestour.

  • Link: Wanderkarte Plackweg & Lörmecketurm


Wissenswertes & Tipps


  • Name & Natur: Der Turm verdankt seinen Namen dem Lörmecke-Bach, dessen Quelle direkt in der Nähe entspringt und die Region mit bestem Trinkwasser versorgt.

  • Eintritt: Der Turm ist täglich frei zugänglich und kostet keinen Cent Eintritt.

  • Event-Tipp: Nehmen Sie an einer der geführten Vollmondwanderungen mit Rangern teil – Gänsehaut-Feeling inklusive.

  • Link: Landschaftsinformationszentrum LIZ (für Touren-Anmeldung)


Der Lörmecketurm im Kurz-Check

Merkmal

Detail

Info

Höhe

35 Meter

204 Stufen Glück

Material

Douglasienholz

Heimisch & Nachhaltig

Schwierigkeit

Leicht bis Mittel

Je nach Startpunkt

Beste Zeit

Sonnenuntergang

Spektakuläres Lichtspiel












Schiefergrube Marsfeld II: Industriegeschichte im Bermecketal


Tief im Wald bei Warstein-Hirschberg verbirgt sich ein Relikt vergangener Bergbau-Hoffnungen: die Schiefergrube Marsfeld II. Heute ein stiller Zeuge der regionalen Industriekultur, war sie einst Schauplatz harter Arbeit und geologischer Entdeckungen.



Ein Erbe aus Schiefer und Stein: Die Geschichte


  • Die Anfänge: Verliehen im Jahr 1859, war die Grube Teil des Schiefer-Booms im 19. Jahrhundert. Damals suchte man händeringend nach feuerfesten Dachmaterialien, um die brandanfälligen Strohdächer der Region zu ersetzen.

  • Der letzte Versuch: Nach dem Zweiten Weltkrieg (1946–1948) kehrte kurzzeitig Leben in den Stollen zurück. Doch der Erfolg blieb aus – technische Mängel und die mangelnde Qualität des Gesteins führten zum endgültigen Aus.

  • Das Qualitätsproblem: Der hier gewonnene Schiefer war leider kein „Premium-Produkt“. Er bleichte schnell aus und zerfiel nach wenigen Jahren – ein wirtschaftliches K.O.-Kriterium für den Abbau.


Geologie zum Anfassen: 330 Millionen Jahre Geschichte


  • Ursprung: Der Kulm-Tonschiefer entstand im Unterkarbon, als das Sauerland noch ein tiefes Meerbecken war.

  • Fossilien-Finder: Wer genau hinschaut, kann Abdrücke der Muschel Posidonia becheri entdecken – ein Gruß aus der Urzeit.

  • Struktur: Das erhaltene Stollenmundloch führt etwa 80 Meter tief in den Berg und mündet in einen rund 100 Quadratmeter großen Abbauraum.

  • Link: Geopark-Informationen zur Region (Thema: Variszische Gebirgsbildung)



Wanderziel & Industriedenkmal: Heute erleben


Die Grube Marsfeld II ist heute das einzige denkmalgerecht erhaltene Relikt des Bergbaus im Warsteiner Raum. Sie ist perfekt in das Wandernetz des Naturparks eingebunden:

  • Lage: Direkt im malerischen Bermecketal bei Hirschberg.

  • Wander-Anschluss: Der Stollen liegt in unmittelbarer Nähe zur Sauerland Waldroute. Von Hirschberg aus ist die Grube nach einem gemütlichen Spaziergang von ca. 1,5 km erreicht.

  • Wissenswert: Während fast alle Schiefergruben im Sauerland geschlossen sind (außer der Grube Magog), bleibt Marsfeld II als kulturelles Erbe für Wanderer und Geschichtsinteressierte sichtbar.

  • Link: Wandern rund um Warstein-Hirschberg



Schiefergrube Marsfeld II: Der Kurz-Check

Kategorie

Detail

Info

Gestein

Kulm-Tonschiefer

Alter: ca. 330 Mio. Jahre

Status

Industriedenkmal

Stollenmundloch erhalten

Erreichbarkeit

Wanderweg

ca. 20 Min. ab Hirschberg

Besonderheit

Fossilien

Posidonia becheri Muscheln


Dunkler Höhleneingang mit Gitter, umgeben von Felsen und Bäumen. Naturpark Arnsberger Wald.
Stolleneingang-Marsfeld 2

















Aussichtsturm - Möhnesee


Der Aussichtsturm am Möhnesee ist ein wunderschöner Ort, um die Natur und die beeindruckende Aussicht auf den See zu genießen. Von oben hast du einen tollen Blick auf die umliegende Landschaft, den See und die Wälder. Es ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänge, Fotografie und Erholung. Wenn du mehr über den Turm oder die Umgebung wissen möchtest, helfe ich dir gern weiter!



Aussichtsturm über dem Wald mit Blick auf den See Naturpark Arnsberger Wald.
Aussichtsturm Möhnesee - https://www.reisefuehrer-moehnesee.de/sehenswuerdigkeiten/moehneseeturm/











Besucherbergwerk Kilianstollen: Marsbergs buntes Wunder unter Tage


Wer glaubt, im Bergwerk sei es nur dunkel und grau, hat den Kilianstollen noch nicht gesehen. In diesem ehemaligen Kupferbergwerk im Naturpark Arnsberger Wald treffen 800 Jahre Bergbaugeschichte auf ein Farbspektakel der Natur und moderne Gesundheitstherapie.


Kupfer, Glanz und harte Arbeit: Die Geschichte


  • Uralte Wurzeln: Bereits um 1150 wurde der Bergbau am Eresberg urkundlich erwähnt. Seine Blütezeit erlebte der Stollen Mitte des 19. Jahrhunderts, als über 700 Bergleute dem Berg das wertvolle Kupfererz abrungen.

  • Das Ende einer Ära: 1945 wurde der Betrieb eingestellt. Seit 1984 ist der Stollen als Besucherbergwerk zugänglich und bewahrt das Erbe der Marsberger Knappen.

  • Führungen: Von April bis Oktober geht es „unter Tage“. Du hast die Wahl zwischen der kleinen Schnuppertour (1 Std.) und der großen Entdecker-Führung (2-3 Std.).

  • Wichtig: Im Berg herrschen konstant kühle 10 Grad Celsius. Pack also die warme Jacke und festes Schuhwerk ein – auch im Hochsommer!





Innenansicht einer Höhle, Beleuchtung und Besucher in Landschaft. Naturpark Arnsberger Wald.
Heilstollen >



Ein Fest für die Augen: Die Geologie


Der Kilianstollen ist ein Dorado für Mineralogen. Durch Wasser und Kalk sind faszinierende Aussinterungen (Ablagerungen) entstanden, die den Stollen in eine unterirdische Galerie verwandeln:


  • Tiefes Schwarz: Mangan-Ablagerungen.

  • Klares Grün: Das Markenzeichen des Kupfers.

  • Leuchtendes Rot: Eisenoxide.

  • Strahlendes Weiß: Reiner Kalk.

  • Link: Offizielle Website des Kilianstollens




Heilstollen: Durchatmen in purer Reinheit


Tief im Berg verbirgt sich ein Ort der Ruhe und Heilung. Die Speläotherapie (Höhlentherapie) im Kilianstollen nutzt das besondere Mikroklima für die Gesundheit:

  • Das Klima: Bei 10 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von fast 98 % ist die Luft absolut staubfrei, allergenarm und rein.

  • Heilkraft: Besonders empfohlen bei Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen, Schlafstörungen oder Infektanfälligkeit.

  • Wellness unter Tage: Auf bequemen Relaxliegen, eingehüllt in Kuscheldecken, genießt du Solewasser oder Tee und lässt bei sanftem Licht das Farbspiel der Wände auf dich wirken.

  • Barrierefrei: Der Heilstollen ist ebenerdig und problemlos für Rollstuhlfahrer erreichbar.

  • Link: Informationen zur Heilstollen-Therapie




Menschen liegen in einem bunten beleuchteten Tunnel Naturpark Arnsberger Wald - das westfälischen Waldmeer.





















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